Neue An­ti­kör­per-Me­di­ka­men­te könn­ten bei star­ken All­er­gi­en hel­fen

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - VERBRAUCHER -

STUTTGART (AFP) - Neue An­ti­kör­per-Prä­pa­ra­te könn­ten in Zu­kunft auch Men­schen mit star­ken All­er­gi­en hel­fen. Ne­ben der Vor­beu­gung von all­er­gi­schen Schocks, Nah­rungs­mit­tel­all­er­gi­en, In­sek­ten­gift­all­er­gi­en und Neu­ro­der­mi­tis könn­ten sie auch bei schwe­ren Fäl­len von Heu­schnup­fen oder chro­ni­schen Na­sen­ne­ben­höh­len­ent­zün­dun­gen an­ge­wen­det wer­den, wie die Deut­sche Ge­sell­schaft für Hals-Na­sen-Oh­ren-Heil­kun­de, Kopf- und Hals-Chir­ur­gie am Don­ners­tag in Stuttgart mit­teil­te.

An­ti­kör­per, die we­gen ih­rer der na­tür­li­chen Bio­lo­gie ver­gleich­ba­ren Wirk­wei­se auch als Bio­phar­ma­zeu­ti­ka oder Bio­lo­gi­ka be­zeich­net wer­den, wer­den be­reits bei an­de­ren ent­zünd­li­chen Er­kran­kun­gen wie Asth­ma und Hau­ter­kran­kun­gen ein­ge­setzt. Es han­delt sich um An­ti­kör­per, die ge­zielt in die Ent­zün­dungs­pro­zes­se ein­grei­fen, die zum An­schwel­len der Schleim­haut in Na­se, Na­sen­ne­ben­höh­len und in der Bin­de­haut des Au­ges füh­ren.

Nicht al­le All­er­gie­pa­ti­en­ten er­ziel­ten mit den der­zei­ti­gen The­ra­pi­en wie der spe­zi­fi­schen Im­mun­the­ra­pie ein be­frie­di­gen­des Er­geb­nis, er­klär­te der Wies­ba­de­ner All­er­gie­spe­zia­list Lud­ger Klimek. Vor al­lem Pa­ti­en­ten mit be­son­ders star­ken All­er­gi­en oder Re­ak­tio­nen auf vie­le ver­schie­de­ne all­er­gie­aus­lö­sen­de Stof­fe sei­en bis­lang un­zu­rei­chend ver­sorgt.

Bis­lang sind drei An­ti­kör­per, die im Ab­stand von meh­re­ren Wo­chen un­ter die Haut ge­spritzt wer­den, in Deutsch­land zur Be­hand­lung von schwe­ren Asth­ma­er­kran­kun­gen zu­ge­las­sen. Ein vier­ter An­ti­kör­per, der bei Kin­dern mit Neu­ro­der­mi­tis gu­te Er­geb­nis­se er­ziel­te, steht vor der Ein­füh­rung. Frü­her oder spä­ter könn­ten die­se Bio­lo­gi­ka auch bei an­de­ren All­er­gi­en ein­ge­setzt wer­den, er­klär­te Klimek.

FOTO: DPA

Auch Heu­schnup­fen-Ge­plag­te könn­ten wie­der auf­at­men.

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