Neue Brow­ser braucht das Land?

SCREENGUIDE - - Inneres - TEXT: Ni­co­lai Schwarz

Vier Brow­ser su­chen ih­re Ni­sche

Web­wor­ker ar­bei­ten meis­tens mit Chro­me oder Fi­re­fox. Doch für ver­schie­de­ne Auf­ga­ben und be­stimm­te Ziel­grup­pen eig­nen sich an­de­re Brow­ser bes­ser. Re­gel­mä­ßig drän­gen neue Brow­ser auf den Markt, um sich ih­re Ni­sche zu su­chen. Wir stel­len vier Be­wer­ber vor. Die Macht­ver­hält­nis­se sind schnell ge­klärt: In Deutsch­land lie­gen bei den fünf gro­ßen Brow­sern laut brow­ser-sta­tis­tik.de Chro­me (33,8 %) und Fi­re­fox (25,4 %) vor­ne, da­nach kom­men Sa­fa­ri (19,6 %), In­ter­net Ex­plo­rer (7,9 %) und Ope­ra (1,1 %). An­de­re Brow­ser ha­ben es schwer, sich da­ge­gen zu be­haup­ten. An­de­rer- seits blei­ben in der deut­schen Sta­tis­tik noch 12,2 % üb­rig, die sich sons­ti­ge Brow­ser tei­len. Ein ge­naue­rer Blick in die Da­ten der letz­ten 30 Ta­ge zeigt den Samsung Brow­ser bei 6 %, Edge bei 2,8 % und den An­dro­id Brow­ser bei 1,7 %. Da­zu kom­men wei­te­re Brow­ser, von de­nen die meis­ten Leu­te, selbst in der Web­sze­ne, kaum je­mals ge­hört ha­ben. Oder ken­nen Sie Silk, den Puf­fin Brow­ser oder Flock? Ne­ben den be­kann­ten und eta­blier­ten Brow­sern tum­meln sich un­zäh­li­ge an­de­re auf dem Markt. In welt­wei­ten Sta­tis­ti­ken ge­sellt sich et­wa der – in Chi­na und In­di­en recht be­lieb­te – UC Brow­ser da­zu. Au­ßer­dem gibt es Brow­ser, die sich spe­zi­ell an Ent­wick­ler rich­ten, et­wa die Fi­re­fox De­ve­l­oper Edi­ti­on und Blisk (sie­he Screen­gui­de 33, Sei­te 70 ff.). Oder Tor, um mög­lichst an­onym zu sur­fen (sie­he Ar­ti­kel ab Sei­te 26). In den letz­ten 1 bis 2 Jah­ren sind wei­te­re Brow­ser auf den Markt ge­kom­men, um ih­re Ni­sche oder ih­ren Platz als Zweit-Brow­ser zu fin­den.

OPE­RA NE­ON UND OPE­RA RE­BORN

Im Ja­nu­ar ver­öf­fent­lich­te Ope­ra den Kon­zept-Brow­ser „Ope­ra Ne­on”, der Nut­zern ei­nen Blick in die Zu­kunft ge­wäh­ren soll­te [ope­ra.com/de/ com­pu­ter/ne­on]. Das Tool ist ein klei­nes Ex­pe­ri­ment, mit dem das Un­ter­neh­men neue De­sign-Kon­zep­te und Fea­tu­res tes­tet. Schon beim Start un­ter­schei­det sich Ope­ra Ne­on deut­lich von an­de­ren Brow­sern. Al­les wirkt fri­scher und mo­der­ner (Abb. 1). Als Hin­ter­grund­bild über­nimmt Ope­ra Ne­on das Hin­ter­grund­bild Ih­res Desk­tops. Die Adress­zei­le steht et­was tie­fer als ge­wohnt. Statt be­kann­ter Ka­cheln wer­den Ih­nen kreis­run­de But­tons an­ge­bo­ten, als Links zu be­kann­ten Si­tes wie The Ver­ge, Mas­ha­ble oder Dribb­le. Of­fe­ne Rei­ter sind nicht wie ge­wohnt oben an­ge­ord­net, son­dern eben­falls als run­de But­tons auf der rech­ten Sei­te. Auf der lin­ken Sei­te be­fin­den sich ein paar klei­ne Icons. Dar­über kön­nen Sie et­wa neue Tabs öff­nen, Down­loads ver­wal­ten oder je­ne Web­sei­ten im Blick be­hal­ten, die ge­ra­de Me­di­en ab­spie­len. Au­ßer­dem kön­nen Sie dort Aus­schnit­te ei­ner Web­sei­te als Screen­shot an­le­gen (Snaps). Das funk­tio­niert tat­säch­lich be­que­mer als so man­che Lö­sun­gen in an­de­ren Brow­sern. Der Split­screen-Mo­dus er­laubt es Ih­nen, zwei Web­sei­ten ne­ben­ein­an­der an­zu­zei­gen (Abb. 2). Al­le Icons und But­tons sind au­ßer­dem mun­ter ani­miert. Durch das ver­spiel­te De­sign rich­tet sich Ope­ra Ne­on eher an ei­ne jün­ge­re Ziel­grup­pe. Die An­ord­nung der Ele­men­te ist zwar un­ge­wöhn­lich, aber Sie fin­den sich recht schnell zu­recht, wenn Sie erst ein­mal al­le But­tons aus­pro­biert ha­ben. Ins­ge­samt ein in­ter­es­san­tes Kon­zept, das man sich als Web­wor­ker zu­min­dest ein­mal an­schau­en kann.

Nun soll­te Ope­ra Ne­on nie den re­gu­lä­ren Ope­ra-Brow­ser

ab­lö­sen. Die Ent­wick­ler und De­si­gner ha­ben le­dig­lich mit ein paar Ide­en ge­spielt, um zu ent­schei­den, wie sich Ope­ra wei­ter­ent­wi­ckeln könn­te. Im Mai hat das Un­ter­neh­men nun sei­nen über­ar­bei­te­ten Ope­ra un­ter dem Co­de­na­men „Re­born” vor­ge­stellt. Das grund­sätz­li­che De­sign wirkt hier viel ver­trau­ter (Abb. 3). Rei­ter be­fin­den sich wie ge­wohnt am obe­ren Rand, und statt Krei­sen gibt es üb­li­che Ka­chel-Links. Die auf­fäl­ligs­te Än­de­rung ist der ho­he Stel­len­wert für so­zia­le Mes­sen­ger. Mit den ers­ten bei­den But­tons links oben ha­ben Sie Zu­griff auf den Face­book Mes­sen­ger und Whats­App, di­rekt im Brow­ser, oh­ne wei­te­re Apps. Die­se Cha­tFens­ter wer­den ent­we­der über dem ak­tu­el­len Tab ein­ge­blen­det oder als Sei­ten­leis­te fest­ge­setzt, so­dass die Tabs nach rechts rü­cken. Da­zu kom­men ei­ni­ge UI-Ver­bes­se­run­gen und Ani­ma­tio­nen, die Ope­ra Re­born von Ope­ra Ne­on über­nom­men hat. Zu­sam­men mit dem ver­bes­ser­ten Ad Blo­cking emp­fiehlt sich Ope­ra da­mit als Brow­ser für Leu­te, bei de­nen So­ci­al Me­dia und Mes­sen­ger im Mit­tel­punkt ste­hen.

VI­VAL­DI

Jon Ste­phen­son von Tetz­ch­ner war Mit­grün­der und lang­jäh­ri­ger Lei­ter von Ope­ra Soft­ware. Nach­dem er aus dem Un­ter­neh­men aus­ge­schie­den war, ge­fiel ihm die Rich­tung nicht, die Ope­ra in der Zwi­schen­zeit ein­ge­schla­gen hat­te. Ins­be­son­de­re weil Ope­ra mit dem Wech­sel von der Pres­to Lay­out En­gi­ne zu Blink ei­ni­ge be­lieb­te Fea­tu­res ver­lo­ren hat. Al­so muss­te ein neu­er Brow­ser her: Vi­val­di. Ein Brow­ser, der sich an Tech­nik-af­fi­ne Men­schen und ehe­ma­li­ge Ope­ra-Nut­zer rich­tet oder ge­mäß Slo­gan: „ein Brow­ser für un­se­re Freun­de” [vi­val­di.com].

Vi­val­di star­te­te als vir­tu­el­le Com­mu­ni­ty, um „My Ope­ra” zu er­set­zen, das Ope­ra im März 2014 ge­schlos­sen hat­te.

Schon im Ja­nu­ar 2015 wur­de die ers­te Tech­ni­cal Pre­view ver­öf­fent­licht, im April 2016 folg­te der of­fi­zi­el­le Re­lease. Vi­val­di setzt auf die Blink Lay­out En­gi­ne, eben­so wie Chro­me und Ope­ra. So­mit kön­nen Sie Er­wei­te­run­gen für Chro­me eben­falls für Vi­val­di nut­zen.

Was macht Vi­val­di al­so an­ders? Zu­nächst ein­mal le­gen die Ent­wick­ler Wert dar­auf, dass sich mög­lichst vie­le Din­ge in­di­vi­du­ell ein­stel­len las­sen. So kön­nen Sie Ih­re Tabs oben, rechts, un­ten oder links an­zei­gen las­sen, leicht neue Tas­ta­tur­kür­zel ein­stel­len oder zwi­schen ver­schie­de­nen The­mes wäh­len, die Sie so­gar zu ver­schie­de­nen Ta­ges­zei­ten au­to­ma­tisch aus­wech­seln kön­nen, wenn Sie et­wa tags­über und nachts an­de­re The­mes be­vor­zu­gen. Da­zu kön­nen Sie Tabs in Grup­pen or­ga­ni­sie­ren und so­ge­nann­te Web-Pa­nee­le an­le­gen, die sich von links (oder wahl­wei­se auch von rechts) ins Bild schie­ben, so­dass Sie auch hier mit zwei An­sich­ten ne­ben­ein­an­der ar­bei­ten kön­nen. Vor Kur­zem hat Vi­val­di die His­to­rie der be­such­ten Links um­fang­reich neu kon­zi­piert, um im Ver­gleich zu an­de­ren Brow­sern be­such­te Web­sites schnel­ler wie­der­fin­den zu kön­nen. Ei­ne wei­te­re Be­son­der­heit sind die No­ti­zen, die Sie di­rekt im Brow­ser an­le­gen und mit Screen­shots und Da­tei­en er­gän­zen kön­nen (Abb. 4). Da­mit kommt Vi­val­di als Brow­ser für Re­cher­chen und als Ide­en­samm­lung in­fra­ge – so­bald Sie sich an die Hand­ha­bung der No­ti­zen ge­wöhnt ha­ben.

CLIQZ

Bei Cliqz ste­hen Pri­vat­sphä­re und Da­ten­schutz an ers­ter Stel­le [cliqz.com]. Als Be­son­der­heit kann der Brow­ser ei­ne ei­ge­ne Schnell­su­che vor­wei­sen. Wenn Sie Be­grif­fe ein­ge­ben, schlägt Ih­nen Cliqz drei Web­sites vor. Da­bei kom­men die Er­geb­nis­se nicht von Goog­le, son­dern aus ei­nem selbst ent­wi­ckel­ten Web-In­dex na­mens Hu­man Web. Ähn­lich wie bei Goog­le er­hal­ten Sie bei be­stimm­ten Su­chen die Er­geb­nis­se so­fort, wäh­rend Sie noch die Buch­sta­ben tip­pen. So zum Bei­spiel fürs Wet­ter, bei Film­ti­teln, Wikipedia-Ein­trä­gen oder Nach­rich­ten. Das klappt recht zu­ver­läs­sig und auch schnel­ler als bei Goog­le. Wenn Ih­nen die drei Er­geb­nis­se nicht zu­sa­gen, kön­nen Sie mit ei­nem Klick im­mer noch zu Goog­le wech­seln (oder ei­ne an­de­re Such­ma­schi­ne wie DuckDuckGo ein­stel­len).

Au­ßer­dem sind Funk­tio­nen für An­ti-Tracking, An­ti-Phis­hing und Ad-Blo­cking im Brow­ser in­te­griert. So kön­nen Sie sich bei ei­ner Web­sei­te an­zei­gen las­sen, wie vie­le per­sön­li­che Da­ten ent­fernt und wie vie­le Wer­bun­gen blo­ckiert wur­den (Abb. 5). Da­bei kön­nen Sie ak­tu­ell aus­wäh­len, ob Wer­bung auf ei­ner Do­main blo­ckiert wer­den soll oder nicht. Auf Dau­er soll ei­ne Op­ti­on er­gänzt wer­den, die „fai­re” Wer­bung zu­lässt. Was ge­nau „fair” ist, will das Uner­neh­men zu­nächst noch ge­mein­sam mit den Nut­zern de­fi­nie­ren [cliqz. com/why­cli­qz/ad­blo­cking]. Dar­über hin­aus wird es auch mög­lich sein, ei­ge­ne Re­geln zu de­fi­nie­ren. Laut Web­site wur­de Cliqz so kon­zi­piert, dass das Un­ter­neh­men selbst nie­mals Rück­schlüs­se auf ei­nen Nut­zer und sein in­di­vi­du­el­les Surf­ver­hal­ten zie­hen kann.

Cliqz ba­siert auf dem Fi­re­foxCo­de und funk­tio­niert auch recht ähn­lich. Fi­re­fox-Nut­zer wer­den sich al­so schnell zu­recht­fin­den. Al­ler­dings un­ter­stützt Cliqz kei­ne Er­wei­te­run­gen für Fi­re­fox. Das mag für ei­ni­ge Nut­zer gleich ein Aus­schluss­kri­te­ri­um sein. Aber das Un­ter­neh­men will si­cher­stel­len, dass nicht ir­gend­wel­che Er­wei­te­run­gen sei­ne Be­mü­hun­gen um die Pri­vat­sphä­re und den Da­ten­schutz un­ter­wan­dern. Denn in den letz­ten Jah­ren gab es zahl­rei­che Bei­spie­le für sam­mel­wü­ti­ge Er­wei­te­run­gen.

Ent­wi­ckelt wird der Brow­ser von der Cliqz Gm­bH mit Sitz in Mün­chen. Seit Mai 2013 ist die Fir­ma ei­ne Mehr­heits­be­tei­li­gung von Hu­bert Bur­da Me­dia. Im Au­gust 2016 er­warb Mo­zil­la ei­ne stra­te­gi­sche Min­der­heits­be­tei­li­gung. An­fang des Jah­res über­nahm Cliqz den ame­ri­ka­ni­schen Ser­vice Ghos­te­ry, des­sen Brow­se­rEr­wei­te­run­gen Nut­zer vor Tracking schüt­zen sol­len. Mit der Über­nah­me will Cliqz bei­de An­ti-Tracking-Tech­no­lo­gi­en zu­sam­men­füh­ren.

Da­mit ist Cliqz ein Brow­ser für al­le, die ih­re Pri­vat­sphä­re schüt­zen möch­ten. Al­ler­dings soll­ten Sie sich im Kla­ren sein, dass Cliqz Sie zwar best­mög­lich schützt, Sie aber nicht wirk­lich an­onym un­ter­wegs sind. Au­ßer­dem soll­ten Sie bei je­der Form von An­ti-Tracking und Ad-Blo­cking im­mer auf dem Lau­fen­den blei­ben, was ein Tool ge­nau blo­ckiert. Zum Bei­spiel in Be­zug auf die Hand­ha­bung der ge­plan­ten „fai­ren” Wer­bung.

BRA­VE

Ähn­lich wie Cliqz will auch der Brow­ser Bra­ve sei­ne Nut­zer best­mög­lich schüt­zen und blo­ckiert dem­ent­spre­chend Wer­bung und Tra­cker [bra­ve.com]. Initia­tor und Pro­jekt­lei­ter ist Bren­dan Eich, ehe­ma­li­ger Chef der Mo­zil­la Foun­da­ti­on und Schöp­fer von Ja­vaS­cript. Der Brow­ser sorg­te ins­be­son­de­re im ame­ri­ka­ni­schen Raum

im letz­ten Jahr für Schlag­zei­len. Ur­sprüng­lich woll­te er näm­lich nicht nur die meis­te Wer­bung von Web­sei­ten blo­ckie­ren, son­dern die­se durch ei­ge­ne Wer­be­an­zei­gen er­set­zen, die Nut­zer je­doch nicht tra­cken soll­ten. Das so ver­dien­te Geld woll­te das Un­ter­neh­men zwi­schen Pu­blis­hern, Wer­be­trei­ben­den und so­gar den Brow­ser-Nut­zern auf­ge­tei­len – Bra­ve selbst woll­te 15 Pro­zent der Um­sät­ze ein­be­hal­ten. Selbst­ver­ständ­lich wa­ren die Ver­la­ge al­les an­de­re als be­geis­tert. Sie be­zeich­ne­ten die Idee als ge­set­zes­wid­rig, da Bra­ve mit ih­ren In­hal­ten Geld ver­die­nen wol­le, und droh­ten mit Scha­den­er­satz­pro­zes­sen.

Dar­auf­hin än­der­te Bra­ve sein Kon­zept und stell­te im Sep­tem­ber Bra­ve Pay­ments vor. Nach wie vor blo­ckiert der Brow­ser Wer­be­an­zei­gen per De­fault. Die­se Funk­ti­on wird im­mer kos­ten­los sein. Wenn ein Nut­zer es sich aber leis­ten kann, soll er er­mu­tigt wer­den, sei­ne be­vor­zug­ten Web­sites für ih­ren Con­tent zu be­zah­len. Da­zu kann er in den Ein­stel­lun­gen Bra­ve Pay­ments ak­ti­vie­ren und ein Bud­get pro Mo­nat fest­le­gen, das über Bit­co­ins ab­ge­rech­net wird. Da­nach ent­schei­det er, wel­che Web­sites (von Ver­la­gen) für die Pay­ments be­rück­sich­tigt wer­den sol­len. Der Brow­ser merkt sich, wie oft und wie lan­ge der Nut­zer auf die­sen Si­tes war und er­rech­net, wel­che Si­te wel­chen An­teil am ein­ge­stell­ten Bud­get be­kom­men soll. Von die­sem ge­hen 95 % an den Web­site-Be­trei­ber und 5 % an Bra­ve für die Ab­wick­lung. Das Sys­tem funk­tio­niert mit an­ony­mi­sier­ten Da­ten – we­der Bra­ve noch die Ver­la­ge er­hal­ten In­for­ma­tio­nen über die Nut­zer.

Das be­deu­tet al­so, dass Nut­zer des Brow­sers frei­wil­lig Geld an Ver­la­ge zah­len sol­len, da­mit sie kei­ne Wer­bung mehr se­hen, durch die sie ge­trackt wer­den, son­dern an­de­re „gu­te” Wer­bung. So­mit stellt sich na­tür­lich die Fra­ge: Wie soll das funk­tio­nie­ren? Bzw. wie will Bra­ve da­mit auf ei­ne re­le­van­te Mas­se an Nut­zern kom­men? Es ist schwer vor­stell­bar, dass sich Ot­to Nor­mal­nut­zer mit Pay­ments und Bit­co­ins her­um­schla­gen will. Si­cher wird es Leu­te ge­ben, die frei­wil­lig für Con­tent zah­len. Aber die Sum­me dürf­te nicht an­nä­hernd an das her­an­rei­chen, was die Ver­la­ge mit tra­di­tio­nel­ler Wer­bung ver­die­nen. Bei die­sem kon­fu­sen Kon­zept ist Bra­ve ein Brow­ser, den man nun wirk­lich nicht aus­pro­bie­ren muss.

FA­ZIT

Als Webent­wick­ler wer­den Sie Ih­re ge­wohn­te Ent­wick­lungs­um­ge­bung nicht auf­ge­ben wol­len. Dar­um geht es auch nicht, denn die vor­ge­stell­ten Brow­ser ha­ben an­de­re Fä­hig­kei­ten und Ziel­grup­pen. So könn­ten Sie we­ni­ger tech­ni­kaf­fi­nen Freun­den Cliqz na­he­le­gen und selbst ver­schie­de­ne Brow­ser für ver­schie­de­ne Auf­ga­ben nut­zen, et­wa ei­nen Brow­ser für die Webent­wick­lung, ei­nen für In­spi­ra­ti­on und Re­cher­che und ei­nen für So­ci­al Me­dia. Kom­men­tie­ren: screen­gui.de/35/brow­ser

Abb. 1: Die Start­sei­te des Ope­ra Ne­on wirkt gleich fri­scher und ver­spiel­ter.

Abb. 2: So zei­gen sich Split­screen und Snap-Galerie im Ope­ra Ne­on.

Abb. 3: Mes­sen­ger ha­ben ei­nen pro­mi­nen­ten Platz im Ope­ra Re­born.

Abb. 4: Mit der No­tiz-Funk­ti­on kön­nen Sie Vi­val­di gut für Re­cher­che nut­zen.

Abb. 6: Bra­ve fällt der­zeit eher durch ein kon­fu­ses Kon­zept auf.

Abb. 5: Cliqz bie­tet An­ti-Tracking, An­ti-Phis­hing und Ad-Blo­cking.

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