Ge­recht wä­re ei­ne glei­che Al­ters­ver­sor­gung

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - MEINUNG & DIALOG -

Zum Ar­ti­kel „Land­tag zahlt 400 000 Eu­ro für Ex­per­ten“(1.6.): Dass meis­tens ver­sucht wird, so­was in ei­ner Nacht-und-Ne­bel-Ak­ti­on zu re­geln, ist für mich ein Zei­chen da­für, wie schlecht das Ge­wis­sen der Ab­ge­ord­ne­ten bei die­sen selbst ver­ord­ne­ten Wohl­ta­ten ist. Jetzt als Fei­gen­blatt ei­ne „Ex­per­ten­kom­mis­si­on“, 400 000 Eu­ro teu­er. An­er­ken­nens­wert, dass ei­ni­ge kom­pe­ten­te Per­sön­lich­kei­ten eh­ren­amt­lich dar­in tä­tig wer­den wol­len, schon fast ver­werf­lich aber, dass ei­nem pen­sio­nier­ten Rich­ter, der ja von die­sem Staat ei­ne nicht gera­de kläg­li­che Pen­si­on kas­siert, für ein hal­bes Jahr Ar­beit noch ein Zu­brot von 125 000 Eu­ro zu­ge­schanzt wird. Das ist im­mer­hin das Sechs­fa­che ei­nes Durch­schnitts­ein­kom­mens.

Da­bei bräuch­te man über­haupt kein Gut­ach­ten. Ge­recht wä­re es, wenn die Al­ters­ver­sor­gung der Ab­ge­ord­ne­ten ge­nau­so ge­re­gelt wür­den wie bei al­len an­de­ren Bür­gern. Denn auch die be­ste­hen­de Re­ge­lung ist schon zwei­fel­haft, 22 Pro­zent der Diä­ten als Zu­schuss für die Al­ters­ver­sor­gung ist schon ein Klotz, be­son­ders ge­gen­über den 9,35 Pro­zent, die ein nor­ma­ler Ar­beit­neh­mer (als Ar­beit­ge­ber­an­teil zur Rentenversicherung) be­kommt. Und im Ge­gen­satz zu ei­nem Ab­ge­ord­ne­ten muss er auch den Ar­beit­ge­ber­an­teil mit sei­ner Wert­schöp­fung er­wirt­schaf­ten. Wil­helm Na­gel, Schlier

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