Die­se Rech­te ha­ben Pas­sa­gie­re bei Kof­fer­ver­lust

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - WIRTSCHAFT -

Beim Ver­lust von Ge­päck gibt es Re­geln, die Rei­sen­de ein­hal­ten soll­ten. Zu­nächst soll­ten sie den Scha­den un­ver­züg­lich bei der nächs­ten Ge­päck­ver­mitt­lung am Flug­ha­fen und der Air­line mel­den. Da­für ha­ben Flug­gäs­te sie­ben Ta­ge Zeit. An den so­ge­nann­ten Lost&Found-Schal­tern wer­den die Fäl­le mit ei­ner Scha­den­mel­dungs­num­mer pro­to­kol­liert. Be­reits vor dem Ab­flug soll­te der Kof­fer­in­halt et­wa per Smart­pho­ne­fo­to oder durch ei­nen Zeu­gen do­ku­men­tiert wer­den, um die Scha­dens­sum­me nach­wei­sen zu kön­nen. Nach der Scha­dens­mel­dung kön­nen Flug­gäs­te ei­nen No­te­in­kauf tä­ti­gen. Be­trof­fe­ne soll­ten aber ver­hält­nis­mä­ßig ein­kau­fen: Nur not­wen­di­ge Ar­ti­kel wer­den er­stat­tet. Da­zu zäh­len Dro­ge­rie­ar­ti­kel oder Ge­brauchs­ge­gen­stän­de, die be­leg- und nach­voll­zieh­bar für Air­lines sein müs­sen. Auf Grund­la­ge des Mon­trea­ler Über­ein­kom­mens kön­nen Flug­ge­sell­schaf­ten ver­spä­te­te oder ver­lo­re­ne Kof­fer mit ei­nem ma­xi­ma­len Be­trag von rund 1350 Eu­ro pro Pas­sa­gier er­stat­ten. Die Er­stat­tungs­hö­he wird an­hand der Nut­zungs­dau­er der Ge­gen­stän­de be­rech­net. Grund­sätz­lich gilt ein Ge­päck­stück als ver­lo­ren, wenn es nach 21 Ta­gen noch nicht auf­ge­taucht ist. Pau­schal­rei­sen­de ha­ben zu­sätz­lich ei­nen An­spruch auf Preis­min­de­rung. Laut dem Luft­fahrt­ex­per­ten Hein­rich Groß­bon­gardt ist ab drei Ta­gen oh­ne Kof­fer ei­ne Re­duk­ti­on um 25 Pro­zent mög­lich, für den gan­zen Ur­laub um 50 Pro­zent. (dpa)

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