Die wich­tigs­te Res­sour­ce

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND - Von Ul­rich Men­de­lin u.men­de­lin@schwa­ebi­sche.de

Die Zahl der Schü­ler steigt: Das ist ja erst ein­mal ei­ne gu­te Nach­richt in ei­nem Land, in dem viel über ei­ne dro­hen­de Übe­r­al­te­rung ge­spro­chen wird. Nach wie vor ist Bil­dung die wich­tigs­te Res­sour­ce, die Deutsch­land zu bie­ten hat. In die­se Kern­auf­ga­be des Staa­tes muss kräf­tig in­ves­tiert wer­den, oh­ne Fra­ge. Die­se In­ves­ti­tio­nen sind, ne­ben­bei, auch im Sin­ne der In­te­gra­ti­on von Zu­wan­de­rern gut an­ge­leg­tes Geld.

Noch im Haus­halt 2017 sind in Ba­den-Würt­tem­berg meh­re­re Hun­dert Leh­rer­stel­len weg­ge­fal­len. Mitt­ler­wei­le scheint sich die Ein­sicht durch­zu­set­zen, dass das ein Irr­weg war. Ge­ra­de in ei­ner Zeit, in der den Leh­rern im­mer neue Auf­ga­ben auf­ge­bür­det wer­den. Der ar­beits­in­ten­si­ve ge­mein­sa­me Un­ter­richt von be­hin­der­ten und nicht be­hin­der­ten Kin­dern ist nur ein Bei­spiel.

Al­ler­dings ist es zwei­fel­haft, wel­chen Aus­sa­ge­wert ei­ne Pro­gno­se hat, die heu­te für das Jahr 2025 oder 2030 ge­trof­fen wird. Dass man ak­tu­el­le Trends nicht ein­fach in die Zukunft ver­län­gern kann, hat die Kluft zwi­schen den al­ten und den neu­en Pro­gno­sen ja ein­drück­lich be­wie­sen. Wenn die Stu­die da­zu dient, die Dis­kus­si­on um die Zukunft des Bil­dungs­sys­tems vor­an­zu­brin­gen, hat sie sich aber schon ge­lohnt.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.