Drei Al­ter­na­ti­ven zur gän­gi­gen Pra­xis

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - WIR IM SÜDEN -

Seit Jahr­hun­der­ten wer­den männ­li­che Fer­kel kas­triert, weil männ­li­che Hor­mo­ne das Fleisch beim Ko­chen un­an­ge­nehm rie­chen las­sen. „Die Ent­fer­nung der Ho­den ist die bes­te Me­tho­de, um den Eber­ge­ruch zu ver­mei­den“, sagt Tier­me­di­zi­ner Tho­mas Bla­ha, der bis 2015 die Au­ßen­stel­le für Epi­de­mio­lo­gie der Tier­ärzt­li­chen Hoch­schu­le Hannover in Ba­kum bei Vech­ta lei­te­te und Vor­sit­zen­der der Tier­ärzt­li­chen Ver­ei­ni­gung für Tier­schutz ist. Das Pro­blem: Die Ho­den wur­den bis­lang meist oh­ne vor­her­ge­hen­de Be­täu­bung ent­fernt. Die­se Pra­xis sei Jahr­hun­der­te alt, sagt Bla­ha.

Mit mo­der­nen Vor­stel­lun­gen von Tier­schutz ist dies al­ler­dings nicht zu ver­ein­ba­ren – da­her das Ver­bot ab 2019.

Das Land­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um in Ber­lin hält drei Al­ter­na­ti­ven für er­laubt: Die Be­täu­bung vor der Kastra­ti­on, die Mast un­kas­trier­ter Jun­ge­ber und die Imp­fung mit ei­nem An­ti­kör­per, der die Hor­mon­pro­duk­ti­on und da­mit Ge­ruchs­auf­fäl­lig­kei­ten un­ter­bin­den soll, die so ge­nann­te Im­mu­no­kas­tra­ti­on. (mö)

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