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Man­che se­hen in Kryp­towäh­run­gen wie Bit­co­in ei­ne fi­nanz­wirt­schaft­li­che Re­vo­lu­ti­on. Für an­de­re sind die Co­ins nur ein Spe­ku­la­ti­ons­ob­jekt für Zo­cker. Se­hen Sie sich aber die Tech­nik hin­ter dem di­gi­ta­len Geld an, so fin­den Sie dort vie­le um­wäl­zen­de An­sät­ze:

SCREENGUIDE - - E-business - TEXT: Jan Ka­den

Kryp­towäh­run­gen wie Bit­co­in, Et­he­re­um, Li­te­co­in oder Ripp­le sind in den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten im­mer wie­der in die Schlag­zei­len ge­kom­men. Bit­co­in zum Bei­spiel er­lebt re­gel­mä­ßig neue Kurs­hö­hen­flü­ge. Laut bit­co­in.de zahl­te man En­de Au­gust um die 3.700 Eu­ro pro Bit­co­in. Zum Ver­gleich: Im Ja­nu­ar 2015 wa­ren es noch zwi­schen 200 und 300 Eu­ro. Kurz vor Re­dak­ti­ons­schluss hat ei­ne Bit­co­in-Spal­tung (Hard-Fork) und die dar­aus ent­stan­de­ne neue Wäh­rung Bit­co­in Cash für ei­ni­gen Wir­bel bei den Kur­sen ge­sorgt. Aber um was geht es bei den di­gi­ta­len Wäh­run­gen über­haupt, und wie se­hen Ex­per­ten die Chan­cen und Ri­si­ken des Com­pu­t­er­golds?

WEGBEREITER BIT­CO­IN

Bit­co­in ist die ers­te Kryp­towäh­rung und seit 2009 im Um­lauf. Der Va­ter der Bit­co­ins ver­steckt sich hin­ter dem Pseud­onym Sa­to­shi Na­ka­mo­to und stammt an­geb­lich aus Ja­pan. Die ge­naue Iden­ti­tät ist aber nicht be­kannt, auch wenn in den letz­ten Jah­ren über ver­schie­de­ne Kan­di­da­ten spe­ku­liert wur­de. Na­ka­mo­to könn­te al­so auch ein Ent­wick­ler­kol­lek­tiv sein. Im­mer­hin ist die kleins­te Geld­ein­heit, ein hun­dert­mil­li­ons­tel Bit­co­in, nach ihm be­nannt wor­den: Sa­to­shi. Sei­ne grund­le­gen­de Ar­beit „Bit­co­in: A Peer-toPeer Elec­tro­nic Cash Sys­tem” kön­nen Sie auf Bit­co­in.org nach­le­sen [goo.gl/Zp9adh]. Bit­co­in wur­de ge­schaf­fen, da­mit vie­le weit­ge­hend an­ony­me Be­nut­zer Han­del trei­ben kön­nen, oh­ne sich da­bei ge­gen­sei­tig ver­trau­en zu müs­sen. Des­halb un­ter­liegt der Wäh­rung ein de­zen­tra­les Buch­hal­tungs­sys­tem, das auf vie­len Full No­des übe­r­all im Bit­co­in-Netz re­pli­ziert wird. Je­der die­ser Full No­des hat ei­ne ak­tu­el­le Ko­pie des ge­mein­sa­men Kas­sen­buchs, auf Eng­lisch: Led­ger, in dem al­le Bit­co­in-Trans­ak­tio­nen seit Be­ste­hen des Bit­co­in-Netz­werks so­wie die je­wei­li­gen Sen­der und Emp­fän­ger der Zah­lun­gen ver­zeich­net sind. So kann theo­re­tisch je­der Netz­werk­teil­neh­mer auf ei­nem Full No­de mit sei­ner Ko­pie des di­gi­ta­len Kas­sen­buchs kon­trol­lie­ren, ob ir­gend­ein an­de­rer Teil­neh­mer ge­nü­gend Bit­co­ins hat, um ein Ge­schäft zu tä­ti­gen.

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