Be­las­te­ter As­phalt auf den Bun­des­fern­stra­ßen

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - GEMEINDEN -

Bis in die 1980er-Jah­re wur­den in West­deutsch­land und bis 1990 in Ost­deutsch­land teil­wei­se krebs­er­re­gen­de teer- oder pech­hal­ti­ge Bin­de­mit­tel bei Stra­ßen­er­neue­run­gen ver­wen­det. In ei­ner Pres­se­mit­tei­lung des Bun­des­rech­nungs­ho­fes aus dem Jahr 2014 (aber im­mer noch ak­tu­ell) wird dies von der Be­hör­de als we­der öko­lo­gisch noch wirt­schaft­lich ein­ge­schätzt. Des­we­gen regt der Bun­des­rech­nungs­hof an, die krebs­er­re­gen­den Sub­stan­zen na­he­zu rück­stands­frei zu ver­bren­nen. Das Pro­blem bei der Wie­der­ver­wer­tung ist, dass be­las­te­tes Alt­ma­te­ri­al un­be­las­te­ten, aber nicht schad­stoff­frei­en, bit­u­mi­nö­sen As­phalt ver­un­rei­nigt. Dies füh­re zu künf­ti­gen fi­nan­zi­el­len Be­las­tun­gen des Bun­des, weil der Bund für die spä­te­re Wie­der­auf­be­rei­tung oder Ent­sor­gung zu­stän­dig sei. „Der Bun­des­rech­nungs­hof hält es da­her für sach­ge­recht, dass das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Ver­kehr und di­gi­ta­le In­fra­struk­tur künf­tig auf die Wie­der­ver­wer­tung des krebs­er­re­gen­den Ab­falls ver­zich­ten will.“Zum 1. Ja­nu­ar 2018 wird es zu ei­ner Än- de­rung im Stra­ßen­bau kom­men, so­dass künf­tig kein be­las­te­ter Alt-As­phalt ein­ge­baut wer­den darf. Dies be­trifft al­ler­dings le­dig­lich die Bun­des­fern­stra­ßen. Das geht aus ei­nem Pa­pier der Lan­des­an­stalt für Um­welt, Mes­sun­gen und Na­tur­schutz Ba­den-Würt­tem­berg her­vor. Laut Um­welt­netz­werk Ham­burg ste­hen le­dig­lich ein Drit­tel der deut­schen Stra­ßen in der Ver­wal­tung des Bun­des. Die Nie­der­lan­de ha­ben 2001 die Ver­wen­dung von PAK-hal­ti­gem Ma­te­ri­al ver­bo­ten. (ric)

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