Mit der Son­ne strö­men die Be­su­cher zur Neu­ra­vens­bur­ger Burg

13. Mit­tel­al­ter­li­ches Spec­ta­cu­lum lebt von zwei gu­ten Ta­gen – Ver­an­stal­ter zu­frie­den

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - WANGEN - Von Ve­ra Stil­ler

NEU­RA­VENS­BURG - Das Pfingst­wo­chen­en­de in Neu­ra­vens­burg stand auch in die­sem Jahr wie­der ganz im Zei­chen der „le­ben­di­gen Ge­schich­te zum An­fas­sen“. Drei Ta­ge lang dreh­te sich auf dem Burg­ge­län­de al­les um „Mit­tel­al­ter, Mum­men­schanz und Völ­le­rei“. Und wenn auch ein­set­zen­der Re­gen im­mer wie­der ängst­lich zum Him­mel bli­cken ließ, so än­der­te das nichts an der von Orts­vor­ste­her Her­mann Schad ge­lob­ten „fröh­li­chen, aus­ge­las­se­nen und vor al­lem fried­li­chen Stim­mung“.

Ein­ma­li­ge At­mop­s­hä­re

Be­fürch­tun­gen, dass der Pfingst­sonn­tag als ei­gent­li­cher Haupt­tag des Neu­ra­vens­bur­ger Burg­spek­ta­kels to­tal ver­reg­nen könn­te, lös­ten sich spä­tes­tens am Nach­mit­tag auf. Je we­ni­ger die noch bei der Mark­t­er­öff­nung über dem Schau­platz hän­gen­den Wol­ken die Son­ne blo­ckier­ten, des­to mehr ström­ten die Be­su­cher auf das Ge­län­de. Bis zum spä­ten Abend wur­de die ein­ma­li­ge At­mo­sphä­re bei Flö­ten- und Gi­tar­ren­spiel, bei den Schwert­kämp­fen der Rit­ter und dann als Ab­schluss bei der Feu­er­show ge­nos­sen.

Dass schon der Sams­tag „in Ord­nung“war, da­von hat­te In­ge Wel­ker am spä­ten Sonn­tag­vor­mit­tag ge­spro­chen. Sie, die zu­sam­men mit ih­rem Mann Ha­rald nun schon zum 13. Mal die Ver­an­stal­tung or­ga­ni­sier­te, er­in­ner­te dar­an, dass der ers­te „Rei­se­tag ins Mit­tel­al­ter“nie so „der Ren­ner ist“. Man set­ze in je­dem Jahr auf den Pfingst­sonn­tag, der sich in der Ver­gan­gen­heit als der Be­su­cher­tag schlecht­hin er­wie­sen ha­be.

Dass auch der Sonn­tag schon un­ter schlech­tem Wet­ter ge­lit­ten ha­be, sei na­tür­lich ge­ra­de in fi­nan­zi­el­ler Hin­sicht bitter, hielt In­ge Wel­ker vor Au­gen. Aber man wol­le an Neu­ra­vens­burg schon des­halb fest­hal­ten, weil es mit der Burg­rui­ne und dem Are­al drum­her­um für den Tross aus Hand­wer­kern, Mu­si­kan­ten und Gauk­lern wie den Rit­tern, Lands­knech­ten und ed­len Leu­ten in den La­gern den idea­len Platz bie­ten wür­de. Und was In­ge Wel­ker be­son­ders auf­fällt: „Un­ter den Be­su­chern sind im­mer mehr Ge­wan­de­te, die das Ge­samt­bild noch bun­ter ma­chen.“

Für Micha­el Sch­ling­mann, den Vor­sit­zen­den des Burg- und Hei­mat­ver­eins, war das Neu­ra­vens­bur­ger Burg­spec­ta­cu­lum auch im 13. Jahr wie­der et­was ganz Be­son­de­res. Dass sich der Ort über­re­gio­nal ei­nen Na­men als „be­deu­ten­des Event für al­le Lieb­ha­ber des Mit­tel­al­ters“ge­macht ha­be, hät­te man schon an den Kenn­zei­chen der Gäs­te­fahr­zeu­ge se­hen kön­nen, sag­te Sch­ling­mann. Er wies dar­auf hin, dass der Er­folg ge­ra­de am Sonn­tag wie­der so groß ge­we­sen sei, dass der ört­li­che Su­per­markt wie im ver­gan­ge­nen Jahr aus­hel­fen muss­te, „als sich die Ge­trän­ke auf dem Burg­ge­län­de dem En­de zu­neig­ten“.

Schad: „Ei­ne schö­ne Wer­bung“

Ei­ne ähn­lich po­si­ti­ve Ein­schät­zung war am Mon­tag von Orts­vor­ste­her Her­mann Schad zu hö­ren. Die­ser sprach von ei­ner „schö­nen Tra­di­ti­on“, den Mit­tel­al­ter­markt all­jähr­lich zu Pfings­ten auf dem Burg­ge­län­de ab­zu­hal­ten. Und Schad dank­te dem Ehe­paar Wel­ker, dass es „trotz ei­ni­ger schlech­ter Jah­re an Neu­ra­vens­burg fest­ge­hal­ten hat“.

Er hob „Burg­vogt“Hans Gieß­mann her­vor, der für das Funk­tio­nie­ren der In­fra­struk­tur sor­ge. Zu­sam­men­fas­send sag­te Her­mann Schad: „Der Markt ist ei­ne schö­ne Wer­bung für Neu­ra­vens­burg und Wan­gen.“

FO­TO: STIL­LER

Bei der Mark­t­er­öff­nung am Sonn­tag gab es ers­te Kost­pro­ben der über den Tag ver­teil­ten Dar­bie­tun­gen. Spä­ter spiel­te auch das Wet­ter bes­ser mit.

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