Elek­tro­schrott-Rück­ga­be im Han­del läuft schlep­pend

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - WIRTSCHAFT - DPA/FO­TO: DPA

Seit ei­nem knap­pen Jahr sind vie­le Händ­ler ver­pflich­tet, Elek­tro­schrott zu­rück­zu­neh­men. Doch Ver­brau­cher­schüt­zer, Deut­sche Um­welt­hil­fe und Bran­chen­ver­bän­de zie­hen kri­tisch Bi­lanz. Nach­fra­ge ge­ring, Auf­wand hoch, lau­tet die Kri­tik von Han­dels­ver­tre­tern. Händ­ler in­for­mier­ten zu we­nig, dass Ver­brau­cher bei ih­nen Alt­ge­rä­te los­wer­den kön­nen, mo­nie­ren Ver­brau­cher- wie Um­welt­schüt­zer. Ver­brau­cher dür­fen seit En­de Ju­li 2016 ih­re aus­ge­dien­ten Elek­tro­ge­rä­te beim Händ­ler ab­ge­ben – vor­aus­ge­setzt, das Ge­schäft hat 400 Qua­drat­me­ter Ver­kaufs­flä­che für Elek­tro­ge­rä­te. Bei On­line­händ­lern wird de­ren Ver­sand­und La­ger­flä­che be­rech­net. Nach dem Ge­setz müs­sen Ge­rä­te mit ei­ner Kan­ten­län­ge bis 25 Zen­ti­me­ter oh­ne Kas­sen­be­leg und oh­ne Kauf ei­nes neu­en Ge­räts zu­rück­ge­nom­men wer­den. Grö­ße­re Ge­rä­te dür­fen Kun­den da­ge­gen nur beim Kauf ei­nes neu­en kos­ten­los ab­ge­ben. Ziel des Ge­set­zes ist es, die Sam­mel­quo­te für Elek­tro­schrott zu er­hö­hen – al­so: mehr Wie­der­ver­wer­tung. Seit 1. Ju­ni droht Händ­lern ein Buß­geld von bis zu 100 000 Eu­ro, wenn sie Elek­tro­ge­rä­te nicht zu­rück­neh­men.

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