Für die Käs­kü­che Isny ha­gelt es Prei­se

Im Fo­kus des lan­des­wei­ten Wett­be­werbs: Kul­tur­land­schaft, Tier­wohl und Pro­dukt

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - REGION - Von Wal­ter Schmid

ISNY (ws) - Die Käs­kü­che Isny kann ei­nen wei­te­ren Preis ihr Ei­gen nen­nen. Sie war beim „Lan­des­wett­be­werb Milch“er­folg­reich.

Das Mi­nis­te­ri­um für länd­li­chen Raum und Ver­brau­cher­schutz Ba­den-Würt­tem­berg hat­te den „Lan­des­wett­be­werb Milch“En­de 2016 aus­ge­schrie­ben.

Eve­lyn Wild, Ge­schäfts­füh­re­rin der Käs­kü­che Isny, nahm dar­an zu­sam­men mit der Milch lie­fern­den Bäue­rin Sandra Prinz aus Beu­ren teil. Beim Tag der Land­wirt­schaft auf der Süd­west­mes­se wur­de die Käs­kü­che Isny zu­sam­men mit elf wei­te­ren Ge­win­nern von Mi­nis­ter Pe­ter Hauk mit ei­nem Preis­geld von 500 Eu­ro aus­ge­zeich­net. „Es ist uns ein Kern­an­lie­gen, die Wett­be­werbs­fä­hig­keit der Land- und Er­näh­rungs­wirt­schaft, re­gio­na­le Wert­schöp­fungs­ket­ten im Land und die Ver­mark­tung re­gio­na­ler Le­bens­mit­tel zu stär­ken“, sag­te der Mi­nis­ter bei der Preis­ver­lei­hung. Es gel­te, die Ver­brau­cher zu sen­si­bi­li­sie­ren, den Mehr­wert re­gio­na­ler Le­bens­mit­tel her­aus­zu­stel­len, genau­so die Viel­falt in der Na­tur zu schüt­zen und die öko­lo­gi­sche Ver­ant­wor­tung für un­se­re Kul­tur­land­schaft wach­zu­hal­ten.

Was man mit Milch ver­bin­det

Die Vor­ga­ben für die Teil­nah­me wa­ren weit ge­fasst. Al­les, was die Men­schen mit der hei­mi­schen Milch ver­bin­det, wur­de von der Ju­ry be­wer­tet: Viel­falt und Qua­li­tät, Di­rekt­ver­mark­tung, Mol­ke­rei­en, Tou­ris­mus, Ver­brau­cher, Tier- und Na­tur­schutz, Kunst und Kul­tur.

Eve­lyn Wild er­zählt, was ih­nen be­son­ders am Her­zen liegt, und das hät­ten sie ein­fach auf­ge­lis­tet und ein­ge­reicht: „Un­se­re sie­ben Milch lie­fern­den Bau­ern sind kon­trol­lier­te Bio-He­u­milch-Bau­ern, die oh­ne Kraft­fut­ter ih­re Kü­he ver­sor­gen. Wir schrei­ben vor, dass pro Hekt­ar Land nur ei­ne Kuh ge­hal­ten wer­den darf – das ist ein Bei­trag zur Ge­wäs­ser­rein­hal­tung und zur Ar­ten­viel­falt, denn die meis­ten Kräu­ter und Grä­ser ster­ben aus we­gen Über­dün­gung. Un­se­re Bau­ern hal­ten min­des­tens zehn Pro­zent ih­rer Flä­che un­be­wirt­schaf­tet frei für Streu­obst­be­rei­che und He­cken. Sie bie­ten da­durch für an­de­re Tie­re und Wild­pflan­zen den nö­ti­gen Le­bens­raum.“

Auch das Tier­wohl und na­tür­lich die Milch­qua­li­tät sind Wild wich­tig: „Al­le Kü­he sind vom Früh­jahr bis in den Spät­herbst drau­ßen. Un­se­re Bau­ern ach­ten auf ho­möo­pa­thi­sche Be­hand­lung der Tie­re und stel­len voll­ends um auf Hör­ner tra­gen­de Milch­kü­he. Das En­d­er­geb­nis aus un­se­rer Bio-Sen­ne­rei ist ein ehr­li­ches, ge­sun­des und schmack­haf­tes Le­bens­mit­tel.“

In der Kä­se­rei, ein­schließ­lich Rei­fe­kel­ler, und in der Ver­mark­tung müss­te bei al­len Mit­ar­bei­tern al­les zu­sam­men­pas­sen: Fach­kennt­nis, Pünkt­lich­keit, Fleiß, Hy­gie­ne. „Im Üb­ri­gen geht’s uns wie al­len Hand­werks­be­trie­ben. Gu­te Leu­te zu fin­den ist gar nicht so ein­fach.“Über al­les lobt sie ih­ren Schwarz­afri­ka­ner aus Ni­ge­ria in der Kä­se­her­stel­lung: „So et­was von Lern­be­reit­schaft, Fleiß, Sau­ber­keit und Ver­läss­lich­keit – er ist ein be­son­de­res Geschenk für un­se­ren Hand­werks­be­trieb.“

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