Ita­li­ens For­de­run­gen an die Ret­tungs­schif­fe:

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

Ab­so­lu­tes Ver­bot für NGOs, in li­by­sche Ge­wäs­ser ein­zu­fah­ren – au­ßer bei „Ge­fahr im Ver­zug für mensch­li­ches Le­ben auf See“.

Trans­pon­der zur Or­tung der Ret­tungs­schif­fe dür­fen nicht ab­ge­schal­tet wer­den.

Nicht er­laubt sind Te­le­fon­ge­sprä­che oder die Aus­sen­dung von Licht­si­gna­len, die ei­ne Abrei­se von Boo­ten mit Flücht­lin­gen von der li­by­schen Küs­te er­leich­tern.

Au­ßer in Not­si­tua­tio­nen dür­fen kei­ne ge­ret­te­ten Flücht­lin­ge an an­de­re Boo­te über­ge­ben wer­den.

Such- und Ret­tungs­ak­tio­nen der li­by­schen Küs­ten­wa­che dür­fen nicht be­hin­dert wer­den.

Ver­tre­ter der Po­li­zei, die Er­mitt­lun­gen im Zu­sam­men­hang mit Schleu­ser­netz­wer­ken füh­ren, müs­sen an Bord ge­las­sen wer­den.

Die Fi­nan­zie­rung der See­notret­tung muss of­fen­ge­legt wer­den.

Die See­notret­tungs­zen­tren der Staa­ten, un­ter de­ren Flag­ge die NGO-Schif­fe fah­ren, müs­sen über Ein­sät­ze in­for­miert wer­den, da­mit die­se „die Ver­ant­wor­tung für Zwe­cke der Mee­res­si­cher­heit über­neh­men kön­nen“.

Ei­ne Be­schei­ni­gung muss vor­lie­gen, wel­che „die tech­ni­sche Eig­nung für Ret­tungs­ak­ti­vi­tä­ten“be­legt – wie sie auch nor­ma­le ita­lie­ni­sche und Han­dels­schif­fe be­nö­ti­gen. Zu­dem auch Zer­ti­fi­ka­te des Flag­gen­staa­tes, die über die nach 2001 ein­ge­führ­ten Re­geln zur Ge­fah­ren­ab­wehr auf See und in Hä­fen hin­aus­ge­hen.

Zu­si­che­rung der Zu­sam­men­ar­beit mit staat­li­chen Si­cher­heits­be­hör­den bei der An­lan­dung von Mi­gran­ten. Die NGOSchif­fe müs­sen den Be­hör­den „min­des­tens zwei St­un­den vor Er­rei­chen des Ha­fens“nach ei­ner Ret­tungs­ak­ti­on üb­li­che Do­ku­men­te über­mit­teln.

Über­mitt­lung al­ler In­for­ma­tio­nen, die für Er­mitt­lun­gen der ita­lie­ni­schen Po­li­zei wich­tig sein könn­ten, so­wie die Über­ga­be „jeg­li­chen Ob­jek­tes, das Nach­weis oder Be­weis ei­ner il­le­ga­len Hand­lung sein könn­te“. (AFP)

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