NSA-Aus­schuss wirft BND gro­be Ver­stö­ße vor

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

BERLIN (dpa) - Zum Ab­schluss sei­ner dre­ein­halb­jäh­ri­gen Auf­klä­rungs­ar­beit hat der NSA-Un­ter­su­chungs­aus­schuss ekla­tan­te Män­gel beim Bun­des­nach­rich­ten­dienst (BND) an­ge­pran­gert. Über­schat­tet wur­de die Über­ga­be des Ab­schluss­be­richts an Bun­des­tags­prä­si­dent Nor­bert Lam­mert von Streit zwi­schen Ko­ali­ti­on und Op­po­si­ti­on. An­ders als die Re­gie­rungs­frak­tio­nen wer­fen Lin­ke und Grü­ne auch dem Bun­des­kanz­ler­amt als Auf­sichts­be­hör­de für den BND mas­si­ve Ver­feh­lun­gen vor.

„Der Schwer­punkt der Kri­tik, die man an der Pra­xis des Bun­des­nach­rich­ten­diens­tes üben muss, ist der Ein­satz der Se­lek­to­ren“, sag­te der Aus­schuss­vor­sit­zen­de Patrick Sens­burg (CDU) in Berlin. Das sind Such­be­grif­fe wie E-Mail-Adres­sen, Te­le­fon­num­mern oder IP-Adres­sen. Der BND durch­such­te da­mit für die USSpio­na­ge­be­hör­de NSA di­gi­ta­le Da­ten­strö­me, späh­te aber auch aus ei­ge­nem An­trieb be­freun­de­te Staa­ten so­wie Un­ter­neh­men aus. „Da ist ei­ni­ges schief ge­lau­fen“, sag­te Sens­burg.

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