„Hier kann ich ent­span­nen“

Fest­spiel-Por­träts – Heu­te: Schau­spie­le­rin Eli­sa­beth Eb­ner

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - WANGEN -

WAN­GEN (sz) - Die Fest­spie­le Wan­gen zei­gen im Som­mer „Viel Lärm um nichts“von Wil­li­am Sha­ke­speare und „Der ge­stie­fel­te Ka­ter“nach Mo­ti­ven aus dem Volks­mär­chen der Brü­der Grimm. Die SZ stellt in lo­ser Fol­ge die Ak­teu­re vor. Heu­te: Eli­sa­beth Eb­ner. Sie wird im Fa­mi­li­en­stück die Zau­be­rin so­wie die Don­na Leo­na­ta, Guts­be­sit­ze­rin, Wit­we und Mut­ter von He­ro im Abend­stück spielen.

Für Eli­sa­beth Eb­ner sind die Fest­spie­le Wan­gen 2017 ih­re vier­ten. Sie ge­hör­te zum Team, mit dem die Fest­spie­le vor sie­ben Jah­ren an­tra­ten, die Wan­ge­ner für das Som­mer­thea­ter im Zunft­win­kel zu be­geis­tern. Eli­sa­beth Eb­ner gab Alk­me­nes Die­ne­rin Cha­ris im „Am­phy­tri­on“und spiel­te nicht nur die Pip­pi Langs­trumpf – für vie­le Kin­der war sie die Pip­pi. Wenn man sie heu­te dar­auf an­spricht, lä­chelt sie. „Das war ei­ne sehr schö­ne Zeit.“

Ihr Le­ben hat sich mit den Fest­spie­len ver­än­dert. Seit da­mals ist sie nicht mehr nur in Wien, son­dern auch im All­gäu zu Hau­se. Die­sen Ge­gen­satz fin­det sie sehr er­fri­schend. „Hier kann ich ent­span­nen“, sagt sie. Und wenn sie heu­te ih­ren Kol­le­gen zu­schaut, die zum Teil noch nie in der Re­gi­on wa­ren, dann stellt sie fest: „Ih­nen geht es auch so. Die­se Ge­gend, die­se Land­schaft und auch das Le­bens­ge­fühl – das er­det ei­nen und wirkt so­fort be­ru­hi­gend.“

Dass es die Fest­spie­le auch nach sie­ben Jah­ren noch gibt, fin­det Eli­sa­beth Eb­ner aus­ge­spro­chen schön. „Es ist toll, dass der Ver­ein dran­bleibt und die Fest­spie­le im­mer wie­der aufs Neue stemmt.“Für Sie sel­ber ist das Wan­ge­ner Som­mer­thea­ter nie lang­wei­lig, denn sie macht sie nun mit dem drit­ten Re­gis­seur und künst­le­ri­schen Lei­ter mit. „Es wird die­ses Jahr wie­der sehr schön. Ich ha­be ein sehr gu­tes Ge­fühl“, sagt sie.

In die­sem Jahr ist die 41-Jä­hir­ge nicht nur in bei­den Stü­cken zu se­hen. Sie prä­sen­tiert ge­mein­sam mit Schau­spiel­kol­le­gin Chris­ti­ne Ur­spruch, die eben­falls in Wan­gen ihr Zu­hau­se ge­fun­den hat, ei­nen Abend un­ter dem Ti­tel „Frau­en.Le­ben.Lie­be“. „Wir wol­len da­bei ein­fach die Frau­en fei­ern – aber es dür­fen auch Män­ner kom­men“, er­zählt sie und lacht ihr er­fri­schen­des La­chen. Es sei ei­ne gro­ße Freu­de, dass sie zu­sam­men die­sen Abend ge­ben könn­ten, fin­det sie. Denn bei­de Schau­spie­le- rin­nen sind be­freun­det und viel un­ter­wegs, wes­halb ge­mein­sa­me Zeit und noch da­zu ge­mein­sa­me Pro­jek­te sehr sel­ten sind.

FO­TO: CHRIS­TOPH MORLOK

Eli­sa­beth Eb­ner wird im Fa­mi­li­en­stück die Zau­be­rin so­wie die Don­na Leo­na­ta, Guts­be­sit­ze­rin, Wit­we und Mut­ter von He­ro im Abend­stück spielen.

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