War­um Glas­fa­ser?

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - GEMEINDEN -

- Die bis­he­ri­gen von der Te­le­kom stam­men­den Lei­tun­gen be­ste­hen aus Kup­fer. Da­ten­über­tra­gung in die­sen Lei­tun­gen ge­schieht elek­tro­nisch. Der Nach­teil ist, dass sich Kup­fer nicht für Da­ten­über­tra­gung auf län­ge­ren Ent­fer­nun­gen eig­net. Nach zir­ka 100 Me­tern ist in der Re­gel Schluss. Da­ten­über­tra­gung per Glas­fa­ser ge­schieht mit­tels Licht­wel­len­über­tra­gung und funk­tio­niert über ei­ne Ent­fer­nung von bis zu 80 Ki­lo­me­tern. - Au­ßer­dem sind die über Kup­fer­ka­bel über­tra­ge­nen Si­gna­le an­fäl­lig für Stö­run­gen durch elek­tro­ni­sche oder ma­gne­ti­sche Fel­der. An­de­re Lei­tun­gen für Strom oder Da­ten kön­nen da­her nicht in der Nä­he ver­legt wer­den. Glas­fa­ser hat die­sen Nach­teil nicht. Das Glas­fa­ser­ka­bel ist da­für um ei­ni­ges emp­find­li­cher als Kup­fer und um ei­ni­ges teu­rer. - Die Über­tra­gungs­stär­ke bei Kup­fer­ka­beln liegt bei ma­xi­mal rund 10 Gi­ga­bit pro Se­kun­de. Über die neu­es­ten Glas­fa­ser­ka­bel sind For­schern aus Sou­th­hamp­ton Über­tra­gungs­ra­ten von bis zu 73,7 Te­ra­bit pro Se­kun­de ge­lun­gen. Das sind 9215,21 Gi­ga­bit und ent­spricht ei­ner Über­tra­gung mit rund 99 Pro­zent der Licht­ge­schwin­dig­keit.

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