In­halts­stof­fe von Na­tur­far­ben

selbst ist der Mann - - Bauen & Renovieren -

Na­tur­far­ben wer­den aus pflanz­li­chen und mi­ne­ra­li­schen Roh­stof­fen her­ge­stellt, auf Bin­de­mit­tel­zu­sät­ze aus Erd­öl wie bei üb­li­chen Kunst­harz­far­ben wird ver­zich­tet. So ge­winnt man aus Pflan­zen­stän­geln Zel­lu­lo­se, aus Blät­tern Farb­stof­fe, Wach­se von Blat­to­ber­flä­chen, Fet­te und Ei­wei­ße aus Früch­ten und Duft­stof­fe ge­nau­so wie Har­ze aus Blü­ten. Bei Wand­far­ben wie rechts heißt das, sie ent­hal­ten ne­ben Was­ser u. a. mi­ne­ra­li­sche Füll­mit­tel und Pig­men­te, Zel­lu­lo­se, Raps- und Ri­zi­nus­öl, Sal­mi­ak­geist und in dem Fall das pa­ten­tier­te, pflanz­li­che Bin­de­mit­tel Re­p­le­bin des Her­stel­lers Au­ro, das aus Pflan­zen­al­ko­ho­le­stern be­steht, die aus Zu­ckern und Säu­ren ge­won­nen wer­den. Ver­gleich­ba­re In­ halts­stof­fe ent­hält die wei­ße Wand­far­be auf der Fol­ge­sei­te, hin­zu kommt hier Titan­di­oxid, das die Far­be weiß macht. Dar­un­ter zei­gen wir ei­ne Wand­far­be aus Tro­cken­pul­ver des Her­stel­lers Krei­de­zeit, die mit Was­ser selbst an­ge­rührt wird. Sie ent­hält als Bin­de­mit­tel ein pflanz­li­ches Ei­weiß so­wie Mar­mor­meh­le, Krei­de, Kalk­hy­drat, So­da und Zel­lu­lo­se. Titan­di­oxid ent­hält sie nicht, wes­halb sie gräu­li­cher aus­sieht. Dass Titan­di­oxid krebs­er­re­gend sei, wie in ei­ni­gen Me­di­en zu le­sen, ist un­ter Fach­leu­ten um­strit­ten. Wenn, geht es um die Ein­at­mung klei­ner Par­ti­kel, so­dass hier­von haupt­säch­lich die Her­stel­ler der Far­ben be­trof­fen wä­ren, die nen­nens­wer­tem Titan­di­oxid­staub aus­ge­setzt sind.

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