Feins­tes Hand­werk mit Craft CMS

SCREENGUIDE - - Inneres - TEXT: Mat­thi­as Ott

Fle­xi­bel, per­for­mant, be­nut­zer- und ent­wick­ler­freund­lich

Ge­stat­ten, Craft CMS – ein fle­xi­bles, per­for­man­tes Con­tent-Ma­nage­ment-Sys­tem, das so­wohl De­si­gnern als auch Ent­wick­lern ma­xi­ma­le Frei­heit bei der Um­set­zung maß­ge­schnei­der­ter Pro­jek­te bie­tet und gleich­zei­tig Re­dak­teu­ren mit ei­ner über­sicht­li­chen, in­tui­ti­ven Be­nut­zer­ober­flä­che die Ar­beit leicht macht. In der Welt der Con­tent-Ma­nage­ment-Sys­te­me (CMS) be­kom­men die am Markt eta­blier­ten Sys­te­me wie TYPO3, Dru­pal oder Word­Press, de­ren Ur­sprung oft in die Zeit vor Re­s­pon­sive Web De­sign und der mo­bi­len Re­vo­lu­ti­on zu­rück­reicht, mo­men­tan neue, fri­sche Kon­kur­renz. Die­se neue Ge­ne­ra­ti­on von CMS ist fle­xi­bel, per­for­mant, be­nut­zer- und ent­wick­ler­freund­lich und so­mit von Grund auf sehr gut auf ak­tu­el­le An­for­de­run­gen aus­ge­legt. Zu die­ser neu­en Ge­ne­ra­ti­on ge­hört ne­ben Sys­te­men wie Pro­ces­sWi­re, Perch, Sta­tamic oder Kir­by auch Craft CMS, ein von der Fir­ma Pi­xel & To­nic aus Ore­gon, USA, ent­wi­ckel­tes PHP-ba­sier­tes, kom­mer­zi­el­les CMS [craft­cms.com]. Seit der Ein­füh­rung En­de 2012 steigt die Zahl der Web­sites, die auf Craft set­zen, ste­tig an: En­de 2017 wa­ren es be­reits über 35.000, dar­un­ter im­mer öf­ter auch be­kann­te Na­men wie das Nach­rich­ten­por­tal ProPu­b­li­ca oder der SEO-An­bie­ter MOZ. Und auch nam­haf­te Agen­tu­ren wie Hap­py Cog, Vi­get oder Cle­ar­left set­zen im­mer häu­fi­ger auf Craft. Vie­le gu­te Grün­de al­so, Craft ein­mal et­was ge­nau­er un­ter die Lu­pe zu neh­men.

VOL­LE KON­TROL­LE

Craft CMS ist von Grund auf dar­auf aus­ge­rich­tet, Con­tent in den un­ter­schied­lichs­ten For­men und Au­s­prä­gun­gen op­ti­mal ma­na­gen zu kön­nen. Da­für ha­ben sich die Ma­cher dar­auf kon­zen­triert, das Sys­tem mög­lichst fle­xi­bel zu ge­stal­ten, so­dass Sie beim An­le­gen der Struk­tu­ren und Da­ten­ty­pen auf so gut wie kei­ne be­ste­hen­den Kon­ven­tio­nen Rück­sicht neh­men müs­sen. Das gilt so­wohl im Ba­ckend als auch im Front­end. Sie star­ten mit ei­nem kom­plett lee­ren Sys­tem, und die Form des Con­tents be­stimmt dann, mit wel­chen Da­ten­fel­dern und Funk­tio­nen das Sys­tem auf­ge­baut wird. Das kommt der Über­sicht­lich­keit und Usa­bi­li­ty beim Con­tent-Edit­ing durch Re­dak­teu­re im Ba­ckend zu­gu­te, er­leich­tert gleich­zei­tig aber auch die Ar­beit für die Ent­wick­ler, die so die vol­le Kon­trol­le über ihr HTML, CSS und Ja­vaS­cript ha­ben. Denn auch im Front­end be­gin­nen Sie bei null und schrei­ben al­le be­nö­tig­ten Tem­pla­tes, Sty­les und Skrip­te selbst. Craft (dt. „Hand­werk”) trägt sei­nem Na­men al­so voll Rech­nung und po­si­tio­niert sich als kla­rer Ge­gen­ent­wurf zu Web­site-Bau­käs­ten oder Pu­blis­hing-Platt­for­men wie Me­di­um – fer­ti­ge The­mes wer­den Sie

da­her ver­geb­lich su­chen. Da­für ist Craft dank sei­ner Fle­xi­bi­li­tät sehr gut ska­lier­bar, al­so für klei­ne Port­fo­lio-Web­sites oder One-Pa­ger ge­nau­so ge­eig­net wie für um­fang­rei­che Por­ta­le oder Un­ter­neh­mens-Web­sites.

DAS CON­TROL PA­NEL

Nach ei­ner un­kom­pli­zier­ten In­stal­la­ti­on in fünf Schrit­ten (Da­tenU­pload, Zu­griffs­rech­te set­zen, Da­ten­bank an­le­gen, Da­ten­ban­kin­for­ma­tio­nen in die Kon­fi­gu­ra­ti­on ein­tra­gen, In­stall-Tool aus­füh­ren) ge­lan­gen Sie zum Dash­board des Con­trol Pa­nels von Craft (Abb. 1). Die­ses ist in­di­vi­du­ell kon­fi­gu­rier­bar und ent­hält zum Bei­spiel letz­te Ein­trä­ge, aber auch die Mög­lich­keit, schnel­le Posts di­rekt im Dash­board zu ver­fas­sen. Sie kön­nen im Con­trol Pa­nel so­wohl Sys­tem-Up­dates mit ei­nem Klick aus­füh­ren als auch zwi­schen den drei er­hält­li­chen Aus­stat­tungs­va­ri­an­ten Per­so­nal, Cli­ent und Pro wech­seln (Prei­se am En­de des Ar­ti­kels). Das ge­sam­te Con­trol Pa­nel ist über­sicht­lich und auf­ge­räumt und macht so das An­le­gen und Be­ar­bei­ten von Con­tent aus­ge­spro­chen an­ge­nehm. Zu­dem ist das Ba­ckend voll re­s­pon­sive, kann al­so be­quem auch über das Smart­pho­ne auf­ge­ru­fen wer­den, und ver­fügt über ei­ne sehr prak­ti­sche Live Pre­view, die es er­laubt, Ein­trä­ge in ei­ner Split-Screen-An­sicht zu be­ar­bei­ten, die Än­de­run­gen am In­halt di­rekt im Lay­out an­zeigt (Abb. 2).

GRUND­LE­GEN­DE KON­ZEP­TE

Con­tent wird in Craft in so­ge­nann­ten En­tries (Ein­trä­gen) an­ge­legt. Die­se En­tries be­sit­zen ei­nen Au­tor, ein Ver­öf­fent­li­chungs­da­tum, ein op­tio­na­les Ablauf­da­tum und eben be­sag­ten Con­tent. Zu­dem kön­nen von En­tries Ent­wür­fe ge­spei­chert und über ei­ne Ver­sio­nie­rung je­der­zeit al­te Stän­de wie­der­her­ge­stellt wer­den. Je­der En­try er­hält ei­ne ei­ge­ne URL, kann aber auch von über­all im Sys­tem in Tem­pla­tes aus­ge­ge­ben wer­den.

Um neue En­tries er­stel­len zu kön­nen, le­gen Sie zu­nächst ei­nen neu­en En­try Ty­pe an, z. B. „Blog­post”. Da­nach de­fi­nie­ren Sie, wel­che Da­ten­fel­der der En­try Ty­pe ha­ben soll. Die Da­ten­fel­der, in Craft Fiel­ds ge­nannt, kön­nen eben­falls kom­plett in­di­vi­du­ell an­ge­legt wer­den, ähn­lich den Cust­om Fiel­ds in Word­Press. Zur Aus­wahl ste­hen ei­ne Rei­he von vor­de­fi­nier­ten Da­ten­feld­ty­pen wie zum Bei­spiel As­sets, Check­bo­xes, Drop­down, Plain Text oder

Rich Text, Sie kön­nen aber auch je­der­zeit kom­plett neue Da­ten­feld­ty­pen über Plug­ins selbst de­fi­nie­ren. Die für ei­nen En­try an­ge­leg­ten Da­ten­fel­der kön­nen dann über ei­nen Edi­tor per Dra­gand-Drop nach Be­lie­ben sor­tiert und grup­piert wer­den (Abb. 3).

Ei­nes von Crafts mäch­tigs­ten und be­ein­dru­ckends­ten Fea­tu­res ist das so­ge­nann­te Matrix-Field (Abb. 4), mit dem sich auch kom­ple­xe Lay­outs fle­xi­bel auf­bau­en las­sen. Da­zu wer­den in ei­nem Matrix-Field ein­zel­ne Con­tent-Blö­cke de­fi­niert, die dann in be­lie­bi­ger Rei­hen­fol­ge und be­lie­big oft an­ge­legt wer­den kön­nen. Das macht das Matrix-Field ide­al für mo­du­la­re De­signs, bei de­nen sich die Rei­hen­fol­ge und An­zahl be­stimm­ter Con­tent-Ele­men­te, wie Text­blö­cke, Bil­der oder Zi­ta­te, von Sei­te zu Sei­te än­dert. Je­der der ein­zel­nen Con­tent-Blö­cke kann zu­dem mit be­lie­big vie­len Fel­dern aus­ge­stat­tet wer­den.

Al­le En­tries fin­den ih­ren Platz in Sec­tions, wo­bei Craft hier zwi­schen drei Ar­ten von Sec­tions un­ter­schei­det:

• Singles sind für sta­ti­sche Sei­ten ge­dacht, al­so bei­spiels­wei­se die Kon­takt­sei­te oder das Impressum. • Chan­nels be­inhal­ten Con­tent-Streams für ei­nen oder meh­re­re En­try Ty­pes, al­so zum Bei­spiel ei­ne Lis­te von Blo­g­ar­ti­keln oder Pho­tos. • Struc­tu­res äh­neln den Chan­nels, sind aber dann ide­al, wenn die En­tries nach ei­ner be­stimm­ten hier­ar­chi­schen Struk­tur sor­tiert wer­den sol­len, wie z. B. bei ei­ner Do­ku­men­ta­ti­on.

Beim An­le­gen der Struk­tur ei­ner Web­site kön­nen Sie be­lie­big vie­le En­tries, Fiel­ds und Sec­tions an­le­gen und sind so fle­xi­bel für al­le An­for­de­run­gen an die In­for­ma­ti­ons­ar­chi­tek­tur und Con­ten­tFor­ma­te ge­rüs­tet.

TWIG-TEM­PLA­TES

Für die HTML-Aus­ga­be nutzt Craft Twig, ei­ne schnel­le und fle­xi­ble Tem­pla­te-En­gi­ne für PHP [twig.sym­fo­ny.com]. Twig hat ei­ne leicht ver­ständ­li­che Syn­tax, vor al­lem wenn Sie be­reits Er­fah­rung mit Text-ba­sier­ten Tem­pla­te-Spra­chen ge­macht ha­ben. Hier ein­mal ein Bei­spiel, wie sich mit Twig al­le Ein­trä­ge ei­nes Blogs un­ter­ein­an­der auf­lis­ten las­sen:

Über Tags wie if, el­se und for so­wie Fil­ter steu­ern Sie die HTMLAus­ga­be in­di­vi­du­ell. In den Twig-Tem­pla­tes ste­hen zu­dem Va­ria­blen und Funk­tio­nen wie da­te(), min() oder max() zur Ver­fü­gung, Craft er­wei­tert die­se Funk­tio­nen zu­sätz­lich um wei­te­re nütz­li­che Hel­fer wie bei­spiels­wei­se shuf­fle() oder ge­tHe­a­dHtml().

Ne­ben dem Ca­ching voll­stän­di­ger Tem­pla­tes zur Per­for­man­ceOp­ti­mie­rung er­mög­licht Craft über das Tag {% ca­che %}, auch ge­zielt be­stimm­te Be­rei­che ei­nes Tem­pla­tes im Ca­che vor­zu­hal­ten, zum Bei­spiel län­ge­re Lis­ten von Con­tent, für die so vie­le Da­ten­bank­ab­fra­gen ein­ge­spart wer­den kön­nen.

AS­SET-MA­NAGE­MENT

Craft ver­fügt über ein As­set-Ma­nage­ment mit al­len nö­ti­gen Funk­tio­nen für die täg­li­che Ar­beit mit Bil­dern, Do­ku­men­ten und an­de­ren Me­di­en: Un­ter­ord­ner an­le­gen, Da­tei­en und Ord­ner per Drag-and-Drop ver­schie­ben oder um­be­nen­nen – al­les kein Pro­blem. Für das Durch­su­chen der As­sets kön­nen Sie zwi­schen ei­ner Lis­ten- und ei­ner Thumb­nail-An­sicht wäh­len.

Was bei vie­len CMS erst über Plug­ins mög­lich wird, ist bei Craft be­reits in­te­griert: Ein As­set-Ma­nage­ment, das auch die au­to­ma­ti­sier­te Ge­ne­rie­rung von Re­s­pon­sive Images be­herrscht. Craft nutzt da­für so­ge­nann­te Image Trans­forms, die Re­geln be­inhal­ten, wie ein Bild ska­liert und ob und wie es be­schnit­ten wer­den soll. Die über die Image Trans­forms an­ge­leg­ten For­ma­te wer­den beim

ers­ten Auf­ruf des Bil­des ge­ne­riert und kön­nen im Tem­pla­te z.B. über ein Pic­tu­re-Ele­ment aus­ge­ge­ben wer­den. Wer As­sets gern über ein CDN oder ei­nen Cloud-Spei­cher aus­lie­fern möch­te, kann dies mit Craft eben­falls tun. Craft Pro un­ter­stützt da­zu von Haus aus Ama­zon S3, Rack­s­pace Cloud Fi­les und Goog­le Cloud Sto­r­a­ge.

KA­TE­GO­RI­EN UND TAGS

Um den Con­tent ei­ner Site bes­ser zu struk­tu­rie­ren, bie­tet Craft die Mög­lich­keit, Ka­te­go­ri­en und Tags (Schlag­wor­te) an­zu­le­gen und dann den ein­zel­nen En­tries zu­zu­wei­sen. Wäh­rend die Ka­te­go­ri­en über die Ein­stel­lun­gen und na­tur­ge­mäß in ei­ner hier­ar­chi­schen Struk­tur an­ge­legt wer­den, sind die Tags frei de­fi­nier­bar und kön­nen be­quem auch di­rekt beim Edi­tie­ren ei­nes En­tries hin­zu­ge­fügt wer­den.

BE­NUT­ZER- UND RECH­TE-MA­NAGE­MENT

Craft Pro kommt mit ei­nem um­fang­rei­chen Be­nut­zer- und Rech­te-Ma­nage­ment. Be­nut­zer kön­nen so­wohl über das Con­trol Pa­nel an­ge­legt wer­den als auch über ei­ne Re­gis­trie­rung im Front­end. Die so an­ge­leg­ten Be­nut­zer kön­nen zu­dem Grup­pen zu­ge­wie­sen wer­den, wo­bei ein Be­nut­zer auch meh­re­ren Grup­pen an­ge­hö­ren kann. Für ein­zel­ne Be­nut­zer in­di­vi­du­ell oder für Grup­pen kön­nen dann de­tail­lier­te Rech­te fest­ge­legt wer­den. So kön­nen Sie bei­spiels­wei­se de­fi­nie­ren, in wel­chen Sec­tions ein Be­nut­zer Ein­trä­ge er­stel­len, ver­öf­fent­li­chen oder lö­schen kann, oder auch ob er Ein­trä­ge von an­de­ren Nut­zern be­ar­bei­ten darf.

MEHR­SPRA­CHIG­KEIT

Auch wenn die kos­ten­lo­se Ba­sis­ver­si­on Craft Per­so­nal kei­ne Lo­ka­li­sie­rungs­funk­tio­nen bie­tet, kön­nen Sie bei ei­nem Wech­sel zu Craft Pro auch für be­ste­hen­de In­hal­te pro­blem­los neue Sprach­ver­sio­nen an­le­gen. Für wei­te­re Spra­chen pfle­gen Sie In­hal­te be­quem auf En­try-Ebe­ne für die be­reits exis­tie­ren­den Da­ten­fel­der ein. Der Wech­sel zwi­schen den Sprach­ver­sio­nen ei­nes Ein­trags er­folgt da­bei über ei­nen ein­zi­gen Klick in der Sei­ten­leis­te.

PLUG­INS

Craft CMS lie­fert für vie­le An­wen­dungs­fäl­le schon mit Bord­mit­teln pas­sen­de Lö­sun­gen. Den­noch kön­nen für spe­zi­el­le­re Lö­sun­gen na­tür­lich Plug­ins nö­tig sein. Auf strai­gh­tup­craft.com, dem

um­fang­reichs­ten Ver­zeich­nis von kos­ten­lo­sen und kom­mer­zi­el­len Plug­ins für Craft, sind in­zwi­schen über 650 ver­schie­de­ne Plug­ins ge­lis­tet. Für vielfältige An­for­de­run­gen sind hier be­reits Plug­ins vor­han­den, zum Bei­spiel für die Su­che (Goog­le Cust­om Se­arch, goo.gl/hg1U2j), Rou­ting (Re­tour, goo.gl/HgCzWN), wei­te­re Da­ten­fel­der (Fiel­ds, goo.gl/aFkAB2), Ta­bel­len (Su­per Ta­ble, goo.gl/XRN2gP), Such­ma­schi­nen-Op­ti­mie­rung (SEO­ma­tic, goo.gl/ tt­mu­wi) oder auch um ei­ne JSON API für En­tries be­reit­zu­stel­len (Ele­ment API, goo.gl/FfrqgK). Sie ha­ben aber auch je­der­zeit die Mög­lich­keit, Craft mit ei­nem selbst ge­schrie­be­nen Plu­gin zu er­wei­tern. Craft ba­siert auf Yii, ei­nem per­for­man­ten Open-Sour­ce-PHP-Frame­work [yiiframe­work.com]. Da­tei­struk­tu­ren, Klas­sen und Me­tho­den sind sinn­voll struk­tu­riert und gut do­ku­men­tiert, was die Ent­wick­lung ei­ge­ner Plug­ins deut­lich er­leich­tert. Die Plug-in-Ar­chi­tek­tur selbst ist mit ei­nem Con­trol­ler, Mo­dels, Ser­vices und Re­cor­ds eben­falls nach­voll­zieh­bar auf­ge­baut und er­schließt sich schnell. Über die craft()-Funk­ti­on kön­nen Sie al­le Ser­vice-Klas­sen der KernAn­wen­dung di­rekt auf­ru­fen, wie zum Bei­spiel „craft()->re­quest”, „craft()->user” oder „craft()->en­tries”. Au­ßer­dem kön­nen Sie für Ihr Plu­gin je­der­zeit neue Da­ten­feld-Ty­pen, Tem­pla­te-Va­ria­blen oder auch Dash­board-Wid­gets an­le­gen. Kom­ple­xe­re Lö­sun­gen las­sen sich so sau­ber struk­tu­riert und den je­wei­li­gen An­for­de­run­gen ent­spre­chend ent­wi­ckeln.

COM­MU­NI­TY

Ei­ne le­ben­di­ge Com­mu­ni­ty ist für vie­le Ent­wick­ler ein wich­ti­ges Ent­schei­dungs­kri­te­ri­um bei der Aus­wahl ei­nes Sys­tems. Na­tur­ge­mäß ist die Com­mu­ni­ty bei Craft auf­grund des noch re­la­tiv ge­rin­gen Al­ters und der vor al­lem in Deutsch­land noch ge­rin­ge­ren Ver­brei­tung klei­ner als bei eta­blier­ten Sys­te­men. Die Craf­tCom­mu­ni­ty lässt sich da­her eher mit den At­tri­bu­ten klein, aber fein be­schrei­ben. Zu­dem leis­tet das Team von Pi­xel & To­nic gu­te Ar­beit beim Be­ant­wor­ten von auch kom­ple­xe­ren Pro­ble­men im St­ack Ex­ch­an­ge zu Craft [craft­cms.stack­ex­ch­an­ge.com]. In Kom­bi­na­ti­on mit der Craft Slack Com­mu­ni­ty mit über 5.500 Mit­glie­dern, welt­weit statt­fin­den­den Meet-ups und ei­ner aus­führ­li­chen und leicht ver­ständ­li­chen Do­ku­men­ta­ti­on mit viel­fäl­ti­gen Bei­spie­len fällt so ei­ner­seits der Ein­stieg leicht, an­de­rer­seits las­sen sich auch kom­ple­xe Pro­ble­me über die Com­mu­ni­ty auf gu­tem Ni­veau dis­ku­tie­ren und klä­ren. Die im letz­ten Jahr ins Le­ben ge­ru­fe­ne De­ve­l­oper-Kon­fe­renz Dot All wird vom 26. bis 28. Sep­tem­ber 2018 in der Kul­tur­braue­rei in Ber­lin statt­fin­den. Ei­ne gu­te Ge­le­gen­heit, sich selbst ein Bild von Craft und der Com­mu­ni­ty zu ma­chen [do­tall.com/2018].

PREI­SE

Craft ist zwar kei­ne Open-Sour­ce-Soft­ware, den­noch ist die Ba­sis­va­ri­an­te Craft Per­so­nal kos­ten­los und kann so­wohl für pri­va­te als auch kom­mer­zi­el­le Pro­jek­te ge­nutzt wer­den. Da­für müs­sen Sie al­ler­dings mit nur ei­nem Ad­min-Ac­count, oh­ne Mehr­spra­chig­keit und oh­ne Rech­te-Ma­nage­ment aus­kom­men. Craft Cli­ent kos­tet 199 US-Dol­lar pro Web­site und ist ide­al für Sites mit ei­nem Ad­min und ei­nem Con­tent-Ma­na­ger. Den vol­len Funk­ti­ons­um­fang in­klu­si­ve be­lie­big vie­ler Be­nut­zer-Ac­counts, Mehr­spra­chig­keit, Grup­pen, Rech­te-Ma­nage­ment und Cloud In­te­gra­ti­on er­hal­ten Sie schließ­lich mit Craft Pro für ein­ma­lig 299 US-Dol­lar pro Web­site. In ei­ner lo­ka­len Ent­wick­lungs­um­ge­bung las­sen sich üb­ri­gens al­le Funk­tio­nen von Craft Pro voll­um­fäng­lich nut­zen. Die Li­zenz­ge­bühr wird al­so erst fäl­lig, wenn Ihr Pro­jekt tat­säch­lich live geht.

CRAFT COM­MER­CE

Craft Com­mer­ce ist ei­ne voll­wer­ti­ge Shop-Lö­sung, die von Pi­xel & To­nic als Plu­gin für Craft an­ge­bo­ten wird. Craft Com­mer­ce ver­fügt über al­le wich­ti­gen Funk­tio­nen ei­nes Shop-Sys­tems wie Pro­mo­ti­ons, Check­out, Versand und Be­stell­ver­wal­tung und ist wie Craft CMS selbst auf Fle­xi­bi­li­tät aus­ge­legt. Statt sich al­so an die be­ste­hen­den Struk­tu­ren ei­nes klas­si­schen Shop-Sys­tems hal­ten zu müs­sen, kön­nen Sie mit Craft Com­mer­ce ei­nen kom­plett in­di­vi­du­el­len Shop er­stel­len. Craft Com­mer­ce kos­tet in­klu­si­ve ei­ner Li­zenz für Craft Pro 999 US-Dol­lar.

AB APRIL 2018: CRAFT 3

Soll­ten Sie nun schon mit dem Ein­satz von Craft lieb­äu­geln, lohnt es sich even­tu­ell, noch ein paar Ta­ge zu war­ten. Denn für den 4. April 2018 ha­ben Pi­xel & To­nic das kom­plett über­ar­bei­te­te Craft 3 an­ge­kün­digt, das schon seit Län­ge­rem als Be­ta-Ver­si­on und mo­men­tan als Re­lease Can­di­da­te zur Ver­fü­gung steht. Craft 3 ba­siert auf den je­weils neu­es­ten Ver­sio­nen von Yii und Twig und ver­spricht noch ein­mal Ver­bes­se­run­gen in vie­len Be­rei­chen des CMS. So ist Craft 3 bis zu 40 % schnel­ler als sein Vor­gän­ger, un­ter­stützt nun auch Com­po­ser und Post­greSQL und er­mög­licht ei­ne In­stal­la­ti­on über die Com­mand-Li­ne. Als RichText-Edi­tor setzt Craft 3 auf CKE­di­tor statt Re­dak­tor, und das neue Fea­tu­re Mul­ti-Site er­mög­licht das Be­trei­ben meh­re­rer Web­sites mit ei­ner ein­zi­gen In­stanz des CMS. Über ei­nen neu­en Image Edi­tor las­sen sich Bil­der nicht nur be­quem dre­hen und be­schnei­den, Sie kön­nen auch über ei­nen Fo­kus-Punkt fest­le­gen, wel­che Bild­be­rei­che beim Be­schnitt er­hal­ten blei­ben sol­len. Vor al­lem aber de­bü­tiert mit Craft 3 der neue Plu­gin-Store, über den Sie kos­ten­lo­se und kom­mer­zi­el­le Plug­ins di­rekt über das Con­trol Pa­nel be­zie­hen kön­nen. Al­les in al­lem vie­le Neue­run­gen und ein wei­te­rer Schritt nach vorn für ein Sys­tem, das auch schon in der ak­tu­el­len Ver­si­on 2 ge­nü­gend gu­te Grün­de für ei­nen Ein­satz mit­bringt. Ein Up­date von Craft 2 auf Ver­si­on 3 ist mög­lich, oh­ne dass Sie Ihr Sys­tem kom­plett neu bau­en müs­sen. Set­tings, Da­ten­bank und Tem­pla­tes kön­nen in das neue Sys­tem über­nom­men wer­den. Bei Plug­ins soll­ten Sie aber dar­auf ach­ten, dass die­se mit Craft 3 kom­pa­ti­bel sind.

Mat­thi­as Ott hat Kom­mu­ni­ka­ti­ons­de­sign stu­diert und ar­bei­tet als selbst­stän­di­ger User Ex­pe­ri­ence De­si­gner und UI En­gi­neer. Er ist au­ßer­dem Lehr­be­auf­trag­ter für In­ter­face Pro­to­typ­ing an der Mu­the­si­us Kunst­hoch­schu­le Kiel. Seit Be­ginn die­sen Jah­res schreibt er den mo­nat­li­chen News­let­ter pro­to­typ­ing.news rund um das The­ma Pro­to­typ­ing für das Web [pro­to­typ­ing. news]. Für Craft CMS hat er un­ter an­de­rem ein Plu­gin für das Emp­fan­gen und Ver­sen­den von Web­men­ti­ons ent­wi­ckelt [goo.gl/Qh­pXUY].

Abb. 1: Schlicht, funk­tio­nal und in­di­vi­du­ell an­pass­bar: Das Con­trol Pa­nel von Craft ist voll re­s­pon­sive und er­leich­tert Re­dak­teu­ren die Ar­beit.

Abb. 2: Mit der Live Pre­view von Craft kön­nen Sie in­halt­li­che Än­de­run­gen vor der Ver­öf­fent­li­chung di­rekt im Ori­gi­nal­lay­out prü­fen.

Abb. 3. Drag-and-Drop in Tabs: Mit dem Field Edi­tor be­stim­men Sie be­quem die An­ord­nung der Da­ten­fel­der im Ba­ckend.

Abb. 4: Be­lie­big vie­le Blö­cke von Con­tent in be­lie­bi­ger Rei­hen­fol­ge: das Matrix-Field von Craft CMS

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