Streit über Ga­te-Schlie­ßung

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - WISSEN -

FRANKFURT/MAIN (dpa) - War der Flug­gast vor dem of­fi­zi­el­len Schlie­ßen des Flug­steigs am Ga­te? Die­se Fra­ge lan­de­te vor Ge­richt, weil der Klä­ger nicht mehr mit­ge­nom­men wur­de und ei­nen Er­satz­flug bu­chen muss­te. Der Mann ver­klag­te die Flug­ge­sell­schaft auf ei­ne Ent­schä­di­gung und be­kam vor dem Amts­ge­richt Frankfurt am Main recht.

In dem ver­han­del­ten Fall ging es um ei­ne Flug­rei­se von Leip­zig über Frankfurt nach Daress­a­lam. Der Klä­ger check­te in Leip­zig für bei­de Flü­ge ein und er­hielt auch bei­de Bord­kar­ten. Für den An­schluss­flug war ver­merkt: „Das Ga­te schließt 20 Mi­nu­ten vor Ab­flug.“Der war um 22.05 Uhr ge­plant. Laut Aus­sa­ge des Klä­gers er­schien er um 21.43 Uhr am Ga­te, laut Air­line erst nach 21.45 Uhr. Die Flug­ge­sell­schaft ver­wei­ger­te dem Mann die Be­för­de­rung.

Der Klä­ger konn­te je­doch glaub­haft er­läu­tern, dass er tat­säch­lich be­reits um 21.43 Uhr am Flug­steig war. Zu­dem be­stä­tig­te der Flug­ha­fen­be­trei­ber die Ga­te-Schlie­ßung um 21.40 Uhr. So­mit er­hielt der Klä­ger ei­ne Ent­schä­di­gung von 600 Eu­ro we­gen Nicht­be­för­de­rung und be­kam die An­walts­kos­ten er­stat­tet.

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