Fern­se­hen

DVB-T2, Ka­bel & Co. im Über­blick.

selbst ist der Mann - - Inhalt - Text Pe­ter Ba­rusch­ke

Rau­schen in der Kis­te: Wer bis­lang mit ei­ner ver­gleichs­wei­se ein­fa­chen Zim­mer- oder Dach­an­ten­ne DVB-TFern­se­hen ge­nutzt hat, wird jetzt zur An­schaf­fung neu­er Tech­nik ge­nö­tigt. Da­hin­ter steckt ei­ne Neu­ver­tei­lung der Funk­fre­quen­zen: Ei­ni­ge der bis­he­ri­gen Fern­seh­fre­quen­zen wur­den nun für den LTE-Mo­bil­funk frei­ge­macht. Da­mit dies nicht zu ei­ner Ver­rin­ge­rung des An­ge­bots führt, ver­wen­det man ein neu­es Kom­pri­mie­rungs­ver­fah­ren. DVB-T2 bün­delt die Ka­nä­le bes­ser als die bis­he­ri­ge Tech­nik – frei­lich müs­sen da­für so­wohl auf Sen­der- als auch auf Emp­fangs­sei­te neue Ge­rä­te an­ge­schafft wer­den.

Pri­va­te Pro­gram­me kos­ten in der ter­res­tri­schen Über­tra­gung nun ex­tra

Die Kun­den wer­den mit ei­nem bes­se­ren HD-Bild ge­kö­dert – sol­len aber gleich­zei­tig dau­er­haft zur Kas­se ge­be­ten wer­den. Denn nur wer sich künf­tig aus­schließ­lich mit ­öf­fent­lich­recht­li­chen Sen­dern zu­frie­den­gibt, kann DVB-T2 kos­ten­frei emp­fan­gen. Die meis­ten pri­va­ten An­bie­ter flim­mern erst ins Haus, wenn man jähr­lich 69 Eu­ro lo­cker­macht. Was for­mal als Kos­ten­be­tei­li­gung für die HD-Über­tra­gung da­her­kommt, ist fak­tisch Pay-TV durch die Hin­ter­tür.

Prü­fen Sie da­her vor dem Kauf von Neu­ge­rä­ten, ob DVB-T2 über­haupt der pas­sen­de Emp­fangs­weg für Ih­ren Be­darf ist. Wer auf pri­va­te Ka­nä­le nicht ver­zich­ten will und sich da­bei mit ei­ner „nor­ma­len“Auf­lö­sung zu­frie­den­gibt, soll­te die Auf­stel­lung ei­ner Sa­tel­li­ten­an­la­ge er­wä­gen – auch wenn da­bei zu­nächst hö­he­re Kos­ten an­fal­len.

Wer in ei­nem Ge­biet mit schnel­lem In­ter­net wohnt, kann sich auch ein­mal bei sei­nem Te­le­fon­an­bie­ter um­schau­en – even­tu­ell kann auch ein güns­ti­ger Ein­stieg in die IPTV-Tech­nik (Fern­se­hen via In­ter­net) das rich­ti­ge sein. So­wohl Fern­seh­tech­nik als auch -seh­ge­wohn­hei­ten än­dern sich der­zeit schnell – auf län­ge­re Sicht er­war­ten Be­ob­ach­ter die Ab­lö­sung des li­nea­ren Fern­se­hens (mit fes­tem Sen­de­pro­gramm) durch in­di­vi­du­ell ab­ruf­ba­re Pro­gramm­an­ge­bo­te, wie sie heu­te schon in den Me­dia­the­ken vie­ler Fern­seh­an­bie­ter oder per Set-Top-Box frei­er Strea­m­ing­diens­te ver­füg­bar sind.

Au­ßer­dem se­hen Sie in ei­nem elek­tro­ni­schen Pro­gramm­füh­rer (EPG) ei­ne Vor­schau des Fern­seh­pro­gramms. 4

Bei schlech­ten Emp­fangs­ver­hält­nis­sen kann das Bild Pi­xel­feh­ler zei­gen oder „ein­frie­ren“– hier hilft even­tu­ell ein Ver­stär­ker. 6

Auf den Klas­si­ker Bild­schirm­text muss man auch in DVB-T2 nicht ver­zich­ten, die Sei­ten­wahl er­folgt über Text­feld oder Fern­be­die­nung. 5

1 Mo­bi­ler Ein­stieg in den Stan­dard DVB-T2: USB-Stick (ca. 100 Eu­ro) mit Emp­fän­ger für PC und Lap­top von Ge­nia­tech.

In ei­ner Über­sichts­funk­ti­on wer­den Fern­seh­bild und Text­in­for­ma­tio­nen gleich­zei­tig ein­ge­blen­det. 3

Ne­ben dem Fern­seh­bild wer­den Pro­gramm­in­for­ma­tio­nen über­tra­gen, die auf dem Bild­schirm ein­ge­blen­det wer­den kön­nen. 2

Mehr­kos­ten: Der Emp­fang pri­va­ter Ka­nä­le kos­tet künf­tig bei DVB-T2 ex­tra.

Emp­fängt der Fern­se­her kein DVB-T2, dann be­nö­ti­gen Sie ei­nen zu­sätz­li­chen Re­cei­ver.

Al­ter­na­ti­ve zu DVB-T2: In­stal­la­ti­on ei­ner Sa­tel­li­ten-An­la­ge oh­ne lau­fen­de Kos­ten.

Wei­te­re An­lei­tun­gen, Tipps & Ide­en auf www.selbst.de/wis­sen-tech­nik

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