Kleb­stoff-Sys­te­ma­tik

selbst ist der Mann - - Wiss En & Technik -

Klas­si­sche Haus­halts­kleb­stof­fe und Ba­s­tel­kle­ber funk­tio­nie­ren phy­si­ka­lisch durch die Ver­duns­tung des ent­hal­te­nen Lö­sungs­mit­tels – das kann auch Was­ser sein. Auch Schmelz­kleb­stof­fe (Heiß­kle­ber) ge­hö­ren zu den phy­si­ka­lisch ab­bin­den­den Kleb­stof­fen; hier führt die Tem­pe­ra­tur­än­de­rung zu ei­ner Ver­fes­ti­gung des Kleb­stoffs. Vor­teil die­ser Kleb­stoff­grup­pe: Es sind vie­le Ma­te­ria­li­en pro­blem­los un­ter­ein­an­der ver­kleb­bar. Da bei phy­si­ka­li­schen Kle­bern die Haf­tungs­kraft (Ko­hä­si­on) nur durch ei­ne Ver­dich­tung der zu­vor ge­lös­ten Kleb­stoff­teil­chen er­reicht wird, ist die Fes­tig­keit sol­cher Kleb­stof­fe al­ler­dings be­grenzt – am ge­rings­ten sind die Haf­tungs­wer­te bei den so­ge­nann­ten Al­le­s­kle­bern, die zu den Nass­kleb­stof­fen zäh­len. Bei che­misch här­ten­den Kle­bern ist die Ko­hä­si­on hö­her, sie wird durch ei­ne stoff­li­che Ve­rän­de­rung des Kleb­stoffs er­reicht. Ein­kom­po­nen­ti­ge Kle­ber die­ser Art re­agie­ren meist mit der um­ge­ben­den Luft­feuch­tig­keit.

Ex­trem fes­te Ver­bin­dun­gen sind oft am bes­ten mit che­mi­schen Kleb­stof­fen zu er­rei­chen. Der Kle­ber re­agiert da­bei häu­fig mit Feuch­tig­keit.

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