APeVau sucht Nach­fol­ger von Mein­rad Heil

Ver­ein hält Mit­glie­der­ver­samm­lung – Heil ver­kün­det Ver­lust von 6000 Eu­ro im ver­gan­ge­nen Jahr

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - WANGEN / VEREINE - Von Ve­ra Stil­ler

WAN­GEN – Ein Jah­res­ver­lust von 6000 Eu­ro und die Su­che nach ei­nem Nach­fol­ger für Ge­schäfts­füh­rer Mein­rad Heil sind ei­ni­ge der wich­tigs­ten Punk­te der Jah­res­haupt­ver­samm­lung des Ver­eins „APeVau-Ar­beits­pro­jek­te“ge­we­sen. Vor­stand und Pro­jekt­lei­ter wur­den ein­stim­mig ent­las­tet.

Dass Jah­res­ver­samm­lung und Som­mer­fest auf ei­nen Tag fal­len, hat ei­nen eben­so prak­ti­schen wie will­kom­me­nen Grund: Mein­rad Heil, Ge­schäfts­füh­rer des seit 1994 in Wan­gen be­ste­hen­den Pro­jekts zur Be­schäf­ti­gung von schwer ver­mit­tel­ba­ren, be­hin­der­ten, psy­chisch kran­ken und ge­fähr­de­ten Men­schen, hat im August Geburtstag. Und den möch­te Heil nun ein­mal mit sei­nem Team fei­ern. Wie er von den Mit­glie­dern, Mit­ar­bei­tern und Freun­den des Ver­eins eben­so ger­ne be­glück­wünscht wird.

Seit zwei Jah­ren in Ren­te

Mein­rad Heil ist seit zwei Jah­ren im Ren­ten­al­ter. Da sei­ne Nach­fol­ge noch im­mer nicht ge­si­chert ist, bleibt er sei­nem Pro­jekt er­hal­ten. „Ich bin Heil­päd­ago­ge und Kauf­mann in ei­ner Per­son. Es ist gar nicht so leicht, je­man­den mit glei­cher Aus­bil­dung zu fin­den“, sagt Heil und weist noch auf ei­nen an­de­ren Aspekt hin: „Wir sind mo­men­tan gar nicht in der La­ge, ei­ne kom­pe­ten­te Stel­le fi­nan­zi­ell ein­zu­rich­ten. Ich schaf­fe mehr oder we­ni­ger eh­ren- amt­lich.“

Wo­bei Mein­rad Heil bei den Ein­und Aus­ga­ben wä­re. Ob­wohl die Auf­trags­la­ge sehr gut ist, die Stadt ei­nen Zu­schuss von 2500 Eu­ro zahlt und Lohn­kos­ten­zu­schüs­se für die Schwer­be­hin­der­ten flie­ßen, da­zu Spen­der das Pro­jekt nicht im Stich las­sen, ver­zeich­net das Jahr 2016 ein De­fi­zit von 6000 Eu­ro.

„Der Um­zug von der Klos­ter­berg­stra­ße zum Sig­mann­ser Weg hat sich seit De­zem­ber 2015 ei­ni­ge Mo­na­te lang hin­ge­zo­gen“, er­klärt Heil. Um in die­sem Zu­sam­men­hang auch von den Kun­den zu spre­chen, „die sich erst neu ori­en­tie­ren muss­ten“.

Der­zeit tra­gen rund 20 Mit­ar­bei­ter da­für Sor­ge, dass die Räu­me des APeVau-Wa­ren­hau­ses gut und über­sicht­lich be­stückt sind. Zum Team ge­hört das Stamm­per­so­nal eben­so wie drei Sy­rer aus dem In­te­gra­ti­ons­pro­gramm, Ar­ka­de-Be­rufs­prak­ti­kan­ten und Aus­zu­bil­den­de im Be­reich Ein­zel­han­del, Lo­gis­tik und La­ger­hal­tung.

Drin­gend be­nö­tig­ter Platz

Ei­ne der Sor­gen von Mein­rad Heil ist die be­eng­te Flä­che für Mö­bel. Mehr noch. Die APeVau ver­liert zum Jah­res­en­de ei­nen Teil der an­ge­mie­te­ten Räu­me am Sig­mann­ser Weg. Es han­delt sich da­bei um ei­ne Groß­ga­ra­ge, die das Pro­jekt drin­gend als La­ger be­zie­hungs­wei­se Zwi­schen­la­ger be­nö­tigt. Des­halb muss das Pro­jekt - wie schon so oft seit sei­nem Be­ste­hen - auf Su­che nach be­zahl­ba­ren Un­ter­brin­gungs­mög­lich­kei­ten ge­hen. Heil denkt da­bei an Ver­kaufs-, Aus­stel­lungs- und/oder La­ger­räu­me bis zu 500 Qua­drat­me­tern.

Ei­ne an­de­re Sor­ge konn­te zum Glück ge­klärt wer­den. Da die ei­ge­nen Trans­por­ter die Be­leg­schaft sehr oft im Stich lie­ßen und so man­che Re­pa­ra­tur­kos­ten ver­ur­sach­ten, fand sich ei­ne Lö­sung: Je nach An­fall wer­den jetzt ent­spre­chend gro­ße Fahr­zeu­ge an­ge­mie­tet.

Man sieht: Mein­rad Heil gibt nicht auf. Er lebt für sein „Kind“. Und er ist voll des Lo­bes: „Die Mo­ti­va­ti­on der Be­schäf­tig­ten ist groß­ar­tig.“Das ist für den Pro­jekt­lei­ter, der jetzt ei­gent­lich die Hän­de in den Schoß le­gen könn­te, Dank und Mo­ti­va­ti­on zum Wei­ter­ma­chen ge­nug. Zu­min­dest bis zu ei­ner end­gül­ti­gen Re­ge­lung.“

FO­TO: STIL­LER

Pro­jekt­lei­ter Mein­rad Heil (links) zu­sam­men mit zwei sei­ner Mit­ar­bei­ter: Alex­an­der Kink (Mit­te) und Ro­land Au­ten­rieth.

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