Ex­per­ten­tipps zum rich­ti­gen Um­gang mit In­ter­net und so­zia­len Me­di­en

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - WANGEN -

Do­zen­tin Ve­ra En­gel­bart hat für die SZ Wan­gen all­ge­mei­ne Tipps für El­tern zu­sam­men­ge­stellt, zum rich­ti­gen Um­gang mit In­ter­net und so­zia­len Me­di­en bei Kin­dern. - Sich um die tech­ni­schen Ein­stel­lun­gen der Ge­rä­te küm­mern: Ju­gend­schutz, Rou­ter-Ein­stel­lun­gen, ei­ge­nes Kin­der­pro­fil, etc. - mit Kin­dern über die The­ma­tik spre­chen, in der Grund­schul­zeit die Ge­rä­te nicht den Kin­dern über­las­sen. - El­tern sol­len Kin­der bei dem The­ma be­glei­ten: Was gibt es für Apps, wel­che Spie­le sind ge­eig­net? Gibt es viel­leicht et­was, was die Kin­der im Netz ängs­tigt? - Al­ters­vor­ga­ben bei Apps ma­chen ei­nen Sinn: „Whats­App“bei­spiels­wei­se ist erst ab 13 Jah­ren, es gibt aber auch Mes­sen­ger-Di­ens­te spe­zi­ell für Kin­der. „An Whats­App kann man se­hen, wie sol­che Me­di­en funk­tio­nie­ren“, sagt Ve­ra En­gel­bart. „Wenn es vie­le nut­zen, muss ich es auch tun. Der Druck auf den Ein­zel­nen steigt hier enorm.“Auf­klä­rung ist hier des­halb auch für Er­zie­hungs­be­rech­tig­te sinn­voll. Häu­fi­ge Fra­gen/The­men bei El­tern­aben­den sind: - Das rich­ti­ge Al­ter für ein Smart­pho­ne: En­gel­bart emp­fiehlt: „Kein ei­ge­nes Ge­rät schon im Grund­schul­al­ter. Ab der 5./6. Klas­se dann ein Smart­pho­ne in ge­schütz­tem Rah­men mit Be­glei­tung.“- Me­di­en­zeit: Hier gibt es für En­gel­bart kein Pa­tent­re­zept. Ei­ne Vor­ga­be für Zeit am Bild­schirm könn­te 1 St­un­de pro Tag sein. Wich­tig: Re­geln fest­le­gen, wie kein Han­dy beim Essen oder bei Haus­auf­ga­ben. Auch das Sen­si­bi­li­sie­ren von äl­te­ren Ge­schwis­tern ge­hört da­zu. - Spie­le: Hier ist ei­ne Zeit­vor­ga­be wich­tig. Vor al­lem Jun­gen spie­len laut En­gel­bart ger­ne mit dem Smart­pho­ne, auch hier sol­len die El­tern sie be­glei­ten und zu­schau­en, um zu se­hen, wie die Kin­der da­mit um­ge­hen.

Die­se In­ter­net-Adres­sen emp­fiehlt Ve­ra En­gel­bart: - www.frag­finn.de: Kin­der­such­ma­schi­ne, die es auch als App und als Han­dy-Brow­ser gibt. - www.mei­ne-start­sei­te.de: Vom Bun­des­fa­mi­li­en­mi­nis­te­ri­um in­iti­ier­te Kin­der-Start­sei­te - www.klick-tipps.de: Die bes­ten 100 Kin­der­sei­ten im In­ter­net, mit Links zu kind­ge­rech­ten Spie­len, App-Tipps für Kin­der, etc.

Ve­ra En­gel­bart, ei­ne von zwei Do­zen­ten des Lan­des­me­di­en­zen­trums Ba­den-Würt­tem­berg im Land­kreis Ra­vens­burg, bie­tet un­ter an­de­rem kos­ten­lo­se Work­shops in Schu­len an. Über das ent­spre­chen­de Pro­gramm „101 Schu­le“kann man sich auch über die Adres­se www.kin­der­me­di­en­land.de in­for­mie­ren und hier auch für ein An­ge­bot be­wer­ben. Den Surf­schein, wie er jetzt in Nie­der­wan­gen an­ge­bo­ten wur­de, gibt es schon seit ei­ni­gen Jah­ren. In­fos dar­über gibt es auf www.in­ter­net-abc.de. Dort kann auch je­der selbst die Mo­du­le aus­pro­bie­ren und die Fra­gen zu die­sem „In­ter­ne­tFüh­rer­schein“be­ant­wor­ten. Leh­rer, Schu­len oder El­tern, die dar­über hin­aus Fra­gen ha­ben, kön­nen sich an die Me­di­en­päd­ago­gi­sche Be­ra­tungs­stel­le des Lan­des wen­den un­ter Te­le­fon 0711/2850-777, per Mail: be­ra­tungs­stel­le@lmz-bw.de oder online: www.lmz.de.

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