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In­ter­net Ex­plo­rer: Am 12. Ja­nu­ar hat Mi­cro­soft den Sup­port für äl­te­re Ver­sio­nen des In­ter­net Ex­plo­rers ein­ge­stellt (end of li­fe). Up­dates gibt es nur noch für die je­weils ak­tu­ells­te IE-Ver­si­on, ab­hän­gig vom Be­triebs­sys­tem [goo.gl/dSooiS]. Für die Sys­te­me Win­dows 7, Win­dows 8.1 und Win­dows 10 er­hält dem­nach nur noch der In­ter­net Ex­plo­rer 11 Si­cher­heits­up­dates und tech­ni­schen Sup­port. Das heißt, für die äl­te­ren IE 8–10 wird es dort ent­spre­chend kei­ne Si­cher­heits­up­dates mehr ge­ben. Web­wor­ker wird das freu­en, denn es be­deu­tet, dass äl­te­re IEs schnel­ler auss­ter­ben. Fir­men, die für in­ter­ne An­wen­dun­gen noch die­se IEs be­nö­ti­gen, dürf­ten das kri­ti­scher se­hen. [goo.gl/IVgL1P] MO­BI­LE WEB AMP: Im Ok­to­ber hat Goog­le sein Ac­ce­le­ra­ted Mo­bi­le Pa­ges Pro­ject (AMP) vor­ge­stellt. Da­mit will das Un­ter­neh­men We­bin­hal­te schnel­ler auf mo­bi­le Ge­rä­te aus­lie­fern. Be­trei­ber von Web­sites kön­nen da­zu ih­re In­hal­te zu­sätz­lich in ei­nem neu­en For­mat zur Ver­fü­gung stel­len: AMP HTML, ei­nem Sub­set von HTML. Vie­le Ele­men­te wer­den ein­fach über­nom­men, an­de­re sind nicht mehr er­laubt (et­wa script, ob­ject oder form), ei­ni­ge wer­den durch neue Ele­men­te er­setzt. So wei­chen et­wa img und vi­deo in AMP HTML amp-img und amp-vi­deo, um die Per­for­mance und Si­cher­heit der As­sets zu ver­bes­sern. Ja­vaS­cript ist größ­ten­teils nicht mehr er­laubt, bis auf die Mög­lich­kei­ten, die AMP JS zur Ver­fü­gung stellt. In Tei­len äh­neln die Zie­le Face­books In­stant Ar­ti­cles oder App­le News. Al­ler­dings gibt es ei­nen gu­ten Grund, sich zu­nächst mit AMP zu be­schäf­ti­gen: Denn seit Fe­bru­ar wer­den AMP-Ver­sio­nen von In­hal­ten bei den Such­er­geb­nis­sen auf mo­bi­len Ge­rä­ten be­vor­zugt. Da­bei wer­den die In­hal­te beim Klick aber nicht von der Ori­gi­nal-Web­site an­ge­zeigt, son­dern kom­men aus dem schnel­le­ren Goog­le Ca­che. Für Word­Press gibt es be­reits ein ent­spre­chen­des Plu­gin, das die AMP-Va­ri­an­ten er­zeugt. [goo.gl/I4roLq, amp­pro­ject.org] RECHT E-Com­mer­ce: Seit dem 9. Ja­nu­ar die­ses Jah­res gilt die „Ver­ord­nung über die On­li­ne-Bei­le­gung ver­brau­cher­recht­li­cher Strei­tig­kei­ten” (EU Nr. 524/2013). Sie ver­pflich­tet al­le On­li­ne-Händ­ler da­zu, auf ih­rer Web­site ei­nen leicht zu­gäng­li­chen Link auf ei­ne Platt­form zur On­li­ne-Streit­schlich­tung zu er­gän­zen. Das von der EU-Kom­mis­si­on er­stell­te Por­tal soll zum ei­nen ei­ne Streit­bei­le­gung zwi­schen Un­ter­neh­mern und Ver­brau­chern über das In­ter­net er­mög­li­chen. Au­ßer­ge­richt­li­che Strei­tig­kei­ten sol­len ein­fach, ef­fi­zi­ent, schnell und kos­ten­güns­tig ge­löst wer­den. Zum an­de­ren will das Por­tal Ver­brau­cher über ih­re Rech­te in­for­mie­ren. Of­f­lineVer­trä­ge sind nicht be­trof­fen. [goo.gl/VX8vh7] WEB­STAN­DARDS/W3C Web Au­then­ti­ca­ti­on: Im Ja­nu­ar wur­de die Web Au­then­ti­ca­ti­on Wor­king Group vor­ge­stellt. Ziel der Grup­pe ist es, Spe­zi­fi­ka­tio­nen aus­zu­ar­bei­ten, die si­che­re und fle­xi­ble Al­ter­na­ti­ven zum Lo­gin per Pass­wort bie­ten sol­len. Als Grund­la­ge die­nen die FIDO 2.0 Web APIs der FIDO-Al­li­anz. [goo.gl/UYp7tJ] So­ci­al Web: Die So­ci­al Web Wor­king Group ar­bei­tet dar­an, Pro­to­kol­le und APIs zu de­fi­nie­ren, die die Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen un­ab­hän­gi­gen Sys­te­men er­mög­li­chen sol­len. Tei­le da­von hän­gen mit Ide­en aus dem In­dieWeb zu­sam­men (sie­he Screenguide 26, S. 34 ff.). Im Ja­nu­ar hat die So­ci­al Web Wor­king Group zwei neue Wor­king Drafts ver­öf­fent­licht: Mi­cro­pub ist ein Standard, um In­hal­te auf der ei­ge­nen Web­site über Third-Par­ty-Cli­ents zu er­mög­li­chen, so­dass et­wa kur­ze Nach­rich­ten oder Fo­tos über na­ti­ve Apps im ei­ge­nen Blog ver­öf­fent­licht wer­den kön­nen. Das Ac­tivi­ty­Pub-Pro­to­koll wie­der­um ba­siert auf dem Ac­tivi­ty­S­treams 2.0 da­ta for­mat. Es dient da­zu, Ak­ti­vi­tä­ten wie Li­kes zwi­schen ver­schie­de­nen Platt­for­men zu ver­tei­len. An­de­re Drafts die­ser Grup­pe dre­hen sich et­wa um Web­men­ti­on oder Post Ty­pe Dis­co­very. [w3.org/So­ci­al/WG]

AMP sorgt zwar da­für, dass We­bin­hal­te mo­bil schnel­ler ge­la­den wer­den.

Da­für muss aber ei­ne AMP-Va­ri­an­te der In­hal­te vor­lie­gen.

Die EU-Kom­mis­si­on möch­te mit die­ser Web­site au­ßer­ge­richt­li­che Strei­tig­kei-

ten ein­fach, ef­fi­zi­ent, schnell und kos­ten­güns­tig lö­sen.

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