„Et­was Bes­se­res hät­te mir nicht pas­sie­ren kön­nen“

Fest­spiel-Por­träts – Heu­te: Mo­na Bu­mil­ler

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - WANGEN -

WAN­GEN (sz) - Die Fest­spie­le Wan­gen zei­gen im Som­mer „Viel Lärm um nichts“von Wil­li­am Sha­ke­speare und „Der ge­stie­fel­te Ka­ter“nach Mo­ti­ven aus dem Volks­mär­chen der Brü­der Grimm. Die SZ stellt in lo­ser Fol­ge die Ak­teu­re vor. Heu­te: Mo­na Bu­mil­ler. Sie spielt im Fa­mi­li­en­stück ei­ne Die­ne­rin.

Mo­na Bu­mil­ler ken­nen thea­ter­be­geis­ter­te Wan­ge­ner aus ver­schie­de­nen Pro­duk­tio­nen von Drei­zehn­ters Thea­ter­kis­te oder der „Ham­mer­wen­de“, die im Ju­bi­lä­ums­jahr zur erst­ma­li­gen Er­wäh­nung Wan­gens vor 1200 Jah­ren 2015 auf dem Post­platz auf­ge­führt wur­de. Und auch bei den Fest­spie­len stand sie schon mehr­mals auf der Büh­ne. Die 23-Jäh­ri­ge hat­te lan­ge den Wunsch, die Schau­spie­le­rei zum Be­ruf zu ma­chen. Doch nach der Mitt­le­ren Rei­fe tra­ten ih­re El­tern erst ein­mal auf die Brem­se und er­mu­tig­ten die Toch­ter, doch erst ein­mal ei­ne Grund­la­ge mit ei­nem Lehr­be­ruf zu le­gen. So mach­te sie ei­ne Leh­re als Ein­zel­han­dels­kauf­frau. Doch die Büh­ne schlug sie sich da­bei nicht aus dem Kopf.

Lei­den­schaft fürs Thea­ter

Wäh­rend des Be­rufs­kollgs 1 be­gann sie, an Schau­spiel­schu­len vor­zu­spre­chen. Ei­gent­lich hat­te sie den Fuß schon in der Tür, doch dann er­fuhr sie mehr über den Be­ruf und die Le­bens­um­stän­de, die er mit sich bringt. „Das heißt eben, dass man viel un­ter­wegs ist“, sagt Mo­na Bu­mil­ler. „Ich ha­be er­kannt, dass ich ein hei­mat­be­zo­ge­ner Mensch bin und dass ich et­was an­de­res ma­chen muss.“

So ent­schied sie sich, das Fach­ab­itur nach­zu­ho­len und dann auf Lehr­amt zu stu­die­ren. „Da kann ich Kin­dern dann auch die Lei­den­schaft fürs Thea­ter ver­mit­teln“, sagt sie. Im Herbst be­ginnt das Stu­di­um.

Auch bei Mo­na Bu­mil­ler wur­de die Lei­den­schaft in der Schu­le ge­weckt. Als die Praß­berg­schu­le ihr 50-Jahr-Ju­bi­lä­um fei­er­te, spiel­te sie ei­ne „Ho­sen­rol­le“: ei­nen 14-jäh­ri­gen re­bel­li­schen Jun­gen. Über die Ham­mer­wen­de sagt sie: „Et­was Bes­se­res hät­te mir nicht pas­sie­ren kön­nen.“Sie spiel­te ei­ne der Haupt­rol­len und muss­te sich da­für mit dem Mit­tel­al­ter und sei­nem Le­bens­ge­fühl be­fas­sen.

Der Un­ter­schied von der Ar­beit im Lai­en­spiel zur Zu­sam­men­ar­beit mit den Pro­fis liegt für sie da­rin, dass sie sich noch viel mehr ab­schau­en kann. „Man kann von ih­nen ein­fach so viel ler­nen! Ih­re Lei­den­schaft be­ein­druckt mich sehr!“, sagt sie.

FO­TO: CHRIS­TOPH MORLOK

Mo­na Bu­mil­ler spielt bei den Wan­ge­ner Fest­spie­len im Fa­mi­li­en­stück ei­ne Die­ne­rin.

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