Ge­fah­ren und Grenz­wer­te

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - BLICK INS ALLGÄU -

Was ist Ni­trat über­haupt? Ni­trat ist ei­ne Ver­bin­dung aus den Ele­men­ten Stick­stoff und Sau­er­stoff. Es kommt na­tür­li­cher­wei­se im Bo­den vor. Pflan­zen brau­chen den Stick­stoff des Ni­trats zum Auf­bau von Ei­weiß. Für ein bes­se­res Pflan­zen­wachs­tum sorgt die Land­wirt­schaft da­her mit ni­trat­hal­ti­gen Dün­ge­mit­teln. Wie neh­men wir Ni­trat auf? Über den Bo­den, Pflan­zen und das Grund- und Trink­was­ser kommt das Ni­trat in un­se­re Nah­rungs­ket­te. Be­stimm­te Ge­mü­se­sor­ten spei­chern den che­mi­schen Stoff . Vor al­lem Blatt- und Wur­zel­ge­mü­se und ganz be­son­ders Ru­co­la wei­sen ho­he Kon­zen­tra­tio­nen auf. Ist Ni­trat ge­fähr­lich? Von Ni­trat selbst geht nur ei­ne sehr ge­rin­ge Ge­fahr für er­wach­se­ne Men­schen aus. Durch Bak­te­ri­en im Mund­raum oder Ma­gen kann Ni­trat je­doch zu Ni­trit um­ge­wan­delt wer­den. Dies kann bei Säug­lin­gen den Sau­er­stoff­trans­port im Blut ver­hin­dern und ei­ne le­bens­ge­fähr­li­che Blau­sucht her­vor­ru­fen. Au­ßer­dem kön­nen Ni­tra­te in krebs­er­re­gen­de Ni­tro­sa­mi­ne um­ge­wan­delt wer­den. Wie viel Ni­trat neh­men wir zu uns? Der Mensch nimmt mit sei­ner Nah­rung durch­schnitt­lich 90 Mil­li­gramm pro Tag auf, wo­bei der größ­te An­teil des Ni­trats aus Ge­mü­se und Trink­was­ser stammt. Der von der Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on (WHO) als un­be­denk­lich fest­ge­leg­te Grenz­wert liegt zwi­schen 250 und 300 Mil­li­gramm pro Tag.

Qu­el­le: Baye­ri­sches Lan­des­amt für Ge­sund­heit und Le­bens­mit­tel­si­cher­heit

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