Ju­bi­lä­ums­aus­stel­lung zeigt Amt­zel­ler Kunst­viel­falt

16 Künst­ler stel­len bei der zehn­ten Aus­stel­lung des Ar­beits­krei­ses Dorf­kul­tur im Al­ten Schloss aus

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - GEMEINDEN - Von Su­si We­ber

AMTZELL - 20 Jah­re, zehn Aus­stel­lun­gen, 16 Künst­ler, 70 Kunst­wer­ke in zwei Eta­gen – es sind vie­le Zah­len, die die Ju­bi­lä­ums­aus­stel­lung des Ar­beits­krei­ses Dorf­kul­tur (AKD) um­ge­ben. Seit ver­gan­ge­nem Frei­tag ist sie im Al­ten Schloss zu se­hen und ver­eint Kunst ganz un­ter­schied­li­cher Art, von der Fo­to­gra­fie bis zur Skulp­tur. Ge­mein­sam ist ihr, dass al­le Künst­ler ei­nen Be­zug zu Amtzell ha­ben.

So ganz ge­nau, sagt Ma­le­rin Ma­ria Pfau, las­sen sich die Ur­sprün­ge der Aus­stel­lung der Amt­zel­ler Künst­ler und Künst­le­rin­nen, nicht mehr nach­voll­zie­hen: „Sie be­gann zu ei­ner Zeit, als das Schloss noch nicht re­no­viert war. Ir­gend­je­mand, ich glau­be, es war un­ser lang­jäh­ri­ger Vor­sit­zen­der Ar­min Baum­gart­ner, hat­te die Idee, Amt­zel­ler Künst­ler hier ih­re Wer­ke aus­stel­len zu las­sen.“Pfau ge­hör­te zu je­ner „et­wa Hand­voll Künst­ler“, die auch da­mals schon „an Bord“ge­we­sen sind. Al­le zwei Jah­re zeigt die Amt­zel­ler Kunst­sze­ne, was sie Neu­es ge­schaf­fen hat. Be­ein­dru­ckend ist die un­glaub­li­che Viel­falt.

„Grund, ein we­nig stolz zu sein“, sah In­go Mai­er vom AKD, der die Aus­stel­lung ge­mein­sam mit Bür­ger­meis­ter Cle­mens Moll am Frei­tag­abend er­öff­ne­te. „Man kann auch sa­gen, wir sind ei­ne künst­le­ri­sche Ge­mein­de“, sag­te Moll. Teil­neh­men kann im Üb­ri­gen je­der, der mit Amtzell in Ver­bin­dung steht. „Es gibt kein The­ma, kei­ne Ju­ry“, be­ton­te Mai­er: „Die Aus­stel­lung ist ein rei­ner Spie­gel Amt­zells und zeigt des­sen Krea­ti­vi­tät.“

Moll stell­te da­nach die 16 Künst­ler vor, die die Aus­stel­lung 2017 ge­stal­ten. Es sind dies Paul Bern­hard, Kris­tin Bit­schnau, Clau­dia Bo­den­mül­ler, Ma­ri­on Bo­den­mül­ler, Hel­mut Dun­kel­berg, Chris­ti­an Goh­ra, Eli­sa­beth Hölz, Ul­ri­ke Hüp­peler, Ma­rei­ke Lem­ke, Tho­mas Lin­der, El­ke Lip­pus, Ma­ria Pfau, Ma­ria Prinz, Klaus Schel­lin­ger, Hei­ner Schick­le und Ade­lin­de Wan­ner. Tho­mas Lin­der sorg­te am Kla­vier au­ßer­dem für die mu­si­ka­li­sche Um­rah­mung der Ver­nis­sa­ge.

Auf zwei Eta­gen – im Ein­gangs­be­reich im Erd­ge­schoss ein­schließ­lich Ge­wöl­be und im Alt­mann­hau­sen­saal – ist die Aus­stel­lung auf­ge­baut. Je­der Künst­ler kann in sei­nem Be­reich das und so viel zei­gen, was er möch­te. Le­dig­lich Tho­mas Lin­ders „Fische“ha­ben sich auch un­ter an­de­re Wer­ke ge­mischt, wie bei­spiels­wei­se un­ter die Tex­ti­le Bo­den­in­stal­la­ti­on von Ma­ria Prinz mit dem Ti­tel „Meer und mehr“.

Da­bei ist in der Aus­stel­lung für je­den et­was – vom Öl­bild bis zum Spray-Aqua­rell, von Pig­ment auf Holz bis zur po­li­tisch in­spi­rier­ten Fo­to­gra­fie, vom Sieb­druck bis zur teil­ver­gol­de­ten Skulp­tur auf Be­ton­so­ckel. Auf ei­ne Be­son­der­heit wies Cle­mens Moll hin, näm­lich auf die Wer­ke von Klaus Schel­lin­ger. Sie zei­gen im Al­ten Schloss das Al­te Schloss – als Fo­to­gra­fie, Zeich­nung und auf Fo­lie.

FO­TO: SU­SI WE­BER

16 Künst­ler stel­len im Al­ten Schloss Amtzell noch bis zum kom­men­den Wo­che­n­en­de aus. Na­he­zu al­le wa­ren zur Ver­nis­sa­ge am Frei­tag­abend ge­kom­men.

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