32 Mil­lio­nen Eu­ro in­ves­tiert

Men­sch­lich­keit ste­he bei der Stif­tung Lie­benau nach wie vor im Mit­tel­punkt

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - REGION / GEMEINDEN -

MECKENBEUREN/LIE­BENAU (sz) Ein er­eig­nis­rei­ches Ge­schäfts­jahr liegt hin­ter der Stif­tung Lie­benau, die jetzt ih­ren Jah­res­be­richt für 2016 vor­ge­legt hat. Laut ei­ner Pres­se­mit­tei­lung war das Jahr un­ter an­de­rem von neu­en ge­setz­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen in der Pfle­ge und der Teil­ha­be ge­prägt. Auf den ge­sell­schaft­li­chen Wan­del hin zu mehr Au­to­no­mie und Teil­ha­be für un­ter­stüt­zungs­be­dürf­ti­ge Men­schen sei man in der Stif­tung gut vor­be­rei­tet.

6959 Mit­ar­bei­ter und 2348 eh­ren­amt­lich En­ga­gier­te set­zen sich nach ei­ge­nen An­ga­ben der Stif­tung für die be­treu­ten Men­schen im Ver­bund ein. „In der Be­geg­nung mit den ih­nen an­ver­trau­ten Per­so­nen ver­bin­den un­se­re Mit­ar­bei­ter Fach­lich­keit und Men­sch­lich­keit und leis­ten Hil­fe zur Selbst­be­stim­mung aus part­ner­schaft­li­chem Ver­ständ­nis“, sagt Vor­stand Prä­lat Micha­el H. F. Brock. Der Stif­tungs­ver­bund um­fass­te im Be­richts­jahr 16 Toch­ter­ge­sell­schaf­ten, zehn Be­tei­li­gungs­ge­sell­schaf­ten und vier wei­te­re Rechts­trä­ger, die in 98 Städ­ten und Ge­mein­den in sechs eu­ro­päi­schen Län­dern ver­tre­ten wa­ren. Gut 20 000 Men­schen nah­men ih­re Leis­tun­gen im ver­gan­ge­nen Jahr in An­spruch. Das Know-how der Stif­tung Lie­benau wer­de in­zwi­schen eu­ro­pa­weit an­ge­fragt. So wach­sen laut Mit­tei­lung grenz­über­grei­fend neue Ver­bin­dun­gen, be­son­ders in Ös­ter­reich und Ita­li­en. Die 2016 ge­grün­de­te ge­mein­nüt­zi­ge Toch­ter­ge­sell­schaft Lie­benau Ita­lia S.r.l. über­nahm be­reits im Früh­jahr 2017 die ers­te Ein­rich­tung.

Das Stif­tungs­jahr 2016 war von stra­te­gi­schen und or­ga­ni­sa­to­ri­schen Ve­rän­de­run­gen ge­prägt. Die No­vel­lie­rung des Pfle­ge­stär­kungs­ge­set­zes II und die Ein­füh­rung des Bun­des­teil­ha­be­ge­set­zes schu­fen neue ge­setz­li­che Rah­men­be­din­gun­gen, die sich un­mit­tel­bar auf das un­ter­neh­me­ri­sche Han­deln aus­wirk­ten. Die Leis­tun­gen wür­den künf­tig stär­ker in­di­vi­dua­li­siert, de­zen­tra­le und am­bu­lan­te An­ge­bo­te ge­stärkt. Die Stif­tung ha­be früh­zei­tig Jus­tie­run­gen der Stra­te­gi­en und Struk­tu­ren vor­ge­nom­men, um auch in Zu­kunft ei­ne zeit­ge­mä­ße so­zia­le Ar­beit zu ge­währ­leis­ten. Wirt­schaft­lich bli­cke die Stif­tung Lie­benau auf ein noch zu­frie­den­stel­len­des Jahr zu­rück. Die Er­lö­se stie­gen leicht auf 325,5 Mil­lio­nen Eu­ro, wo­bei ein­zel­ne Ge­schäfts­be­rei­che rück­läu­fi­ge Er­trä­ge hin­zu­neh­men hat­ten. „Po­si­tiv aus­ge­wirkt hat sich die ho­he Aus­las­tung un­se­rer sta­tio­nä­ren Ein­rich­tun­gen ei­ner­seits und die gro­ße Nach­fra­ge nach am­bu­lan­ten Leis­tun­gen an­de­rer­seits“, sagt Vor­stand Mar­kus Nach­baur. Rund 32 Mil­lio­nen Eu­ro wur­den stif­tungs­weit in neue Vor­ha­ben in­ves­tiert. Da­zu gab es rund 3,4 Mil­lio­nen Eu­ro För­der­mit­tel. Knapp 1,9 Mil­lio­nen Eu­ro flos­sen aus Zu­stif­tun­gen und Spen­den in die so­zia­le Ar­beit der Stif­tung.

FO­TO: STIF­TUNG LIE­BENAU

Quar­tiers­ar­beit der Stif­tung Lie­benau: ge­kenn­zeich­net durch das Zu­sam­men­le­ben ver­schie­de­ner Ge­ne­ra­tio­nen und ei­nen Mix aus pro­fes­sio­nel­len und bür­ger­schaft­li­chen Hil­fe­leis­tun­gen. Das Bild zeigt Be­woh­ner der Le­bens­räu­me für Jung und Alt in Wit­ten­ho­fen.

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