Ei­ne De­bat­te gibt es nur zu den Stell­plät­zen

Plan­ent­wurf zum Bau­ge­biet „Pfär­ri­cher Stra­ße“geht an­sons­ten ein­stim­mig durch den Amt­zel­ler Rat

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - GEMEINDEN - Von Bernd Treff­ler

AMT­ZELL - Das Amt­zel­ler Bau­ge­biet „Pfär­ri­cher Stra­ße“ist ei­nen Schritt wei­ter. Der Ge­mein­de­rat hat in sei­ner jüngs­ten Sit­zung den Ent­wurf des Be­bau­ungs­plans ge­bil­ligt und die Ver­wal­tung be­auf­tragt, die­sen öf­fent­lich aus­zu­le­gen. Dem schließ­lich doch noch ein­mü­ti­gen Vo­tum war ei­ne leb­haf­te De­bat­te zum The­ma „Stell­plät­ze“vor­aus­ge­gan­gen.

Sie­ben Ein­fa­mi­li­en­häu­ser (EFH) – jetzt vier an der Pfär­ri­cher Stra­ße und nur drei in Rich­tung Bö­se­bach – sieht der Be­bau­ungs­plan­ent­wurf vor, den Mer­lin Reh­mann vom Lin­dau­er Bü­ros Sie­ber den Rä­ten vor­stell­te. Pro EFH sol­len dem­nach bis zu drei Wohn­ein­hei­ten mög­lich sein, mit wie­der­um je­weils zwei Stell­plät­zen. „In so ei­nem Fall ist der Nach­weis von dann ins­ge­samt sechs Stell­plät­zen tech­nisch nicht mach­bar“, warf Hans Ro­man (CDU) so­fort ein. Es war der Aus­lö­ser für ei­ne Dis­kus­si­on, ob und wie man bei Grund­stücks­grö­ßen zwi­schen 430 und 520 Qua­drat­me­tern den Nach­weis der ge­for­der­ten Plät­ze er­brin­gen kann.

Ge­sprä­che mit List we­gen der Arzt­pra­xis

Bür­ger­meis­ter Cle­mens Moll sah den klas­si­schen Fall je­doch in zwei Wohn­ein­hei­ten pro Haus, al­so mit ins­ge­samt nur vier Stell­plät­zen. Ro­bert Zett­ler (CDU) reg­te an, die Stell­platz­zahl an die Flä­chen­grö­ße der Wohn­ein­hei­ten zu kop­peln. Am En­de der Dis­kus­si­on stand ein Kom­pro­miss, der für die ers­ten bei­den Ein­hei­ten wei­ter je­weils zwei Stell­plät­ze vor­sieht, für ei­ne drit­te Wohn­ein­heit bis zu 30 Qua­drat­me­ter aber nur noch ei­nen Stell­platz.

Wei­te­re Än­de­run­gen sieht die ak­tu­el­le Va­ri­an­te 8b des Plan­ent­wurfs im süd­west­li­chen Be­reich vor. Die bei­den Mehr­fa­mi­li­en­häu­ser mit je­weils sechs ge­plan­ten Wohn­ein­hei­ten an der Pfär­ri­cher Stra­ße sind mit­ein­an­der ver­bun­den und ha­ben ei­nen ge­mein­sa­men Ein­gang so­wie ei­ne Tief­ga­ra­ge. Für die­ses Pro­jekt will die Ge­mein­de ei­nen Bau­trä­ger su­chen. Die in Ko­ope­ra­ti­on mit der Stif­tung Lie­benau ge­plan­te Wohn­an­la­ge für Men­schen mit Be­hin­de­rung soll im Erd­ge­schoss auch ei­ne Haus­arzt­pra­xis ent­hal­ten. Laut Moll lau­fen hier Ge­sprä­che mit Dr. Mal­te List, der der­zeit in der Pra­xis Hir­scher/Schöb ar­bei­tet.

Zwi­schen den bei­den Ge­bäu­den soll ein Platz als „be­le­ben­des Ele­ment“(Moll) ent­ste­hen. Ent­lang des Bachs sind ein Grün­strei­fen und ein klei­ner Park vor­ge­se­hen. Die öf­fent­li­chen Stell­plät­ze für das neue Bau­ge­biet sind nun am Pfän­der­weg vor­ge­se­hen, von wo aus das Wohn­ge­biet auch er­schlos­sen wird. Nach ei­ner Ver­kehrs­schau wur­de die Ein­mün­dung zum Pfär­ri­cher Weg et­was wei­ter orts­aus­wärts ver­legt, um die Ver­kehrs­si­cher­heit zu er­hö­hen, wie Bau­amts­lei­ter Gün­ter Hal­der er­läu­ter­te. So­bald die Plä­ne zur Er­schlie­ßungs­stra­ße und zur Nie­der­schlags­ent­wäs­se­rung ein­ge­ar­bei­tet sei­en, wer­de der Be­bau­ungs­plan öf­fent­lich aus­ge­legt.

FO­TO: GE­MEIN­DE AMT­ZELL

So sieht der ak­tu­el­le Plan­ent­wurf zum Bau­ge­biet „Pfär­ri­cher Stra­ße“aus: Rechts die sie­ben Ein­fa­mi­li­en­häu­ser, links oben die bei­den ver­bun­de­nen Mehr­fa­mi­li­en­häu­ser und dar­un­ter die Wohn­an­la­ge für Men­schen mit Be­hin­de­rung.

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