„Für­ein­an­der-Mit­ein­an­der“wird Ver­ein

Ver­samm­lung des För­der­ver­eins be­schließt Än­de­rung – Paul Lo­che­rer ers­ter Vor­sit­zen­der

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - GEMEINDEN - Von Ve­ra Stil­ler

AMT­ZELL - Um mehr Rechts­si­cher­heit zu ha­ben, ha­ben sich die Mit­glie­der in ih­rer Ver­samm­lung vom Mitt­woch ein­stim­mig für die Über­füh­rung des För­der­ver­eins „Für­ein­an­der-Mit­ein­an­der“in ei­nen ein­ge­tra­ge­nen Ver­ein aus­ge­spro­chen. Die Än­de­rung der Sat­zung wur­de ein­stim­mig an­ge­nom­men. Paul Lo­che­rer, der im Ja­nu­ar das Amt von Ul­rich Wer­ner über­nom­men hat­te, wur­de zum ers­ten Vor­sit­zen­den des Ver­eins ge­wählt.

Um die vor­an­ge­gan­ge­nen zwei Ge­schäfts­jah­re noch ord­nungs­ge­mäß ab­schlie­ßen zu kön­nen, war es noch ein­mal Ul­rich Wer­ner, der sei­nen Re­chen­schafts­be­richt der Mit­glie­der­samm­lung vor­leg­te. Wer­ner hat­te En­de 2016 das Amt des Vor­sit­zen­den aus be­ruf­li­chen Grün­den ab­ge­ge­ben.

„Die Su­che der Nach­fol­ge lag uns schwer am und auf dem Her­zen“, er­klär­te Mar­tin Schnierts­hau­er, der als Pfar­rer der Ka­tho­li­schen Kir­chen­ge­mein­de Amt­zell bis­her Mit­glied im Vor­stand des För­der­ver­eins „Für­ein­an­der-Mit­ein­an­der in Amt­zell“war. Und er freu­te sich, „dass uns Paul Lo­che­rer kei­ne Ab­sa­ge er­teilt hat, als wir bei ihm an­frag­ten“. Wie Pfar­rer Schnierts­hau­er dar­über in­for­mier­te: „Beim Über­gang ha­ben wir fest­ge­stellt, dass die Sat­zung recht­li­che Tü­cken im Hin­blick auf die Haf­tung und den Ver­si­che­rungs­schutz auf­weist.“

Ver­ein för­dert kirch­li­che und mild­tä­ti­ge Zwe­cke

So kam man dar­auf, den För­der­ver­ein in ei­nen „e. V.“um­zu­wan­deln. Ei­ne gro­ße Run­de von Mit­glie­dern, zu der auch Bür­ger­meis­ter Cle­mens Moll zähl­te, mach­te sich ans Werk und ent­warf die Sat­zung. Ab­ge­stimmt mit dem Fi­nanz­amt heißt es hier un­ter an­de­rem: „Der Ver­ein för­dert kirch­li­che und mild­tä­ti­ge Zwe­cke, das Wohl­fahrts­we­sen, die Al­ten­hil­fe, die in­ter­na­tio­na­le Ent­wick­lungs­und Not­hil­fe und ver­folgt aus­schließ­lich und un­mit­tel­bar ge­mein­nüt­zi­ge Zwe­cke.“

Von Paul Lo­che­rer war zu hö­ren, dass der „Mit­glie­der ge­tra­ge­ne Ver­ein“un­ter kirch­li­cher und kom­mu­na­ler Be­tei­li­gung fun­giert und selbst­los tä­tig ist. Anders als zu­vor beim För­der­ver­ein wird der Vor­stand künf­tig aus der Mit­glie­der­ver­samm­lung her­aus be­stimmt. Zu den „Ver­tre­tern kraft Am­tes“zäh­len der ers­te oder zwei­te Vor­sit­zen­de der Ka­tho­li­schen Kir­chen­ge­mein­den von Amt­zell und Pfär­rich, der Evan­ge­li­schen Kir­chen­ge­mein­de Wan­gen so­wie der Bür­ger­meis­ter der Ge­mein­de Amt­zell (oder je­weils der be­stell­te Stell­ver­tre­ter).

Zum ers­ten Vor­sit­zen­den des in ei­nen ein­ge­tra­ge­nen Ver­ein um­ge­wan­del­ten För­der­ver­eins ge­wählt wur­de von der Mit­glie­der­ver­samm­lung im Evan­ge­li­schen Ge­mein­de­haus in Amt­zell Paul Lo­che­rer, zu sei­ner Stell­ver­tre­te­rin Ger­trud Rogg. Das Amt der Kas­sie­re­rin be­klei­det wei­ter­hin Hel­ga Mal­cher, die Schrift­füh­rung über­nimmt Bea­te Han­ser. Als Bei­sit­ze­rin­nen fun­gie­ren Lui­se Hin­kel und Han­na Wan­ner. Ei­ne wei­te­re Be­son­der­heit des neu­en Ver­eins be­steht dar­in, dass ein „be­ra­ten­der Bei­rat“ein­ge­rich­tet wird. Alle Grup­pie­run­gen be­zie­hungs­wei­se Di­ens­te des Ver­eins sol­len ver­tre­ten sein. Im Rah­men der fi­nan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten und der Er­for­der­lich­keit wer­den sie mit ei­nem Bud­get aus­ge­stat­tet. Ein­zi­ge Aus­nah­men: Die Nach­bar­schafts­hil­fe wie die „Macha­ko­shil­fe in Ke­nia“füh­ren ei­ge­ne Kas­sen.

„Ak­ti­ve Se­nio­ren Amt­zell“wer­den auf­ge­nom­men

Mit dem Dank für „zehn Jahre im eh­ren­amt­li­chen Di­enst, der nicht selbst­ver­ständ­lich ist“, wur­de Ul­rich Wer­ner von sei­nem Nach­fol­ger ver­ab­schie­det. Eben­so Pfar­rer Mar­tin Schnierts­hau­er, der Amt­zell im Herbst ver­las­sen wird. Und Walt­her Schmid, der als Rech­nungs­prü­fer zu­vor für Schatz­meis­te­rin Hel­ga Mal­cher die „ver­dien­te Ent­las­tung“be­an­tragt hat­te, sag­te in Rich­tung Uli Wer­ner: „Der Grund, war­um der ste­tig wach­sen­de För­der­ver­ein auch oh­ne Rechts­si­cher­heit so her­vor­ra­gend funk­tio­niert hat, liegt in sei­ner Per­son be­grün­det.“

Am En­de der Ver­samm­lung hat­ten die Mit­glie­der noch ei­ne an­ge­neh­me Pflicht zu er­fül­len. Sie stimm­ten der Auf­nah­me der „Ak­ti­ven Se­nio­ren Amt­zell“in den Ver­ein zu.

FO­TO: STIL­LER

Amt­zell Sie ver­tre­ten künf­tig den „Für­ein­an­der-Mit­ein­an­der in Amt­zell e.V.“: (von links) Lui­se Hin­kel, Hel­ga Mal­cher, Ger­trud Rogg, Bea­te Han­ser und Paul Lo­che­rer. Auf dem Bild fehlt Han­na Wan­ner.

FO­TO: STIL­LER

Der neue Vor­sit­zen­de des Ver­eins, Paul Lo­che­rer, ver­ab­schie­de­te Ul­rich Wer­ner (rechts) und Pfar­rer Mar­tin Schnierts­hau­er. Bei­de wa­ren jah­re­lang für den För­der­ver­ein Für­ein­an­der-Mit­ein­an­der tä­tig ge­we­sen.

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