Kri­tik an Di­tib nimmt zu

Um­gang mit Mo­schee­ver­ein spal­tet Süd­west-Ka­bi­nett

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - ERSTE SEITE -

KÖLN/STUTT­GART (epd/lsw) - Der Zen­tral­rat der Mus­li­me in Deutsch­land (ZMD) hat sei­nen Auf­ruf zur Teil­nah­me an der heu­ti­gen Kund­ge­bung ge­gen Ter­ror in Köln be­kräf­tigt. „Wir ru­fen al­le auf, sich re­ge zu be­tei­li­gen“, er­klär­te der ZMD-Vor­sit­zen­de Ai­man Ma­zy­ek. Der­weil steht der tür­kisch-is­la­mi­sche Ver­band Di­tib we­gen sei­ner Ab­sa­ge für die De­mons­tra­ti­on wei­ter mas­siv in der Kri­tik. Dass der größ­te Is­lam-Dach­ver­band in Deutsch­land nicht an der Kund­ge­bung in Köln teil­neh­men wol­le, sei „ein­fach scha­de“, ließ Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel (CDU) über ih­ren Spre­cher aus­rich­ten.

Deut­li­cher wur­de der ba­den­würt­tem­ber­gi­sche Jus­tiz­mi­nis­ter Gui­do Wolf (CDU). Sei­ner An­sicht nach soll­te das Land die Zu­sam­men­ar­beit mit Di­tib be­en­den. Kul­tus­mi­nis­te­rin Su­san­ne Ei­sen­mann (CDU) will da­ge­gen die Tü­ren für den Dia­log of­fen­hal­ten.

Auch So­zi­al- und In­te­gra­ti­ons­mi­nis­ter Man­fred Lu­cha (Grü­ne) wi­der­sprach sei­nem Ka­bi­netts­kol­le­gen Wolf. Wer ein En­de der Zu­sam­men­ar­beit for­de­re, müs­se sich dar­über klar sein, dass er da­mit die li­be­ra­len Kräf­te in der Di­tib mas­siv schwä­chen und die ra­di­ka­len Kräf­te stär­ken wür­de.

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