All­gäu­er Tur­ner mit Auf­takt zu­frie­den

Punkt­ge­winn lässt auf Klas­sen­er­halt in der Drit­ten Bun­des­li­ga hof­fen

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - REGIONALSPORT -

WAN­GEN/EISENHARZ (sz) - Nach den ers­ten bei­den Sai­son­wett­kämp­fen in der Drit­ten Bun­des­li­ga zieht die Turn­ge­mein­schaft (TG) Wan­gen/Eisenharz vor der Som­mer­pau­se ein po­si­ti­ves Zwi­schen­fa­zit. Das geht aus ei­nem Ver­eins­be­richt her­vor.

In den bei­den ers­ten Sai­son­wett­kämp­fen prä­sen­tier­ten sich die Tur­ner in ei­ner bes­se­ren Form als im Vor­feld ge­dacht und hol­ten völ­lig über­ra­schend beim Zweit­li­ga­ab­stei­ger so­gar ei­nen Punkt. Die vol­le Kon­zen­tra­ti­on gilt jetzt den ent­schei­den­den Wett­kämp­fen im Ok­to­ber.

Erst­mals fan­den zwei Wett­kämp­fe der Li­ga be­reits im Ju­ni statt. Die­se Ent­schei­dung der Deut­schen Turn­li­ga stieß bei den meis­ten Mann­schaf­ten und Tur­nern auf Un­ver­ständ­nis. Da­mit soll­te ins­be­son­de­re den aus­län­di­schen Gast­tur­nern, die im Herbst bei den Welt­meis­ter­schaf­ten star­ten, die Mög­lich­keit ge­ge­ben wer­den, an al­len Bun­des­li­ga­wett­kämp­fen teil­neh­men zu kön­nen.

Um­strit­te­ne Ent­schei­dung

Die ho­hen Feh­ler­quo­ten bei fast al­len Wett­kämp­fen, die auf feh­len­de Vor­be­rei­tung und für Tur­ner un­ge­wohnt ho­he Tem­pe­ra­tu­ren zu­rück­zu­füh­ren sind, las­sen laut TG zu­min­dest aus sport­li­cher Sicht stark dar­an zwei­feln, dass die Ent­schei­dung der Deut­schen Turn­li­ga tat­säch­lich die rich­ti­ge war. Es war ei­ni­gen der Tur­ner schon an­zu­mer­ken, dass die Vor­be­rei­tungs­zeit zu kurz war und dass sich ei­ni­ge Tur­ner für die Wett­kämp­fe im Ju­ni nicht rich­tig vor­be­rei­tet hat­ten.

Die ge­rin­ge Vor­be­rei­tungs­zeit stell­te auch die Tur­ner der TG Wan­gen/Eisenharz vor ge­wis­se Pro­ble­me. Die an­ge­schla­ge­nen Rou­ti­niers Mat­thi­as Rei­ser, Si­mon Stro­bel und Ste­fan We­ber ver­zich­te­ten von vorn­her­ein auf die bei­den Wett­kämp­fe im Ju­ni, doch zu­min­dest Rei­ser und Stro­bel wol­len im Herbst nach Ge­ne­sung die Mann­schaft wie­der un­ter­stüt­zen. Ob Ste­fan We­ber im Herbst an die Ge­rä­te geht, ist un­wahr­schein­lich, da er we­gen Haus­baus ver­mut­lich nicht ge­nug trai­nie­ren kann.

Von den jun­gen Sport­lern konn­ten in Eli­as Ruf, Fe­lix Kim­mer­le und Finn Ruch­ti drei wich­ti­ge Tur­ner in den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten we­gen Abitur­klau­su­ren auch nicht das ge­sam­te Trai­nings­pro­gramm be­strei­ten. Ih­nen war an­zu­mer­ken, dass sie noch nicht ganz die Form des Vor­jah­res hat­ten.

Trotz der schwie­ri­gen und ver­hält­nis­mä­ßig kur­zen Vor­be­rei­tungs­zeit zeig­ten die All­gäu­er in den bei­den Wett­kämp­fen po­si­ti­ve An­sät­ze und auch den ei­nen oder an­de­ren neu­en Teil. So wur­den bei­spiels­wei­se erst­mals Dop­pel­sal­ti vor­wärts und rück­wärts am Bo­den, Hand­stand­ab­gän­ge am Pau­schen­pferd oder Schrau­ben am Sprung ge­zeigt. Bis zum Herbst sol­len die­se Tei­le sta­bi­li­siert wer­den, und vi­el­leicht packt der ei­ne oder an­de­re noch neue Tei­le in sei­ne Übun­gen.

Nach der kla­ren und er­war­te­ten Nie­der­la­ge ge­gen die TG Ha­nau­er­land sorg­te die TG Wan­gen/Eisenharz mit dem Un­ent­schie­den beim Zweit­li­ga-Ab­stei­ger aus Gröt­zin­gen für ei­ne gro­ße Über­ra­schung. Da­durch „über­som­mert“die TG nun auf Ta­bel­len­platz sechs und hat ei­nen Punkt Vor­sprung auf die noch sieg­lo­sen Teams aus Mün­chen und Backnang. Nimmt man die bis­he­ri­gen Er­geb­nis­se als Maß­stab, sind Mün­chen, Backnang und Gröt­zin­gen die här­tes­ten Kon­kur­ren­ten im Ab­stiegs­kampf.

Ins­be­son­de­re die mann­schaft­li­che Ge­schlos­sen­heit und die Brei­te des Ka­ders las­sen für den Herbst hof­fen. Wei­ter geht es am 18. Ok­to­ber in Wan­gen ge­gen den USC Mün­chen.

FO­TO: TGW/E

Dank des Re­mis’ in Gröt­zin­gen hat die TG Wan­gen/Eisenharz Grund zum Ju­beln.

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