Fi­nanz­mi­nis­te­rin kippt Be­schluss für Nor­men­kon­troll­rat

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - WIR IM SÜDEN -

STUTT­GART (kab) - An­ders als ge­plant wird der ba­den-würt­tem­ber­gi­sche Nor­men­kon­troll­rat am Di­ens­tag nicht ins Le­ben ge­ru­fen. Dann soll­te das sechs­köp­fi­ge Gre­mi­um in der Ka­bi­netts­sit­zung per Mi­nis­ter­rats­be­schluss ge­schaf­fen wer­den. Fi­nanz­mi­nis­te­rin Edith Sitz­mann (Grü­ne) hat we­gen der Kos­ten von knapp ei­ner Mil­li­on Eu­ro ihr Ve­to ein­ge­legt. Sie wol­le vor Ver­ab­schie­dung des Dop­pel­haus­halts 2018/2019 kei­ne Pro­jek­te mehr be­wil­li­gen, die Kos­ten ver­ur­sa­chen, so die Be­grün­dung.

Ein Spre­cher des Staats­mi­nis­te­ri­ums er­klärt auf An­fra­ge der „Schwä­bi­schen Zei­tung“, Sitz­mann ha­be noch ei­ni­ge Fra­gen zur er­for­der­li­chen Zu­ar­beit des Sta­tis­ti­schen Lan­des­amts. „Wir ge­hen da­von aus, dass ei­ne Be­fas­sung durch das Ka­bi­nett noch vor der Som­mer­pau­se statt­fin­den wird“, so der Spre­cher. Dem wi­der­spricht Sitz­manns Spre­cher.

Der Nor­men­kon­troll­rat soll Ge­set­ze und sons­ti­ge Re­ge­lun­gen des Lan­des auf sei­ne Kos­ten für die Wirt­schaft, Ver­wal­tung und Bür­ger prü­fen, wie es be­reits der na­tio­na­le Nor­men­kon­troll­rat für Bun­des­ge­set­ze tut. Im Süd­wes­ten soll auf Wunsch der Grü­nen zu­dem ein Nach­hal­tig­keit­scheck in Be­zug auf öko­lo­gi­sche und so­zia­le Fol­gen der Ge­set­ze prü­fen.

FO­TO: RASE

Edith Sitz­mann

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