Min­des­tens 600 wei­te­re Hochäu­ser feu­er­ge­fähr­det

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - JOURNAL -

LON­DON (bor) - Tau­sen­de Bri­ten le­ben in brand­ge­fähr­de­ten Hoch­häu­sern und müs­sen zu­min­dest zeit­wei­lig aus­quar­tiert wer­den. Zu die­sem Schluss kom­men Tests, die in den ver­gan­ge­nen Ta­gen im Ge­fol­ge der Brand­ka­ta­stro­phe von Ken­sing­ton an zahl­rei­chen Ge­bäu­den durch­ge­führt wur­den. Wie Pre­mier­mi­nis­te­rin The­re­sa May dem Un­ter­haus be­rich­te­te, ist die Ver­klei­dung an min­des­tens 600 der weit mehr als 4000 Hoch­häu­ser im Land feu­er­ge­fähr­lich. „Wir wer­den den Men­schen nicht zu­mu­ten, in un­si­che­ren Woh­nun­gen zu le­ben“, ver­si­cher­te die Re­gie­rungs­che­fin. Der aus­ge­brann­te Gren­fell-To­wer steht als düs­te­res Mahn­mal weit sicht­bar im Wes­ten Lon­dons. 79 To­te wur­den aus dem 24-stö­cki­gen Haus ge­bor­gen. Der La­bour-Ab­ge­ord­ne­te Da­vid Lam­my sprach von „ei­nem Ver­bre­chen“und mach­te die Kom­mu­ne so­wie die be­tei­lig­ten Fir­men ver­ant­wort­lich. „Da müs­sen Köp­fe rol­len.“In der Nacht zum Don­ners­tag trat tat­säch­lich der Di­rek­tor des Stadt­be­zirks Ken­sing­ton, Ni­cho­las Hol­ga­te, zu­rück. May ent­schul­dig­te sich für die ver­spä­te­te Re­ak­ti­on der Be­hör­den vor Ort. Sie er­wä­ge des­halb die Ein­set­zung ei­ner Task­force, die Kom­mu­nen bei ähn­lich schwe­ren Ka­ta­stro­phen un­ter die Ar­me grei­fen soll.

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