Sam­mel­klär­an­la­ge Dür­ren: Rat Ar­gen­bühl und Kiß­legg stim­men An­pas­sun­gen zu

An­la­gen stammt aus dem Jahr 1983 – Ka­pa­zi­tät wur­de Zug um Zug er­höht – Kos­ten für Er­wei­te­rung lie­gen bei rund 75 000 Eu­ro

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - GEMEINDEN -

KISSLEGG/AR­GEN­BÜHL (mek/sz) So­wohl der Ge­mein­de­rat Kiß­legg als auch der Rat Ar­gen­bühl ha­ben sich in ih­rer Sit­zung am Mitt­woch­abend mit der Sam­mel­klär­an­la­ge Dür­ren be­schäf­tigt. Hin­ter­grund war ei­ne not­wen­di­ge An­pas­sung der so­ge­nann­ten Ein­woh­ner­gleich­wer­te und der In­ves­ti­ti­ons­kos­ten. Als Maß für die Schmutz­fracht, die mit ge­werb­li­chem Ab­was­ser in ei­ne Klär­an­la­ge ge­langt, dient der Ein­woh­ner­gleich­wert. Er ver­gleicht die Schmutz­fracht ei­nes ge­werb­li­chen Ab­was­sers mit je­ner aus dem häus­li­chen Ab­was­ser ei­ner ein­zel­nen Person.

Die Sam­mel­klär­an­la­ge Dür­ren wur­de 1983 in Be­trieb ge­nom­men. Zwi­schen den Ein­lei­tern, Braue­rei Far­ny, Ge­mein­de Kiß­legg und Ge­mein­de Ar­gen­bühl wur­de ein öf­fent­lich-recht­li­cher Ver­trag und ei­ne öf­fent­lich-recht­li­che Ver­ein­ba­rung ab­ge­schlos­sen, in de­nen zum ei­nen die Be­triebs- und In­ves­ti­ti­ons­kos­ten­ver­tei­lung ge­re­gelt und zum an­de­ren die zu­ste­hen­den Klär­an­la­gen­ka­pa­zi­tä­ten de­fi­niert wur­den. Die ur­sprüng­li­che Aus­bau­grö­ße um­fass­te 5700 Ein­woh­ner­gleich­wer­te (EGW), die wie folgt auf­ge­teilt wa­ren: Ge­mein­de Kiß­legg 35,4 Pro­zent (2000 EGW), Ge­mein­de Ar­gen­bühl 26,0 Pro­zent (EGW) und Braue­rei Far­ny 38,6 (2200 EGW).

Zug um Zug, aber oh­ne bau­li­che tech­ni­sche Ve­rän­de­run­gen und durch an­de­re Be­rech­nun­gen, wur­de die Ge­samt­ka­pa­zi­tät er­höht. Wie es in der Sit­zungs­vor­la­ge heißt, konn­te 2008 durch den Um­bau und die Er­neue­rung der ge­sam­ten Be­lüf­tung die Ge­samt­ka­pa­zi­tät auf 8350 EGW er­höht wer­den. Da die Maß­nah­me größ­ten­teils von der Braue­rei Far­ny ge­wünscht und fi­nan­ziert wur­de, stan­den auch der Braue­rei ein Groß­teil der zu­sätz­li­chen EGW zu.

2016 wur­de die Sam­mel­klär­an­la­ge Dür­ren durch Er­wei­te­rung der Be­lüf­tung und Er­neue­rung/Ver­grö­ße­rung der Ge­blä­se­sta­ti­on ver­grö­ßert. In­zwi­schen sind bis 9000 EGW mög­lich. Ziel war es, mit die­ser Ka­pa­zi­täts­er­hö­hung zu­sätz­li­che Re­ser­ven für die Ge­mein­den zu schaf­fen, um mög­li­che ge­werb­li­che oder wohn­wirt­schaft­li­che Ent­wick­lun­gen zu un­ter­stüt­zen und Re­ser­ven für die Zu­kunft zu ha­ben. Die neue Auf­tei­lung ist wie folgt: Ar­gen­bühl (2275 EGW), Kiß­legg (3100 EGW) und Braue­rei Far­ny (3625 EGW).

Die Kos­ten für die Er­wei­te­rung be­lau­fen sich auf 74 963 Eu­ro. Die Kos­ten für die Ver­grö­ße­rung auf 9000 EGW wer­den von der Ge­mein­de Kiß­legg zu 60 Pro­zent und der Ge­mein­de Ar­gen­bühl zu 40 Pro­zent ge­tra­gen.

Im Ar­gen­büh­ler Haus­halt 2017 sind als In­ves­ti­ti­ons­kos­ten­um­la­ge für die Sam­mel­klär­an­la­ge Dür­ren 20 000 Eu­ro ein­ge­stellt. Die Abrech­nung be­läuft sich laut Sit­zungs­vor­la­ge auf 32 393 Eu­ro, da­von ent­fal­len auf die Ka­pa­zi­täts­er­hö­hung 29 985 Eu­ro. Der Ar­gen­büh­ler Ge­mein­de­rat hat der Auf­tei­lung der In­ves­ti­ti­ons­kos­ten und der Ein­woh­ner­gleich­wer­te ge­stimmt. Au­ßer­dem stimm­te das Gre­mi­um den an­fal­len­den über­plan­mä­ßi­gen Aus­ga­ben von 12 393 Eu­ro zu. Die Fi­nan­zie­rung er­folgt durch ei­ne nied­ri­ge­re Zu­füh­rung an die all­ge­mei­ne Rück­la­ge. Auch der Kiß­leg­ger Rat stimm­te dem Be­schluss­vor­schlag zu.

FOTO: WE­BER

Die Sam­mel­klär­an­la­ge Dür­ren wird von den Ge­mein­den Kiß­legg und Ar­gen­bühl so­wie von der Braue­rei Far­ny ge­nutzt.

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