Ab­sa­ge ist ein Af­front

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND - Von Ras­mus Buch­stei­ner po­li­tik@schwa­ebi­sche.de

Di­tib stellt sich mit sei­ner Ab­sa­ge weit ins Ab­seits. Hier geht es nicht um Stig­ma­ti­sie­rung, son­dern um ein Zei­chen ge­gen Ter­ror und Hass de­rer, die den Is­lam für ih­re schänd­li­chen Ta­ten miss­brau­chen. Mit dem Pro­test un­ter dem Mot­to „Nicht mit uns“sol­len Mus­li­me nicht in den Kon­text des Ter­ro­ris­mus ge­setzt wer­den. Es geht dar­um, zu zei­gen, dass der ter­ro­ris­ti­sche Wahn der Ter­ror­mi­liz „Is­la­mi­scher Staat“und an­de­rer Or­ga­ni­sa­tio­nen, die vor­ge­ben, ei­nen Hei­li­gen Krieg zu füh­ren, von der über­gro­ßen Mehr­heit der Mus­li­me ab­ge­lehnt und ver­ur­teilt wird. Dass er kei­nen Platz in ih­ren Mo­sche­en und Ver­bän­den hat.

Die Ab­sa­ge von Di­tib ist ein Af­front. Der Ver­band spal­tet, an­statt zu­sam­men­zu­füh­ren. Dass er da­bei noch hier­zu­lan­de mit Steu­er­gel­dern üp­pig ge­för­dert wird, ist nicht nach­voll­zieh­bar. Man darf ge­spannt sein, wel­che Wir­kung die Di­tib-Ab­sa­ge auf die De­mos ha­ben wird. Bleibt die Hoff­nung, dass von den Frie­dens­mär­schen in Köln und Ber­lin ein star­kes Si­gnal aus­ge­hen wird.

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