Spann­werk­zeu­ge

Hal­ten, fi­xie­ren, pres­sen, span­nen – vor al­lem bei Leim­ar­bei­ten er­spa­ren cle­ve­re Spann­mit­tel ei­nen Hel­fer. Kön­nen sie die Schraub­zwin­ge er­set­zen?

selbst ist der Mann - - Inhalt - Text Pe­ter Ba­rusch­ke

Ob zum Schrau­ben, Span­nen oder Klem­men – die­se Werk­zeu­ge ge­ben Halt!

Wenn’s klemmt, dann kann das auch Ab­sicht sein – bei Zwin­gen ist die Klem­mung der Bau­tei­le un­ter­ein­an­der so­gar Funk­ti­ons­prin­zip. Mit Fe­der­kraft quer­ge­stell­te Me­tall­plätt­chen hem­men in Schnell­spann­zwin­gen die Be­we­gung des Sp­an­n­arms an der Hal­te­schie­ne, Griff und En­trie­ge­lung he­ben die Fe­der­span­nung tem­po­rär auf – wie es ge­nau funk­tio­niert, se­hen Sie auf Sei­te 84. Wie bei höl­zer­nen Klemm­zwin­gen ist die Spann­kraft zwar be­grenzt – reicht aber zum si­che­ren Fi­xie­ren oder für Leim­ar­bei­ten aus.

Die höchs­te Press­kraft bie­ten Schraub­zwin­gen. Der ver­stell­ba­re Sp­an­n­arm hält auch hier durch Ver­kan­ten auf der stäh­ler­nen Rü­cken­schie­ne – ei­ne Rif­fe­lung ver­hin­dert da­bei al­ler­dings ein Ab­rut­schen bei grö­ße­ren Druck­kräf­ten. Der ver­stell­ba­re Press-Stem­pel am un­te­ren Sp­an­n­arm wird per Ge­win­de­s­pin­del zwangs­ge­führt – da­bei be­grenzt ein­zig die Hand­kraft des An­wen­ders die mög­li­che Kraft am Werk­stück. Da­mit es hier nicht zu Be­schä­di­gun­gen kommt, soll­te man an emp­find­li­chen Ober­flä­chen Zu­la­gen ver­wen­den – das gilt be­son­ders bei der Nut­zung von Zwin­gen mit grö­ße­rer Spann­wei­te. An klei­ne­ren Leim­flä­chen soll­te man Schraub­zwin­gen nicht zu fest an­zie­hen, da sonst

der an­ge­ge­be­ne Leim aus der Fu­ge gleich wie­der her­aus­ge­presst wird – was die Be­last­bar­keit der Ver­bin­dung re­du­ziert.

Klei­ne­re und un­re­gel­mä­ßig ge­form­te Ver­bin­dungs­stel­len sind mit Fe­der- oder Rat­schen­zwin­gen leich­ter zu er­rei­chen. Hier­bei sorgt ent­we­der ei­ne Fe­der für die nö­ti­ge Hal­te­kraft, bei Rat­schen­zwin­gen kann die Druck­kraft des Spann­mit­tels durch die Stär­ke des An­drucks bei Mon­ta­ge do­siert wer­den. Die Rat­sche ver­rie­gelt dann die Zwin­genar­me in der vor­ge­wähl­ten Po­si­ti­on.

Ver­lei­mun­gen sper­ri­ger Werk­stü­cke sind auch mit Spann­gur­ten mög­lich, al­ler­dings ist hier ei­ne gleich­mä­ßi­ge Kraft­ver­tei­lung schwie­rig. Um Druck­stel­len an emp­find­li­chen Werk­stof­fen zu ver­mei­den, soll­ten Sie die Kan­ten im Spann­be­reich mit Pap­pe- oder noch bes­ser Kunst­stoff­pro­fi­len schüt­zen und den Gurt bei Be­darf ma­nu­ell nach­zie­hen.

Schnel­ler Druck: Klemm- und Schnell­spann­zwin­gen kön­nen Sie be­son­ders ein­fach in Po­si­ti­on brin­gen.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.