„Rich­tig schön, mal ein paar Mo­na­te wo­an­ders zu ar­bei­ten“

Fest­spiel-Por­träts – Heu­te: Schau­spie­le­rin Bar­ba­ra No­vot­ny

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - WANGEN -

WAN­GEN (sz) - Die Fest­spie­le Wan­gen zei­gen im Som­mer „Viel Lärm um nichts“von Wil­li­am Sha­ke­speare und „Der ge­stie­fel­te Ka­ter“nach Mo­ti­ven aus dem Volks­mär­chen der Brü­der Grimm. Die „Schwä­bi­sche Zei­tung“stellt in lo­ser Fol­ge die Ak­teu­re vor. Heu­te: Bar­ba­ra No­vot­ny. Sie wird Bea­tri­ce, Leo­na­tas Nich­te im Abend­stück und die Prin­zes­sin im Fa­mi­li­en­stück spie­len.

Ei­gent­lich war für Bar­ba­ra No­vot­ny schon als Kind klar, was sie ein­mal wer­den woll­te: Bal­lett­tän­ze­rin. Und so be­gann sie als Sie­ben­jäh­ri­ge an der Bal­lett­schu­le der Ös­ter­rei­chi­schen Bun­des­thea­ter in Wi­en mit der Aus­bil­dung. Kei­ne Fra­ge – das Tan­zen war ih­re gan­ze Lei­den­schaft. Ein Jahr war sie an der Heinz-Bosl-Stif­tung in München, doch es folg­te ei­ne Ver­let­zung nach der an­de­ren. Da­mit war klar, dass ihr Kör­per für die­se Dau­er­be­las­tung nicht ge­macht ist. „So ha­be ich das Tan­zen nach zehn Jah­ren sein las­sen“, sagt die ge­bür­ti­ge Wie­ne­rin.

Sie ent­schied sich für die Schau­spie­le­rei und sprach vor. „Wenn ich ge­wusst hät­te, wie vie­le Men­schen vor­spre­chen, hät­te ich es wahr­schein­lich gar nicht ge­tan“, er­zählt sie. Zum Glück wuss­te sie es nicht, denn un­ter den vie­len, die sich am Max-Rein­hard­tSe­mi­nar in Wi­en be­war­ben, ge­hör­te sie zu den we­ni­gen, die am En­de an­ge­nom­men wur­den und vier Jah­re stu­dier­ten.

Zehn Jah­re lang ar­bei­te­te sie am Thea­ter in Linz, in­zwi­schen ar­bei­tet sie frei. „Es ist rich­tig schön, mal ein paar Mo­na­te weg zu sein und wo­an­ders zu ar­bei­ten“, sagt Bar­ba­ra No­vot­ny und strahlt. Und sie hat sich vor­ge­nom­men, wenn im Au­gust auf der Büh­ne im Zunft­win­kel al­les rei­bungs­los läuft, die ei­ne oder an­de­re Tour in der Re­gi­on zu­ma­chen. Sie kennt sie schon ein biss­chen durch ein Gast­spiel in Bre­genz.

„Wenn ich ge­wusst hät­te, wie vie­le Men­schen vor­spre­chen, hät­te ich es wahr­schein­lich gar nicht ge­tan.“

Bar­ba­ra No­vot­ny über ihr Vor­spre­chen am Max-Rein­hardt-Se­mi­nar in Wi­en

FOTO: CHRISTOPH MORLOK

Bar­ba­ra No­vot­ny wird Bea­tri­ce, Leo­na­tas Nich­te im Abend­stück, und die Prin­zes­sin im Fa­mi­li­en­stück spie­len.

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