„Ho­hes Maß an Un­ver­ständ­nis“

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - WANGEN -

Zum Be­richt „Wir füh­len uns nicht ernst ge­nom­men“(SZ, 12. Ju­ni) und zur Dis­kus­si­on zur Ver­kehrs­si­tua­ti­on in Hat­zen­wei­ler:

„Es ist ab­so­lut in­ak­zep­ta­bel und wi­der­spricht der Lo­gik ei­ner ver­nünf­ti­gen Ver­kehrs­füh­rung, an ei­ner Bus­hal­te­stel­le, die von Schü­lern und auch von äl­te­ren Men­schen fre­quen­tiert wird und an der vie­le Au­to- und Mo­tor­rad­fah­rer mit über­höh­ter Ge­schwin­dig­keit vor­bei­fah­ren, ei­ne Ge­schwin­dig­keits­be­gren­zung als nicht an­ge­mes­sen ein­zu­stu­fen und so­mit letzt­lich zu boy­kot­tie­ren.

Wenn es stimmt, dass – wie in ei­nem der Le­ser­brie­fe er­wähnt – be­hörd­li­cher­seits die Mei­nung ver­tre­ten wer­de, den Ver­kehrs­teil­neh­mern sei ein Tem­po­li­mit nicht zu­zu­mu­ten, wür­de dies im Um­kehr­schluss be­deu­ten, wei­ter­hin ein ho­hes Ge­fah­ren­po­ten­zi­al zu­las­ten der An­woh­ner zu pri­vi­le­gie­ren. An­ders for­mu­liert: al­les beim Al­ten be­las­sen auf Kos­ten der Si­cher­heit der Men­schen. Mir scheint, da ist ein ho­hes Maß an Be­hör­den­will­kür, Un­ver­ständ­nis und Un­ein­sich­tig­keit am Werk.

Da­bei wä­re ei­ne Lö­sung des Pro­blems re­la­tiv ein­fach zu be­werks­tel- li­gen: die Po­si­tio­nie­rung je­weils zwei­er Ver­kehrs­schil­der (70 km) und Hin­weis­schil­der (que­ren­de Fuß­gän­ger“so­wie die Ein­pla­nung ei­ner Ver­kehrs­in­sel für ei­ne ge­fahr­lo­se Stra­ßen­que­rung. Die­se si­cher­lich nicht all­zu auf­wän­di­ge ver­kehrs­tech­ni­sche Ein­rich­tung müss­te es der Si­cher­heit der An­woh­ner wert sein. Es wä­re trau­rig und ge­ra­de­zu zy­nisch, wenn erst ein wei­te­rer schwe­rer Un­fall dann not­wen­di­ger­wei­se zu ei­nem kon­struk­ti­ven Um­den­ken füh­ren müss­te.“Wolf­gang Trei­ber, Wan­gen

Lie­be Le­se­rin­nen, lie­be Le­ser,

wir freu­en uns über Ih­re Brie­fe. Bit­te ha­ben Sie aber Ver­ständ­nis da­für, dass sich die Re­dak­ti­on bei lan­gen Zu­schrif­ten Kür­zun­gen vor­be­hält. Le­ser­zu­schrif­ten stel­len kei­ne re­dak­tio­nel­len Mei­nungs­äu­ße­run­gen dar. Aus pres­se­recht­li­chen Grün­den ver­öf­fent­li­chen wir an­ony­me Zu­schrif­ten grund­sätz­lich nicht. Tei­len Sie uns des­halb bit­te im­mer Ih­ren vol­len Na­men, Ih­re Adres­se und Ih­re Te­le­fon­num­mer mit. Und un­ter­schrei­ben Sie den Le­ser­brief.

Ih­re SZ-Re­dak­ti­on

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.