Sym­bol­träch­ti­ger Ort

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

Hel­mut Kohls letz­te Ru­he­stät­te liegt in ei­nem grü­nen Idyll im Her­zen der Dom­stadt Spey­er. Sie ist um­ge­ben von gro­ßen al­ten Bäu­men, bun­ten Blu­men und ei­nem Spiel­platz in der Nä­he. Die Fa­mi­lie Kohl ha­be sich schon vor zwei Jah­ren we­gen der Be­gräb­nis­stät­te an die Stadt Spey­er ge­wandt, be­rich­te­te die „FAS“. Auch ei­ne Be­stat­tung auf dem städ­ti­schen Fried­hof sei zeit­wei­se er­wo­gen wor­den. Die zehn mal acht Me­ter gro­ße Sand­flä­che ist vor we­ni­gen Ta­gen ge­ro­det wor­den und liegt noch brach. Die Wahl des Or­tes hat Sym­bol­kraft. Zwar liegt Kohls Gr­ab nicht in der Nä­he des Do­mes, dem er sich ver­bun­den fühl­te. Aber ei­ne Ver­bin­dung zu der Ka­the­dra­le gibt es trotz­dem. Kohl wird auf dem Fried­hof des Dom­ka­pi­tels bei­ge­setzt. Hier lie­gen Män­ner, die mit der Ver­wal­tung der Ka­the­dra­le oder dem Got­tes­dienst zu tun hat­ten. Da­mit Kohls Gr­ab auf dem Ge­län­de Platz fin­det, wur­den ei­ni­ge Bü­sche und Tei­le ei­nes Zauns ent­fernt, der den Fried­hof vom Ade­nau­er-Park ab­grenzt. Auch drei Ge­denk­stei­ne sei­en ver­setzt wor­den, be­rich­tet der Spre­cher des Bis­tums Spey­er, Mar­kus Herr. Nach sei­nen Wor­ten hat die Kir­che die Flä­che für das Gr­ab zur Ver­fü­gung ge­stellt. Um die üb­ri­gen Din­ge küm­mer­ten sich Stadt und Fa­mi­lie. Kohls Gr­ab soll vom Park aus zu­gäng­lich sein, wäh­rend es vom Ka­pi­tels­fried­hof wohl ab­ge­grenzt wird. Wer die Kos­ten für die Pfle­ge über­nimmt, ist noch nicht ent­schie­den. (dpa/epd)

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