The­ma „Mehr Geld für Zweit­kräf­te“ver­scho­ben

Amt­zel­ler Rat will erst ei­ne Ar­beits­platz­be­schrei­bung von Kin­der­gar­ten-Er­zie­he­rin­nen

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - GEMEINDEN -

AMT­ZELL (bee) - Sol­len Er­zie­he­rin­nen, die als Zwei­kräf­te in Amt­zel­ler Kin­der­gär­ten ar­bei­ten, gleich ent­lohnt wer­den wie Er­zie­he­rin­nen, die ei­ne Grup­pe lei­ten? Ei­ne Ant­wort auf die­se Fra­ge hat der Ge­mein­de­rat in sei­ner jüngs­ten Sit­zung ver­scho­ben, weil ihm wich­ti­ge In­fos für ei­ne Ent­schei­dung fehl­ten.

Die Diö­ze­se stimm­te schon vor län­ge­rer Zeit ei­ner glei­chen Ein­grup­pie­rung beim Ent­gelt für al­le Er­zie­he­rin­nen zu. Da­her kam nun auch ein ent­spre­chen­der An­trag von der Kir­chen­ge­mein­de St. Jo­han­nes, dem Trä­ger des gleich­na­mi­gen ka­tho­li­schen Kin­der­gar­tens.

Als Ar­gu­men­te wer­den dar­in glei­che Auf­ga­ben der päd­ago­gi­schen Fach­kräf­te, die sich qua­li­ta­tiv ver­än­dern­de Ar­beit oder der Fach­kräf­te­man­gel an­ge­ge­ben. Nach­dem auch der ge­mein­sa­me Kin­der­gar­ten­aus­schuss mehr­heit­lich dem An­trag der Kir­che ge­folgt war, lan­de­te das The­ma im Rat.

Zu­nächst stell­te Haupt­amts­lei­ter Cle­mens Stad­ler die fi­nan­zi­el­len Aus­wir­kun­gen ei­ner hö­he­ren Ein­grup­pie­rung von Zweit­kräf­ten dar. Dem­nach kä­men auf die Ge­mein­de jähr­li­che Mehr­kos­ten in Hö­he von rund 35 000 Eu­ro zu. In der nach­fol­gen­den Dis­kus­si­on gab Hans Ro­man (CDU) das ak­tu­el­le Stim­mungs­bild im Gre­mi­um wie­der: „Ich brau­che ei­ne ge­naue Be­schrei­bung, wer was im Kin­der­gar­ten macht. Bei dem ak­tu­el­len Wis­sens­stand kann ich nicht ent­schei­den.“Der CDU-Rat ver­miss­te zu­dem ei­ne Po­si­tio­nie­rung des Ge­mein­de­tags zu die­sem The­ma und be­fürch­te­te, dass ei­ne hö­he­ren Ein­grup­pie­rung von Zweit­kräf­ten bald auch zu An­sprü­chen bei an­de­ren Be­schäf­tig­ten und da­mit zu Un­frie­den in der Be­leg­schaft füh­ren kön­ne. In ei­ne ähn­li­che Rich­tung ar­gu­men­tier­te Ot­to All­men­din­ger (UL): „Mit dem Ver­schie­ben ei­ner Ent­schei­dung ver­ge­ben wir uns nichts und sen­den kein ne­ga­ti­ves Si­gnal aus.“Lothar Hei­ne (BAP) si­gna­li­sier­te sei­ne Ab­leh­nung des Kir­chen­an­trags, weil bei der Ein­stel­lung klar zwi­schen Grup­pen­lei­te­rin und Zweit­kraft un­ter­schie­den wor­den sei. Bür­ger­meis­ter Cle­mens Moll konn­te die „Be­den­ken nach jet­zi­gem Stand nach­voll­zie­hen“. Auch vor dem Hin­ter­grund, dass es in letz­ter Zeit gu­te Ta­rif­ab­schlüs­se bei den Er­zie­he­rin­nen ge­ge­ben ha­be. „Wir müs­sen aber mehr In­fos über die Ar­beits­platz­be­schrei­bung be­kom­men und auf die­ser Grund­la­ge ei­ne Ent­schei­dung tref­fen.“

In die­se Rich­tung ging auch der ein­mü­ti­ge Be­schluss: Die Ver­wal­tung er­hält den Auf­trag, hier mehr In­for­ma­tio­nen ein­zu­ho­len und das The­ma dann wie­der in den Rat zu brin­gen.

FO­TO: ARC

Die Grün­dungs­mit­glie­der des Rat­haus­ver­eins kön­nen sich freu­en.

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