Li­te­ra­ri­sches Fo­rum fei­ert 50-jäh­ri­ges

An­läss­lich des Ju­bi­lä­ums wird das Buch „Li­te­ra­tur in Ober­schwa­ben seit 1945“vor­ge­stellt

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - WANGEN -

WAN­GEN (sz) - Das Li­te­ra­ri­sche Fo­rum Ober­schwa­ben fei­ert die­ses Jahr sein 50-jäh­ri­ges Be­ste­hen. Beim Tref­fen am Frei­tag und Sams­tag, 7. und 8. Ju­li, gibt es aus die­sem Grund auch al­te Tex­te aus der An­fangs­zeit zu hö­ren. Bei der Er­öff­nung am Frei­tag, 7. Ju­li, 20 Uhr im We­ber­zunft­haus wer­den Tex­te ge­bo­ten, die bei den ers­ten bei­den Fo­ren im Ja­nu­ar und Mai 1967 vor­ge­le­sen wur­den, dar­un­ter sind Pe­ter Ad­ler, Gi­se­la Beck­mann, Jo­han­ne von Gem­min­gen, Wil­helm Göss­mann, Sy­bil­le Hirth, Hel­mut Ja­e­ger, Jo­sef W. Jan­ker, Sepp Mah­ler, Ma­ria Menz, Ma­ria Mül­ler-Gög­ler, Pau­la Re­u­mont, Mar­tin Wal­ser, An­to­nia Weiß und Chrys­ost­o­mus Zo­del.

Mar­tin Wal­ser: „Pa­tron der ober­schwä­bi­schen Li­te­ra­tur“

Am Sams­tag, 8. Ju­li, 16.30 Uhr, la­den die Ge­sell­schaft Ober­schwa­ben für Ge­schich­te und Kul­tur, die gro­ße Kreis­stadt Wan­gen im All­gäu und der Gmein­der-Ver­lag Meß­kirch zur Vor­stel­lung des Bu­ches „Li­te­ra­tur in Ober­schwa­ben seit 1945“ins We­ber­zunft­haus ein.

Nach der Be­grü­ßung durch Wan­gens Ober­bür­ger­meis­ter Micha­el Lang und Ed­win Ernst We­ber, Ge­schäfts­füh­rer Ge­sell­schaft Ober­schwa­ben, stellt der Fried­richs­ha­fe­ner Li­te­ra­tur­ken­ner Franz Ho­ben das Buch vor. Pe­ter Renz liest „Mar­tin Wal­ser als Pa­tron der ober­schwä­bi­schen Li­te­ra­tur“. Er ist auch der Mei­nung, dass sich aus dem li­te­ra­ri­schen „Brach­land“des 19. Jahr­hun­derts in Ober­schwa­ben nach 1945 ei­ne höchst le­ben­di­ge „Li­te­ra­tur­land­schaft der Kon­tras­te“ent­wi­ckelt hat.

An­ge­regt und ge­för­dert von Mar­tin Wal­ser, dem Groß­schrift­stel­ler von na­tio­na­lem Rang, als selbst­lo­sem und be­geis­te­rungs­fä­hi­gem „Seel­sor­ger“und „Pa­tron“mel­den sich mitt­ler­wei­le in der zwei­ten Ge­ne­ra­ti­on Au­to­rin­nen und Au­to­ren zu Wort, die viel­fach weit über die Re­gi­on hin­aus Be­ach­tung und An­er­ken­nung ge­fun­den ha­ben und fin­den, heißt es von den Ver­an­stal­tern wei­ter.

Auch sei­en, wie­der­um maß­geb­lich an­ge­sto­ßen von Mar­tin Wal­ser, In­sti­tu­tio­nen der Li­te­ra­tur­för­de­rung ent­stan­den, die wie das Li­te­ra­ri­sche Fo­rum Ober­schwa­ben, Das Co­ver des Ban­des „Li­te­ra­tur in Ober­schwa­ben seit 1945“. die Meers­bur­ger Au­to­ren­run­de oder die Stif­tung Li­te­ra­tur­ar­chiv Ober­schwa­ben (neu­er­dings Li­te­ra­tur­stif­tung Ober­schwa­ben) zu wich­ti­gen Kris­tal­li­sa­ti­ons­zen­tren des li­te­ra­ri­schen Aus­tauschs so­wie der Ta­l­ent­su­che ge­wor­den sind.

„Be­mer­kens­wert li­te­ra­ri­scher Auf­bruch ei­ner Re­gi­on“

Her­vor­ge­gan­gen aus ei­ner Ta­gung spü­ren neun aus­ge­wie­se­ne Ken­ner der Li­te­ra­tur­land­schaft Ober­schwa­ben den Vor­aus­set­zun­gen, Prot­ago­nis­ten und spe­zi­fi­schen In­hal­ten die­ses „be­mer­kens­wer­ten li­te­ra­ri­schen Auf­bruchs ei­ner länd­li­chen Re­gi­on“nach und er­kun­den das Bild, das die Li­te­ra­ten von ih­rer ober­schwä­bi­schen Hei­mat zeich­nen.

Das 304 Sei­ten um­fas­sen­de und mit 71 Ab­bil­dun­gen aus­ge­stat­te­te Buch bie­tet ei­nen Über­blick über die be­mer­kens­wer­te Ent­wick­lung Ober­schwa­bens zu ei­ner höchst le­ben­di­gen und viel­fäl­ti­gen Li­te­ra­tur­land­schaft von 1945 bis zur Ge­gen­wart, heißt es in der An­kün­di­gung wei­ter.

Nach der Buch­vor­stel­lung wird Ver­le­ger Ar­min Gmei­ner, In­ha­ber des Meß­kir­cher Gmei­ner-Ver­lags, bei dem der Band er­schie­nen ist, dann die ers­ten Bü­cher an die Au­to­ren über­rei­chen. Die Buch­vor­stel­lung wird von ei­nem En­sem­ble der Ju­gend­mu­sik­schu­le Würt­tem­ber­gi­sches All­gäu mu­si­ka­lisch be­glei­tet. Bei ei­nem an­schlie­ßen­den Steh­emp­fang, zu dem die Stadt Wan­gen ein­lädt, ist die neue Ver­öf­fent­li­chung an ei­nem Bü­cher­tisch für 22 Eu­ro er­hält­lich und wird von den an­we­sen­den Au­to­ren auf Wunsch auch si­gniert.

FO­TO: HAUS DER GE­SCHICH­TE BA­DEN-WÜRT­TEM­BERG, NACH­LASS RU­PERT LE­SER

Li­te­ra­ten-Tref­fen in Jan­kers Gar­ten in Kappel in den 1970er Jah­ren mit (von links): Wal­ter Münch, Pe­ter Renz, Jo­sef W. Jan­ker, Mar­tin Wal­ser, Katharina Ad­ler und Gi­se­la Linder.

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