Ma­ga­zin

In­no­va­ti­on und Know-how

selbst ist der Mann - - Inhalt -

Das Ge­setz im Wort­laut (§ 42a Ver­bot des Füh­rens von An­scheins­waf­fen und be­stimm­ten trag­ba­ren Ge­gen­stän­den): (1) Es ist ver­bo­ten [...] Mes­ser mit ein­hän­dig fest­stell­ba­rer Klin­ge (Ein­hand­mes­ser) oder fest­ste­hen­de Mes­ser mit ei­ner Klin­gen­län­ge über 12 cm zu füh­ren. [...] (2) Ab­satz 1 gilt nicht [...] 2. für den Trans­port in ei­nem ver­schlos­se­nen Be­hält­nis, 3. für das Füh­ren [...], so­fern ein be­rech­tig­tes In­ter­es­se vor­liegt. Dar­aus folgt: Ein­hän­dig klapp­ba­re Mes­ser mit Ver­rie­ge­lung dür­fen zum Bei­spiel in ei­nem Ruck­sack oder ei­ner Ak­ten­ta­sche ( ver­schlos­se­nes Be­hält­nis) mit­ge­führt wer­den. Am Gür­tel, aber auch in der Ho­sen­ta­sche oder zum Bei­spiel auch im Hand­schuh­fach ist das Mit­füh­ren da­ge­gen nur er­laubt, wenn ein be­rech­tig­tes In­ter­es­se vor­liegt – und da­bei kann es so­wohl von der Si­tua­ti­on als auch vom Er­mes­sen des kon­trol­lie­ren­den Be­am­ten ab­hän­gig sein, ob das Mes­ser be­an­stan­det oder gar kon­fis­ziert wird. Als be­rech­tig­tes In­ter­es­se wird ei­ne be­ruf­li­che Nut­zung, ein Mit­füh­ren bei der Jagd oder in der Brauch­tums­pfle­ge in al­ler Re­gel ak­zep­tiert – doch auch hier gibt es kei­ne kla­ren De­fi­ni­tio­nen. Ein Mit­füh­ren bei ei­ner Wanderung wird bei ei­ner Kon­trol­le im Thü­rin­ger Wald er­fah­rungs­ge­mäß eher ak­zep­tiert als im Baye­ri­schen Wald. Im Zwei­fel wählt man ein Mes­ser, das vom Tra­ge­ver­bot nicht be­trof­fen ist. Dar­un­ter fal­len al­le Klapp­mes­ser mit Zwei­hand-Be­die­nung beim Öff­nen, al­le Klapp­mes­ser oh­ne Klin­genar­re­tie­rung und fest­ste­hen­de Mes­ser mit we­ni­ger als 12 Zen­ti­me­ter Klin­gen­län­ge.

Ein­hand­mes­ser: Die­ser Mes­ser­typ (oben) un­ter­liegt be­son­de­ren Re­ge­lun­gen im deut­schen Waf­fen­recht. Zwei­hand­mes­ser: Die­ser Typ Klapp­mes­ser darf in der Ho­sen­ta­sche ge­tra­gen wer­den.

Kl app­mes­ser: Ist die Klin­ge nur mit zwei Hän­den zu öff­nen, ist die Nut­zung oh­ne Ein­schrän­kung er­laubt.

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