The Sa­les­man: Fo­rus­han­de

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - SZENE AM WOCHENENDE -

Der Os­car für den neu­en Film von As­ghar Far­ha­di kann na­tür­lich auch als po­li­ti­sches State­ment und Zei­chen der So­li­da­ri­tät ver­stan­den wer­den: Aus Pro­test ge­gen Trumps kurz zu­vor ver­kün­de­ten „Tra­vel Ban“blieb der ira­ni­sche Re­gis­seur der Preis­ver­lei­hung fern. Al­ler­dings ist sein Film na­tür­lich auch für sich al­lein be­reits preis­wür­dig – dass Far­ha­di ein meis­ter­li­cher Re­gis­seur ist, hat er be­reits vor fünf Jah­ren mit „Na­der und Si­min – Ei­ne Tren­nung“be­wie­sen, wo­für es eben­falls den Os­car gab. Auch beim neu­en Werk steht ein Ehe­paar im Mit­tel­punkt. Emad (Sha­hab Hoss­ei­ni) ist Leh­rer, Ra­na (Ta­ra­neh Al­i­doos­ti) spielt in ei­ner Thea­ter­grup­pe. Als ihr al­tes Haus ab­sackt, muss sich das jun­ge Paar ei­ne neue Blei­be su­chen und wird auch schnell fün­dig. Al­ler­dings wird Ra­na an ei­nem Abend von ei­nem Un­be­kann­ten über­fal­len und ver­letzt. Wü­tend macht sich Emad auf die Su­che nach dem Tä­ter – was die Be­zie­hung aber auf ei­ne im­mer stär­ke­re Be­las­tungs­pro­be stellt … Der Kon­flikt des Paa­res wird höchst span­nungs­reich ins­ze­niert, in­di­rekt er­fährt man durch den Film aber auch viel über den von Ver­bo­ten be­stimm­ten All­tag im heu­ti­gen Iran. Als Ex­tra gibt es ei­ne knapp halb­stün­di­ge Do­ku­men­ta­ti­on zur Film­pro­duk­ti­on. (rot)

FO­TO: CAN­NES FILM FES­TI­VAL AUFMACH

Ra­na (Ta­ra­neh Al­i­doos­ti) wird auf dem Heim­weg über­fal­len und ver­letzt. Ihr Mann Emad macht sich wü­tend auf die Su­che nach dem un­be­kann­ten Tä­ter.

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