Scholz ent­schul­digt sich

Ham­burgs Bür­ger­meis­ter will aber im Amt blei­ben

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - ERSTE SEITE -

HAM­BURG (sal) - Ham­burgs Bür­ger­meis­ter Olaf Scholz hat sich in ei­ner Re­gie­rungs­er­klä­rung vor dem Ham­bur­ger Se­nat für das Cha­os rund um den G20-Gip­fel in Ham­burg ent­schul­digt. Die Be­mü­hun­gen, den Gip­fel zu schüt­zen, hät­ten nicht aus­ge­reicht. Die Ge­walt ha­be „ei­ne kaum be­kann­te Di­men­si­on an­ge­nom­men“, sag­te Scholz. Er sei froh, dass nie­mand ums Le­ben kam. Die Ver­ant­wor­tung für das Cha­os lä­ge aber bei den Ge­walt­tä­tern, für die er har­te Stra­fen for­der­te. Die CDU im Ham­bur­ger Se­nat hält Scholz’ Rück­tritt den­noch für nö­tig. Er ha­be den Bür­gern vor dem Gip­fel Si­cher­heit ver­spro­chen und jetzt als Han­se­at die Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men, er­klär­te der CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de An­dré Tre­poll. Scholz lehn­te ei­nen Rück­tritt er­neut ab.

Vi­ze­kanz­ler Sig­mar Ga­b­ri­el (SPD) hat­te zu­vor die Ham­bur­ger CDU we­gen der Rück­tritts­for­de­rung scharf at­ta­ckiert. Dann kön­ne sie auch den Rück­tritt Mer­kels for­dern, die die­sen Gip­fel nach Ham­burg ge­holt ha­be, um sich zu in­sze­nie­ren, so der Au­ßen­mi­nis­ter.

FO­TO: DPA

Ham­burgs Ers­ter Bür­ger­meis­ter Olaf Scholz (SPD) for­dert har­te Stra­fen für die G20-Ge­walt­tä­ter.

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