Kos­ten für Breit­band­an­schluss ste­hen fest

Ge­mein­de­rat Ar­gen­bühl setzt ein­heit­lich gel­ten­den Preis für haus­ei­ge­nen An­schluss fest

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - GEMEINDEN -

AR­GEN­BÜHL (jasc) - In sei­ner jüngs­ten Sit­zung hat der Ge­mein­de­rat Ar­gen­bühl den Be­schluss­vor­schlag über die Bei­trags­hö­he für ei­nen haus­ei­ge­nen Breit­band­an­schluss mit Glas­fa­ser ein­stim­mig an­ge­nom­men. Die­ser sieht ei­nen Bei­trag in Hö­he von 1000 Eu­ro für die Haus­ein­füh­rung ein­schließ­lich der Ab­dich­tung und ei­ner Netz­ab­schluss­do­se be­zie­hungs­wei­se Spleiß­box vor. Die ers­ten fünf Me­ter Glas­fa­ser­ka­bel sind eben­falls im Bei­trag ent­hal­ten. Für je­den wei­te­ren Me­ter, der von der Grund­stücks­gren­ze bis zum Haus­an­schluss be­nö­tigt wird, wer­den wei­te­re 100 Eu­ro fäl­lig.

Nö­tig war die Re­ge­lung ge­wor­den, weil zu die­sem The­ma kei­ne ge­setz­li­chen Be­stim­mun­gen exis­tie­ren, er­klär­te Bür­ger­meis­ter Roland Sau­ter. Der Zweck­ver­band Breit­band­ver­sor­gung im Land­kreis Ra­vens­burg hat­te der Ge­mein­de ei­nen Mus­ter­ver­trag zur Ver­fü­gung ge­stellt, der ein­heit­lich im ge­sam­ten Ver­bands­ge­biet An­wen­dung fin­det. Die Hö­he der Kos­ten müs­sen die ein­zel­nen Ge­mein­den je­doch selbst fest­le­gen.„Das ist wie beim Was­ser­an­schluss und der Te­le­kom auch: Wer das ha­ben will, muss zah­len. Es be­steht aber kein An­schluss­zwang“, so Bür­ger­meis­ter Roland Sau­ter wei­ter.

Der stell­ver­tre­ten­de Lei­ter des Haupt­amts, Mar­tin Räd­ler, sag­te zu der Re­ge­lung: „Mei­ner Mei­nung nach wird die­se Fest­set­zung nicht so schnell zum Tra­gen kom­men, weil wir erst in Bau­ge­bie­ten Glas­fa­ser ver­le­gen. Aber wir müs­sen uns be­reits jetzt für die Zu­kunft wapp­nen.“

War­um es sich mit den Kos­ten in den Neu­bau­ge­bie­ten an­ders ver­hält, er­klär­te Bür­ger­meis­ter Sau­ter: „Bei den Grund­stü­cken, die wir noch ver­kau­fen wer­den, wer­den wir das in den Ver­kaufs­preis mit ein­be­zie­hen. Da geht es ge­ra­de um die Ge­län­de in Eg­lofs. Bei be­ste­hen­den Ge­bäu­den wird der Bei­trag ge­zahlt wer­den müs­sen.“Die Haus­an­schluss­lei­tun­gen sind laut Be­schluss im Grund­buch zu si­chern.

Das be­deu­te wie­der­um nicht, dass die Leu­te in Eg­lofs bei Bau­be­ginn so­fort Glas­fa­ser ha­ben, so Roland Sau­ter wei­ter. „Aber die Mög­lich­keit soll schnell ge­schaf­fen wer­den, da­mit die Leu­te se­hen, dass et­was pas­siert.“Über ei­nen ge­nau­en zeit­li­chen Rah­men woll­te der Bür­ger­meis­ter kei­ne Pro­gno­sen ma­chen. Ak­tu­el­le Bau­vor­ha­ben sol­len aus­ge­nutzt und in ei­nem ers­ten Schritt die Ge­wer­be­ge­bie­te aus­ge­stat­tet wer­den.

„In Tei­len der Ge­mein­de liegt zwar ein Strang Glas­fa­ser­ka­bel aber kei­ne Ab­zwei­gun­gen zu den ein­zel­nen Haus­hal­ten“, in­for­mier­te Mar­tin Räd­ler. Ge­org Deiß warf die Fra­ge auf, wie viel Mit­spra­che­recht die Be­woh­ner über den Ka­bel­weg bis zum Haus ha­ben. Dar­auf­hin er­klär­te Bür­ger­meis­ter Sau­ter: „Das wird im Ein­zel­fall ent­schie­den. Man wird schon schau­en, dass man nicht über den Weg geht, der für den Be­woh­ner am teu­ers­ten ist.“

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