Mag­da­le­na möch­te Deut­sche Wein­kö­ni­gin wer­den

Als Ba­di­sche Wein­kö­ni­gin gab’s ein Sel­fie mit der Bun­des­kanz­le­rin

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - REGION - Von An­dy Hein­rich

KRESSBRONN - Vor et­was über ei­nem Jahr ist die da­mals 22-jäh­ri­ge Meers­bur­ge­rin Mag­da­le­na Ma­lin zur Ba­di­schen Wein­kö­ni­gin ge­wählt wor­den. Im Ge­spräch mit der „Schwä­bi­schen Zei­tung“blickt die sym­pa­thi­sche Wein­bau­stu­den­tin auf ei­ne span­nen­de und lehr­rei­che Zeit zu­rück. „Ich kann nur je­dem emp­feh­len, sich für solch ei­nen Wett­be­werb zu be­wer­ben. Ich ha­be so viel für das Le­ben ge­lernt“, sagt die selbst­be­wuss­te jun­ge Frau, die nun Deut­sche Wein­kö­ni­gin wer­den möch­te.

Mag­de­la­na Ma­lin ist jung, hübsch, in­tel­li­gent, vor al­lem aber ist sie au­then­tisch. Nach ih­rer Wahl zur ba­di­schen Wein­kö­ni­gin im Ju­ni 2016 hat die Ho­heit ih­re Kro­ne vor we­ni­gen Ta­gen nach ei­nem auf­re­gen­den und er­leb­nis­rei­chen Jahr zwar wie­der ab­ge­ben müs­sen, vie­les aber hat sich für die Bot­schaf­te­rin des ba­di­schen Wei­nes ver­än­dert: „Über 200 Ter­mi­ne im Jahr müs­sen erst ein­mal ko­or­di­niert und or­ga­ni­siert wer­den, ich reis­te rund 32 000 Ki­lo­me­ter, manch­mal be­such­te ich am Tag drei ver­schie­de­ne Ver­an­stal­tun­gen“, er­in­nert sich Ma­lin, die wäh­rend ih­res Stu­di­ums bei der Wein­kel­le­rei St­ein­hau­ser in Kressbronn ar­bei­tet und dort nach ih­rem Ba­che­lor-Ab­schluss voll ein­stei­gen wird. Der Ti­tel ha­be ihr nicht nur Amt und Wür­den ge­ge­ben.

Viel ha­be die jun­ge Frau wäh­rend ih­rer Amts­zeit ge­lernt. Sie ha­be ih­re Per­sön­lich­keit ent­wi­ckelt, an Selbst­be­wusst­sein und Spon­ta­nei­tät ge­won­nen, Füh­rungs­rol­len zum Bei­spiel bei Wein­pro­ben oder Mes­sen im In- und Aus­land über­nom­men, vie­le Men­schen ken­nen­ler­nen und Rei­sen dür­fen. Ein Er­leb­nis wird sie al­ler­dings so schnell nicht ver­ges­sen: „Mein Tref­fen mit der Bun­des­kanz­le­rin An­ge­li­ka Mer­kel im Rah­men der Stall­wäch­ter­par­ty in Ber­lin war si­cher ei­ner der gro­ßen Hö­he­punk­te. Ich muss­te über ei­ne hal­be St­un­de mit dem Si­cher­heits­be­am­ten re­den, war­ten und wie­der fra­gen, bis ich schließ­lich ein Sel­fie mit der Kanz­le­rin er­hielt. Si­cher­lich ging ich oft an mei­ne Gren­zen, un­ter dem Strich war mei­ne Amts­zeit aber ein gu­ter, ein her­vor­ra­gen­der Er­trag, auch, weil mei­ne bei­den Prin­zes­sin­nen so lieb und kol­le­gi­al wa­ren“, ver­si­chert die Wein­ex­per­tin, die be­reits von Kind auf fa­mi­li­är mit dem gött­li­chen Re­ben­saft ver­traut ist.

„Wir al­le sind so stolz“

Dank­bar sei sie ne­ben ih­rer Fa­mi­lie vor al­lem Mar­tin St­ein­hau­ser. Er ha­be ihr viel Ver­trau­en und Frei­hei­ten ne­ben und wäh­rend der Ar­beit ge­schenkt. Dass er ihr nach ih­rem Stu­di­um ei­nen tol­len Job an­ge­bo­ten ha­be, freue sie be­son­ders. Nun al­so soll es der gan­ze gro­ße Wurf wer­den und nicht nur der Un­ter­neh­mer und das ge­sam­te St­ein­hau­ser-Team drü­cken ih­rer Mag­da­le­na die Dau­men: „Wir al­le sind so stolz auf un­se­re Wein­kö­ni­gin. Durch ihr Wis­sen, ihr Auf­tre­ten und ihr char­man­tes We­sen hat sie uns al­le ver­zau­bert. Wir wün­schen ihr bei der Wahl zur Deut­schen Wein­kö­ni­gin al­les Gu­te“, freut sich Mar­tin St­ein­hau­ser.

Ins­ge­samt tre­ten aus den 13 Wein­bau­ge­bie­ten Deutsch­lands die je­wei­li­gen Ver­tre­ter am 29. und 30. Sep­tem­ber in Neu­stadt an der Wein­stra­ße zur Wahl ge­gen­ein­an­der an. Ob sie sich Chan­cen aus­rech­net? „Es wird nicht ein­fach wer­den. Al­le Be­wer­be­rin­nen sind für sich ei­ne Klas­se, wir müs­sen noch mehr über Wei­ne wis­sen, nicht nur deutsch­land-, son­dern welt­weit. Ich er­war­te ei­ne auf­re­gen­de und span­nen­de Ver­an­stal­tung.“Na­tür­lich zäh­le ne­ben dem Wett­be­werb auch der olym­pi­sche Ge­dan­ke, wenn­gleich: „Wis­sen Sie, wer so weit ge­kom­men ist, möch­te na­tür­lich auch das ganz gro­ße Ziel er­rei­chen und dem Gan­zen die gro­ße Kro­ne auf­set­zen“.

FO­TO: AH

Die ba­di­sche Wein­kö­ni­gin 2016/2017, Mag­da­le­na Ma­lin, freut sich auch nach ih­rer Amts­zeit auf vie­le span­nen­de Auf­ga­ben.

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