Bau­plan­the­ma Leucht­turm

Vor­bild für un­se­ren statt­li­chen Leucht­turm ist das öst­lichs­te deut­sche Leucht­feu­er Greifs­wal­der Oie. All­zu streng ha­ben wir uns je­doch nicht an das Ori­gi­nal ge­hal­ten, da der Bau schon oh­ne die zahl­rei­chen De­tails ei­ne ech­te Her­aus­for­de­rung ist.

selbst ist der Mann - - Inhalt - Text Ge­re­on Bründt

Leucht­feu­er in 150 cm Hö­he – un­ser Turm „Greifs­wal­der Oie“macht was her!

Be­reits 1855 wur­de der Ost­see-Leucht­turm auf der In­sel Greifs­wal­der Oie of­fi­zi­ell in Be­trieb ge­nom­men. Der Back­stein­bau sen­det sein Licht – ur­sprüng­lich er­zeugt durch die Ver­bren­nung von Rüb­öl – in rund 49 Me­tern Hö­he über dem Mee­res­spie­gel aus. Der letz­te Leucht­feu­er-Ma­schi­nist ver­ließ be­reits 1978 mit sei­ner Fa­mi­lie den Turm, seit­dem wird er fern­ge­steu­ert. Ei­ne Be­son­der­heit ist, dass sich die Op­tik ent­ge­gen dem Uhr­zei­ger­sinn dreht. Das durch Ha­lo­gen­me­tall­dampflam­pen er­zeug­te Licht hat da­bei ei­ne Nenn­trag­wei­te von 26 See­mei­len – das ent­spricht rund 48 Ki­lo­me­tern.

Für un­se­ren Nach­bau im im­po­san­ten Maß­stab von rund 1:25 leg­ten wir vor al­lem Wert auf ei­ne sta­bi­le, dau­er­haf­te und trotz der kom­ple­xen For­men mög­lichst ein­fa­che Grund­kon­struk­ti­on. Da­her wur­de auf kom­pli­zier­te und doch nicht sicht­ba­re Dach­stüh­le ver­zich­tet und mehr in flä­chi­gen Ele­men­ten der Ge­bäu­de­hül­len ge­dacht.

Als Werk­stoff ha­ben wir uns wei­test­ge­hend für 12 mm star­kes Bir­ke-Mul­ti­plex ent­schie­den, das gleich­zei­tig ver­zugs­arm ist und la­ckiert ei­ne gu­te Wet­ter­sta­bi­li­tät mit­bringt. Der Zu­schnitt der ein­zel­nen Ge­bäu­de­flä­chen er­for­dert hier­durch al­ler­dings ein ho­hes Maß an Ge­nau­ig­keit, prä­zi­se Win­kel­schnit­te sind vor al­lem bei den Turm­wän­den und dem Leucht­turm-Dach er­for­der­lich. Als Min­dest­aus­stat­tung soll­te hier ei­ne gu­te Hand­krei­so­der Tauch­sä­ge mit Füh­rungs­schie­ne vor­han­den sein – idea­ler­wei­se ei­ne For­mat­kreis­sä­ge! La­ckie­ren Sie zum Teil be­reits wäh­rend der Mon­ta­ge die In­nen­flä­chen mit Klar­lack, da­mit hier nicht Feuch­tig­keit zu Schim­mel führt. Die Au­ßen­flä­chen soll­ten Sie grun­die­ren und far­big la­ckie­ren – St­ein­fu­gen kön­nen Sie mit ei­nem Lack­stift auf­zeich­nen und an­schlie­ßend al­les kom­plett klar über­la­ckie­ren. Die netz­strom­ge­speis­ten Nie­der­volt-Licht­quel­len wur­den vor Näs­se ge­schützt im Ge­bäu­d­e­in­ne­ren mon­tiert.

Mit rund 150 Zen­ti­me­tern Hö­he ist der Leucht­turm ei­ne im­po­san­te Er­schei­nung

Ef­fekt­voll in­sze­niert: Durch die In­nen­be­leuch­tung wirkt der Leucht­turm vor al­lem bei Däm­mer­licht.

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