„Es ist nur ei­ne Fra­ge der Zeit, bis wie­der et­was pas­siert“

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - WANGEN -

Zum Ar­ti­kel vom 13. Ju­li „L 320-An­lie­ger er­neu­ern ih­re For­de­run­gen“hat uns fol­gen­der Le­ser­brief er­reicht: „Seit ziem­lich ge­nau sie­ben Jah­ren ge­he ich mit mei­nen Kin­dern fast je­den Mor­gen über die L 320 zur ge­gen­über­lie­gen­den Bus­hal­te­stel­le von Hat­zen­wei­ler. Erst war es mein äl­te­rer Sohn, den ich be­glei­tet ha­be, nun be­glei­te ich seit ei­nem Jahr mei­nen jün­ge­ren Sohn über die Stra­ße, der am An­fang den Stra­ßen­ver­kehr mit dem Zi­tat: ,Die fah­ren aber scheiß schnell...’ kom­men­tiert hat. Die­se Stra­ße ist mir al­so be­kannt, und ich ken­ne die Tü­cken, die die­se Stra­ße mit sich bringt. Man denkt, dass man die Stra­ße und die Au­tos im Blick hat. Das hat man auch ... ir­gend­wie. Zu­min­dest im Som­mer und im Früh­ling. Al­ler­dings ver­schätzt man sich im­mer wie­der, wie schnell die Au­tos her­an schie­ßen, erst recht, wenn dann noch über­holt wird. Hier spielt das Al­ter üb­ri­gens kei­ne Rol­le. Mir geht es re­gel­mä­ßig so, dass ich man­che Au­tos lang­sa­mer ein­schät­ze, als sie dann tat­säch­lich sind. Im Herbst und Win­ter ist es um 6.50 Uhr zur Ab­fahrt der Schul­bus­se tiefs­te Nacht, meist hängt Ne­bel durch Wie­sen und die Ar­gen in die­ser Re­gi­on. Die Sicht­wei­te ist wirk­lich schlecht und Au­to­lich­ter sind oft schwer aus­zu­ma­chen. Ge­nau an so ei­nem Mor­gen ist der Un­fall pas­siert, der mir auch heu­te noch Gän­se­haut ver­ur­sacht. Mein jün­ge­rer Sohn und ich wa­ren vor Ort und ich dach­te da­mals, dass das Mäd­chen die­sen Un­fall nicht über­lebt. Seit­dem ha­be ich noch mehr Re­spekt vor die­ser Stra­ße und ein un­gu­tes Ge­fühl an je­dem Mor­gen, wenn mei­ne Jungs in Rich­tung Bus­hal­te­stel­le das Haus ver­las­sen. Wir wer­den zur Sach­lich­keit auf­ge­ru­fen, aber ei­gent­lich mag ich nicht mehr sach­lich sein. Ich bin Mut­ter von zwei Kin­dern und ich wür­de mir wün­schen, dass sich doch end­lich was be­wegt. Fakt ist: Die­se Stra­ße zu über­que­ren ist ge­fähr­lich. Fakt ist: Es ist nur ei­ne Fra­ge der Zeit, bis wie­der et­was pas­siert und so lan­ge wird ge­war­tet und zu­ge­schaut. Fakt ist aber auch: Wir blei­ben dran. Hat­zen­wei­ler ist zäh ... und emo­tio­nal! Und das ist auch gut so!“An­ke Bau­mann, Hat­zen­wei­ler

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