Zim­mer­pflan­zen

Tro­cke­ne Luft und we­nig Licht: Wo schein­bar nichts wächst, sind Spe­zia­lis­ten und ei­ne gu­te Pfle­ge ­ge­fragt.

selbst ist der Mann - - Inhalt - Text Tho­mas HeSS

Ge­eig­ne­te Pflan­zen und Pfle­ge bei tro­cke­ner Luft und we­nig Licht.

B rau­ne Blatt­spit­zen, lan­ge Trie­be oder küm­mer­li­cher Wuchs – so pro­tes­tie­ren Pflan­zen ge­gen ei­nen un­güns­ti­gen Stand­ort. Der „Le­bens­raum Haus“macht es den grü­nen Mit­be­woh­nern aber auch nicht leicht, be­son­ders im Win­ter: Mal ist es ein voll­son­ni­ger Platz, mal Licht­man­gel und mal die tro­cke­ne Raum­luft, die den Pflan­zen zu schaf­fen macht. Und im Win­ter wird der be­lieb­tes­te Stand­ort – die Fens­ter­bank – zum Ex­trem­stand­ort: Von un­ten zieht tro­cke­ne Hei­zungs­luft an den Blät­tern vor­bei und die Schei­ben sind eis­kalt. Oh­ne Hei­zung über­trägt sich die Käl­te der Fens­ter­bank di­rekt auf die Wur­zeln. Su­chen Sie schon im Herbst für je­de Pflan­ze den bes­ten Stand­ort aus und las­sen Sie sie dann dort den Win­ter über ste­hen. Ein stän­di­ges Hin und Her mag kei­ne Zim­mer­pflan­ze! Im Win­ter ist ein hel­ler Stand­ort

oh­ne Zug­luft und mit ei­ner Raum­tem­pe­ra­tur von min­des­tens 18 °C für die meis­ten Pflan­zen ein idea­ler Über­win­te­rungs­platz. Kal­te Fens­ter­bän­ke sind ganz schnell ent­schärft: Stel­len Sie Ih­re Pflan­zen ein­fach auf ei­ne Sty­ro­por­plat­te oder um­ge­dreh­te Blu­men­töp­fe. Das Sty­ro­por kön­nen Sie auch im Über­topf ver­ste­cken, dann sieht es wohn­li­cher aus. Rü­cken Sie die Pflan­zen et­was vom Fens­ter weg, so­dass kein Blatt di­rek­ten Kon­takt da­mit hat. Staub wirkt wie ei­ne Son­nen­bril­le und min­dert das oh­ne­hin küm­mer­li­che Licht im Win­ter. Den­ken Sie beim Staub­wi­schen da­her auch an die Pflan­zen. Ist es im win­ter­li­chen Wohn­zim­mer zu warm, soll­ten ei­ni­ge Pflan­zen lie­ber in küh­le­re Zim­mer ins Exil ge­hen. Hel­le Schlaf­zim­mer oder un­ge­nutz­te Gäs­te­zim­mer sind für sol­che Pflan­zen in­ter­es­sant, die im gut be­heiz­ten Wohn­zim­mer so­fort gel­be Blät­ter be­kom­men. Da­zu ge­hö­ren Zim­mer­lin­de (Spar­ma­nia af­ri­ca­na), Zim­mer­tan­ne (Arau­ca­ria he­tero­phyl­la), Or­chi­de­en, Yuc­cas oder die statt­li­che Gei­gen­fei­ge (Fi­cus ly­ra­ta).

Schwert­farn: Liebt hel­le Plät­ze, will im Win­ter ger­ne ab und zu mit Was­ser be­sprüht wer­den.

Zu­sätz­li­che Be­leuch­tung Bei Licht­man­gel hilft die Son­ne aus der Steck­do­se: Ide­al sind Ener­gie­spar­lam­pen, die für meh­re­re St­un­den am Tag leuch­ten. Die­se Lam­pen wer­den wie auch LEDs nicht warm, was ei­ne Auf­hän­ge­hö­he von 25 cm über den Pflan­zen zu­lässt. Leucht­dau­er am bes­ten mit Zeit­schalt­uh­ren steu­ern.

Schön­heits­kur: Stau­bauf­la­gen feucht ab­wi­schen. Bei Pflan­zen, die wie Far­ne sehr fei­ne Blät­ter ha­ben, neh­men Sie ei­nen Staub­we­del.

Wei­te­re An­lei­tun­gen, Tipps & Ide­en auf www.selbst.de/gar­ten-frei­zeit

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