Flücht­lings­kri­se in Zen­tral­afri­ka un­ter­schätzt

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

OSLO (dpa) - Der Kon­flikt in der Zen­tral­afri­ka­ni­schen Re­pu­blik ist aus Sicht ei­ner Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on die am meis­ten ver­nach­läs­sig­te Flücht­lings­kri­se der Welt. „Je­der fünf­te Zen­tral­afri­ka­ner ist aus sei­nem Zu­hau­se ver­trie­ben wor­den“, er­klär­te der Nor­we­gi­an Re­fu­gee Coun­cil (NRC). Den­noch be­kom­me die Kri­se kaum Auf­merk­sam­keit, sag­te NRC-Lei­ter Jan Ege­land am Don­ners­tag. Es feh­le zu­dem an den nö­ti­gen Hilfs­mit­teln. Auch die Kri­se in der Ka­sai-Re­gi­on des Kon­gos, wo al­lein 2016 rund 900 000 Men­schen ge­flo­hen sei­en, wer­de ver­nach­läs­sigt. Sechs der zehn am we­nigs­ten be­ach­te­ten Flücht­lings­kri­sen be­fin­den sich nach An­sicht der Or­ga­ni­sa­ti­on in Afri­ka, dar­un­ter je­ne im Su­dan, dem Süd­su­dan so­wie in Ni­ge­ria und in So­ma­lia.

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